House view | Ausblick 2026

House view | Ausblick 2026

Positionierung von Pictet Wealth Management für 2026 über alle Anlageklassen und -themen hinweg.
3 Fakten und Annahmen
  • 1.
    Mit Blick auf 2026 dürfte das globale Wirtschaftsumfeld das Wachstum stützen. Wir rechnen damit, dass sich die K-förmige Entwicklung der Wirtschaft abschwächt und sich die Lücke von unten her schliesst.
  • 2.
    KI ist ein zentraler Wachstumstreiber, droht aber, vom Segen zum Fluch zu werden.
  • 3.
    Das Portfolio 2026 ist darauf ausgerichtet, von einem Schliessen der Lücke zu profitieren. Allerdings braucht es einen Schutz gegen negative Szenarien, um die Portfolioresilienz zu wahren.

Ausgangslage

Mit Blick auf 2026 dürfte das globale Wirtschaftsumfeld das Wachstum stützen. Die handelspolitische Unsicherheit hat ihren Höhepunkt überschritten, gleichzeitig gehen von der Geld- und Fiskalpolitik weitgehend unterstützende Signale aus. Bisher war das Bild von Divergenz geprägt, insbesondere in den USA, wo sich die Wirtschaft K-förmig entwickelt. Während die wohlhabendsten Amerikaner von Lohnwachstum und KI-bedingten Kursgewinnen am Aktienmarkt profitieren, sehen sich die einkommensschwächeren Bevölkerungsschichten mit Schwierigkeiten konfrontiert. Auch in anderen Bereichen der Wirtschaft sind Unterschiede zu beobachten: Das Wachstum der Investitionsausgaben und die Aktienmarktgewinne konzentrieren sich stark auf Branchen mit KI-Bezug, in anderen Sektoren bleiben die Unternehmensinvestitionen und die Aktienperformance dagegen zurück.

Wir erwarten, dass sich diese Divergenz im Jahr 2026 verringert. Der positive Ausblick dürfte dafür sorgen, dass sich das US-Wirtschaftswachstum breiter auf Einkommensgruppen und Sektoren verteilt, sodass sich die durch die K-förmige Entwicklung entstandene Lücke von unten her schliessen kann. Die Konjunkturmassnahmen dürften den Konsumenten zugutekommen. In den USA wird damit gerechnet, dass die republikanische Partei im Vorfeld der Zwischenwahlen 2026 auf eine „Make America Affordable Again“-Politik umschwenkt, um das Leben in den USA wieder bezahlbar zu machen.

Fiskalpolitische Massnahmen dürften den Verbrauchern zugutekommen, insbesondere Haushalten mit niedrigem Einkommen. Jenseits des Atlantiks hält die Dynamik in Europa an. So hat Deutschland die Schuldenbremse gelockert und setzt auf höhere Verteidigungsausgaben. Darüber hinaus haben sich die 27 Mitgliedstaaten der EU darauf verständigt, 2028 als Zieljahr für die Vollendung des Binnenmarkts festzulegen. In Asien treibt Japan sein eigenes Fiskalprogramm voran, während China nach dem Einbruch des Immobiliensektors versucht, zu alter Stärke zurückzufinden. In den grossen Volkswirtschaften dürfte die entgegenkommende Geldpolitik die wirtschaftliche Dynamik verstärken.

Schwachpunkte

KI ist ein zentraler Wachstumstreiber, droht aber, vom Segen zum Fluch zu werden. Die Resilienz der US-Wirtschaft kaschiert einige Schwachpunkte wie die Zirkularität der Investitionen grosser Tech-Player, die wachsende Schuldenlast der grossen Technologiekonzerne und die Notwendigkeit, mit den KI-Investitionen eine Rendite zu erzielen. Wenn diese KI-getriebene Dynamik abflaut, könnte sich der positive Vermögenseffekt, der den Konsum und Investitionen beflügelt, abschwächen und die Resilienz der US-Wirtschaft mindern. Die Lücke würde sich dann von oben her schliessen. Eine Rezession könnte die Folge sein.


 

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