Asset Services FAQ
Was sind Custody-Dienstleistungen?
Custody-Dienstleistungen spielen in der Finanzbranche eine zentrale Rolle. Anbieter von Custody Services übernehmen die Verwahrung, Abwicklung und Verwaltung von Finanzinstrumenten und gewährleisten dabei die Einhaltung aufsichtsrechtlicher Vorschriften. Institutionelle Anleger, Asset Manager und andere Finanzmarktteilnehmer sind auf diese Dienstleistungen angewiesen, die einen sicheren Rahmen für die Verwahrung, den Schutz und die Überwachung von Vermögenswerten ermöglichen.
Custody-Dienstleistungen umfassen im Wesentlichen die Verwahrung von Vermögenswerten, also die sichere Aufbewahrung und Trennung der Kundenvermögen, und die Abwicklung von Handelsgeschäften, bei der es um die korrekte und fristgerechte Lieferung und Zahlung geht. Depotbanken wickeln zudem titelspezifische Maßnahmen (Corporate Actions) ab und überwachen das Inkasso von Erträgen, um den rechtzeitigen Eingang von Dividenden und Zinsen zu gewährleisten. Mit der Erteilung einer Vollmacht zur Stimmrechtsausübung können Kundinnen und Kunden ihre Aktionärsrechte wahrnehmen.
Das Dienstleistungsangebot umfasst darüber hinaus die Abwicklung von Zahlungsverkehr, Devisengeschäfte und Steuerrückerstattungen und hilft Kunden beim Cash-Management und bei der Rückforderung von Steuern. Depotbanken übernehmen zudem die aufsichtsrechtliche Berichterstattung und gewährleisten die Einhaltung lokaler und internationaler Vorschriften. So tragen sie zu höherer Transparenz und Reduzierung von Risiken bei.
Durch die Kombination von modernster Technologie mit einem soliden Risikomanagement bieten Anbieter von Custody-Dienstleistungen sichere, effiziente und rechtskonforme Lösungen, die den Kunden den Schutz und die Gewissheit geben, dass ihre Vermögenswerte sicher verwahrt und fachkundig verwaltet werden.
Was versteht man unter Fondsadministration?
Fondsadministrationsleistungen sind für den effizienten und rechtskonformen Betrieb eines Investmentfonds unerlässlich. Asset Manager können sich so auf ihre Kernaufgaben konzentrieren, während im Rahmen der Fondsadministration der reibungslose Betrieb und die Einhaltung aufsichtsrechtlicher Vorschriften gewährleistet wird. Die Fondsadministration umfasst drei grundlegende Bereiche: Fondsbuchhaltung, Dienstleistungen als Transferstelle und ergänzende Lösungen. Zusammen ergeben sie einen robusten und umfassenden operativen Rahmen.
Die Fondsbuchhaltung bildet die Grundlage für die Fondsadministration und gewährleistet eine korrekte Erfassung von Transaktionen, Portfoliobewertungen und Bankabstimmungen. Ein wesentlicher Bestandteil dieses Prozesses ist die Berechnung des Nettoinventarwerts (NAV), bei dem der genaue Wert der Fondsanteile ermittelt wird, um eine faire Preisgestaltung für Anleger zu gewährleisten, die in einen Fonds investieren oder Anteile verkaufen möchten. Die Fondsbuchhaltung umfasst auch die Finanz- und aufsichtsrechtliche Berichterstattung, einschließlich Jahresabschlüssen und aufsichtsrechtlicher Meldungen, und gewährleistet die Einhaltung von Rechnungslegungsstandards. Fondsadministratoren unterstützen auch die Koordination von Prüfungen und tragen so zu effizienten und genauen Prüfungen bei.
Transferstellen erbringen anlegerbezogene Dienstleistungen. Dazu zählen das Onboarding von Anlegern mit KCY-/AML-Prüfungen, die Abwicklung von Zeichnungen, Rücknahmen und Übertragungen von Anteilen, die Führung von Verzeichnissen von Anteilsinhabern und die Verwaltung von Dividenden- und Ausschüttungszahlungen.
Das Angebot an Fondsadministrationsleistungen wird durch zusätzliche ergänzende Dienstleistungen abgerundet. Dazu gehören Steuermeldungen, wie Steuerbescheinigungen für Anleger, die Einhaltung der FATCA-/CRS-Vorschriften und die Rückforderung von Quellensteuern, sowie Performancemessung und -analyse, die wertvolle Einblicke in die Fondsperformance, Risikokennzahlen und Benchmarking liefern.
Was versteht man unter Fondsgovernance?
Fondsgovernance beschreibt das System von Prozessen, Richtlinien und Kontrollmechanismen, mit denen sichergestellt wird, dass Investmentfonds im besten Interesse der Anleger geführt werden und geltende Vorschriften vollumfänglich einhalten. Dadurch werden Rechenschaftspflicht, Transparenz und Compliance gefördert und das Anlegervertrauen gestärkt, während die Integrität des Fonds gewahrt bleibt.
Kernelemente der Fondsgovernance sind die Aufsicht über das Portfoliomanagement, ein solides Risikomanagement, eine effiziente Fondsadministration, die wirksame Einhaltung aufsichtsrechtlicher Vorschriften sowie die Überwachung delegierter Funktionen wie Vertrieb und Anlageverwaltung. Sie umfasst auch interne Kontrollen, die Überwachung von Dienstleistern und Prozesse, um die Übereinstimmung mit der Anlagestrategie, den Zielen und dem Risikoprofil des Fonds zu gewährleisten.
Zu den weiteren Aufgaben gehören die Überwachung der Bewertung, die Einhaltung der Vorschriften zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML) und zur Bekämpfung der Terrorismusfinanzierung (CTF) sowie der Umgang mit Interessenkonflikten. Governance-Rahmenwerke gewährleisten angemessene Vergütungsrichtlinien und ordnungsgemässe Berichterstattung gegenüber Anlegern und Aufsichtsbehörden. Fondsleitungen und Verwalter von alternativen Investmentfonds spielen eine wichtige Rolle bei Due-Diligence-Prüfungen von Dritt-Anbietern und bei der Einhaltung hoher Corporate-Governance-Standards.
Fondsgovernance fördert Transparenz, Rechenschaftspflicht und Compliance und gewährleistet so einen effektiven Betrieb von Investmentfonds. Sie schützt die Interessen der Anleger und berücksichtigt aktuelle regulatorische Anforderungen.