Glossar der Finanztermini
Knock-Out (oder Kick-Out)
Das Preisniveau, bei dessen Erreichen oder Durchbrechen eine Option oder ein strukturiertes Produkt deaktiviert wird.
Keepwell-Vereinbarung
Vertrag zwischen zwei Unternehmen, in dem sich das eine Unternehmen verpflichtet, dafür zu sorgen, dass seine Tochtergesellschaft finanzielle Mindeststandards einhält. Dient zur Absicherung einer künftigen Transaktion zwischen der Tochtergesellschaft und dem anderen Unternehmen.
Knock-In (oder Kick-In)
Das Preisniveau, bei dessen Erreichen oder Durchbrechen eine Option oder ein strukturiertes Produkt aktiviert wird.
Kursziel
In der technischen Analyse werden die Kursbewegungen der Vergangenheit verwendet, um künftige Markttrends zu extrapolieren und das Kursziel für die Eröffnung/Auflösung von Positionen festzulegen.
Kapital oder Nennwert
Der Betrag, den der Emittent einer Anleihe dem Anleiheninhaber bei Fälligkeit zurückzahlen muss. Dieser Betrag wird oft als Nennwert oder Nominalwert der Anleihe bezeichnet.
KAG
Schweizer Kollektivanlagengesetz.
Kupon
Die Zinsen, die der Inhaber einer Anleihe bis zur Fälligkeit des Wertpapiers erhält. Je nach Anleihe wird der Kupon in unterschiedlichen Intervallen ausgezahlt (jährlich, halbjährlich oder vierteljährlich). Nicht alle Anleihen haben einen Kupon, wie etwa Nullkuponanleihen. Diese Anleihen zahlen keine Zinsen, sondern werden mit einem Abschlag auf ihren Nennwert verkauft und bei Fälligkeit zum Nennwert zurückgezahlt.
Korrelation
Die Korrelation ist ein Mass für die Beziehung zwischen den Erträgen zweier Anlagen. Stark korrelierte Anlagen bewegen sich tendenziell im Gleichschritt auf und ab. Bei Anlagen mit einer niedrigen Korrelation ist das hingegen nicht der Fall. Bei Fonds bezieht sich die Korrelation auf die Fondsrendite im Verhältnis zur Wertentwicklung der Benchmark.
Kopf-Schulter-Formation
Herausbildung eines Umkehrmusters bei einem Aufwärts- oder Abwärtstrend (bestehend aus einer linken Schulter, einem Kopf und einer rechten Schulter). Das Muster wird herangezogen, um die mögliche Fortsetzung der anschliessenden Bewegung ab der Nackenlinie zu bestätigen und vorherzusagen. Die prognostizierte Bewegung wird ermittelt, indem der vertikale Abstand vom obersten Punkt des Kopfes bis zur Nackenlinie gemessen und auf die Nackenlinie nach Ausbildung der rechten Schulter übertragen wird.
Korrekturwelle
Siehe Elliott-Wellentheorie
Konjunkturindikatoren
Konjunkturindikatoren sind makroökonomische Daten, die Hinweise auf die Richtung und Intensität der Entwicklung einer bestimmten wirtschaftlichen Variable geben.
Kurslimit
Das Kursniveau, zu dem eine Limit-Order bei Erreichen des Limits ausgeführt wird.
KKP
Kaufkraftparität
KID
Key Information Document (Basisinformationsblatt)
KBV
Kurs-Buchwert-Verhältnis. Der Aktienkurs eines Unternehmens, geteilt durch seinen Buchwert, der als Nettovermögen des Unternehmens definiert ist.
KPI
Key Performance Indicator (wesentliche Performance-Kennzahl)
Konsens
Eine Prognose, die auf den kombinierten Schätzungen der Analysten zu einem Börsenunternehmen basiert.
Kapitalgewinn
Die positive Differenz zwischen dem Verkaufs- und dem Kaufpreis eines Finanzinstruments
KGV
Kurs-Gewinn-Verhältnis
Der Aktienkurs eines Unternehmens, geteilt durch seinen Gewinn je Aktie über einen bestimmten Zeitraum (in der Regel ein Jahr)
PRR
Product Risk Rating (Pictets internes Produktrisiko -Rating)
Das PRR soll Aufschluss über die mit einem bestimmten Finanzinstrument verbundenen Risiken geben. Das Rating basiert auf einer fünfstufigen Skala, bei der die Punktzahl umso höher ist, je höher das Risiko-Rating ist.

Die Berechnung des PRR stützt sich auf drei Säulen. Der Asset Risk Score bewertet das Ris§iko, das mit dem Basiswert des Instruments verbunden ist (basierend auf einer Analyse der Volatilität der letzten zehn Jahre). Die statischen Elemente des Product Risk Score sind zusätzliche Strafpunkte für das Risiko, das mit den intrinsischen Eigenschaften des Instruments verbunden ist.
Komplexität + Liquidität + Regulierung + Verschuldung/Leverage + Schwellen-/Industrieland.
Die dynamischen Elemente des Product Risk Score sind zusätzliche Strafpunkte für das mit den Marktbedingungen verbundene Risiko. Duration + Rating + Grösse + Kurz-/Langfristig.
Beispiel: PRR einer Anleihe
Wenn für die Anleihe kein Rating verfügbar ist, wird stattdessen das Emittentenrating verwendet. Je nach Markt (Schwellen-/Industrieland) und Grösse (abhängig vom ausstehenden Betrag) kommen Strafpunkte hinzu. Für komplexe Anleihentypen (wie inflationsindexierte Anleihen, ewige Anleihen oder Wandelanleihen) gibt es ebenfalls Strafpunkte. Bei dieser Methode haben ähnliche Instrumente denselben Rang. Für den Währungseffekt gibt es dann später weitere Strafpunkte.

PPA
Power Purchase Agreement (Stromliefervereinbarung)
PVC
Polyvinylchlorid
PMI
Purchasing Manager Index (Einkaufsmanagerindex)
PPI
Pre-provision Income (Einkommen vor Rückstellungen)
Pensionsfonds
Diese Fonds zielen darauf ab, ihren Anteilseignern eine Zusatzrente zu bieten. Sie gelten als institutionelle Anleger, da sie umfangreiche Pools von Vermögenswerten verwalten. Zu unterscheiden sind betriebliche oder berufsständische Pensionsfonds, die nur bestimmten Kategorien von Arbeitnehmern offenstehen, und offene Pensionsfonds, bei denen keine Einschränkungen für eine Mitgliedschaft bestehen.
Pivot-Niveau
Das Pivot-Niveau wird verwendet, um zu bestimmen, ob eine Akkumulation oder Dekumulation im Hinblick auf ein bestimmtes Fixing eintreten wird.
PHEV
Plug-in Hybrid Electric Vehicle (Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeug)
PRIIPs
Packaged Retail Investment and Insurance-based Products (verpackte Anlageprodukte für Kleinanleger und Versicherungsanlageprodukte)
Pullback
Dieser Begriff aus der technischen Analyse beschreibt eine Situation, in der eine Aktie zu einer Widerstands- und/oder Unterstützungslinie zurückkehrt, in der Regel nach einem Ausbruch. Pullbacks können in einem Aufwärts- oder Abwärtstrend auftreten und können aufwärts oder abwärts gerichtet sein. Pullbacks werden auch häufig zu einer neuen Unterstützungs- oder Widerstandslinie für den neuen Trend.
Private-Equity-Fonds
Fonds, die in nicht börsennotierte Unternehmen investieren, um deren Wachstum und Entwicklung zu fördern. Private-Equity-Fonds können in der Start-up-Phase eines Unternehmens (typische Aktivitäten von Risikokapitalgebern oder Business Angels), aber auch in jeder anderen Phase des Wachstumszyklus eines Unternehmens investieren.
PNC
Perpetual Non-Callable (ewige, nicht kündbare Anleihe)
PNC5 bedeutet zum Beispiel ewige Anleihe, nicht kündbar in den nächsten fünf Jahren.
PIK
Payment in Kind (Zahlung durch Sachleistung)
PERF FEE
Performance-Gebühr
PERP
Perpetual (unbefristet)
Pazifik-Allianz (Pazifische Allianz)
Freihandelszone zwischen Chile, Kolumbien, Mexiko und Peru.
PMLN
Precious Metal Linked Note: Kurzfristige Anlage, die auf die Erzielung eines Ertrags durch die Übernahme eines Risikos in Bezug auf Edelmetalle ausgerichtet ist.
P/S
Price-to-Sales Ratio (Preis-Umsatz-Verhältnis)
Payout oder Digital
Ein vorab vereinbarter fester Betrag, der zwischen zwei Vertragsparteien ausgetauscht wird, wenn ein bestimmtes Ereignis eintritt.
POS (RATINGS)
Positiver Ausblick (laut Einschätzung der betreffenden Ratingagentur)
PGEs
Platinum Group Elements (Elemente der Platingruppe)
PFAS
Perfluoralkyl- und Polyfluoralkyl-Substanzen (oft genannt, da es zahlreiche Rechtsstreitigkeiten darum gibt)
P&C
Property and Casualty Insurance (Schaden- und Unfallversicherung)
Prämie
Der vom Käufer einer Option an den Verkäufer der Option gezahlte Preis. Die Prämie wird im Allgemeinen bei Vertragsschluss im Voraus gezahlt (Upfront-Zahlung). Eine Optionsstrategie weist keine Upfront-Prämie auf, wenn die Summe der empfangenen Prämien der Summe der gezahlten Prämien entspricht.
Positive Impact Investing
Es gibt keine branchenweit anerkannte Definition für Anlagen mit positiver Wirkung auf Umwelt und Gesellschaft (Positive Impact Investing) innerhalb der Pictet-Gruppe. Positive Impact Investing (in der Branche oft auch „Impact Investing“ genannt) bezeichnet Anlagen mit folgenden Merkmalen:
- Intentionalität: die klare Formulierung eines auf positive Veränderung ausgerichteten Ziels.
- Beitrag: die Fähigkeit des Anlegers, durch Kapitalallokation (festverzinsliche Wertpapiere, Private Equity) eine positive Wirkung zu erzielen, Verbesserungen zu fördern (Active Ownership) und den öffentlichen Diskurs zu beeinflussen (Überzeugungsarbeit).
- Messung: Emittenten müssen ihre Fortschritte beim Erreichen sozialer und ökologischer Ziele gegenüber den jeweiligen Stakeholdern quantitativ nachweisen und dabei nach Möglichkeit standardisierte Kennzahlen verwenden.
Impact Investments können in allen Anlageklassen und Regionen getätigt werden und zielen auf ein breites Spektrum finanzieller Erträge ab. An der Präzisierung dieser Definition wird sowohl bei Pictet als auch in der gesamten Finanzbranche gearbeitet.
PCE
Personal Consumption Expenditures (private Konsumausgaben)
PBoC
People’s Bank of China (Zentralbank Chinas)
PM
Precious metals (Edelmetalle)
PBT
Profit Before Tax (Gewinn vor Steuern)
PONV
Point of Non-viability, der Kipppunkt, an dem die Überlebensfähigkeit nicht mehr gegeben ist.
p. a.
Per annum (pro Jahr)
PEG
Price/Earnings to Growth Ratio (Kurs- Gewinn-Wachstums-Verhältnis)
Put-Option (Verkaufsoption)
Ein Vertrag, bei dem der Käufer der Put-Option das Recht, aber nicht die Pflicht hat, den Basiswert zum Ausübungspreis (Strike) zu verkaufen. Der Käufer zahlt für dieses Recht eine Prämie. Der Verkäufer einer Verkaufsoption hat die Pflicht, den Basiswert zum Ausübungspreis zu kaufen, wenn der Käufer sein Recht ausüben möchte. Der Verkäufer erhält für das übernommene Risiko eine Prämie.
Pass-Through-Zertifikat
Schuldinstrument, das eine Beteiligung an einem Hypothekenpool widerspiegelt. Die monatlichen Tilgungs- und Zinszahlungen werden über einen Vermittler vom Schuldner an den Anleger weitergeleitet.
1. Hj/2. Hj
Erstes Halbjahr / zweites Halbjahr
HEDGED
Abgesichert
HK
Hongkong
HKMA
Hong Kong Monetary Authority (Zentralbank Hongkongs)
High-Yield Bond (HY, Hochzinsanleihe)
Von einem Staat oder einem Unternehmen begebene Anleihe, die ein hohes Ausfallrisiko aufweist. Hochzinsanleihen (auch als „Junk Bonds“ bezeichnet) werden von Ratingagenturen in der Regel mit einem Rating von BBB- oder darunter bewertet.
HoldCo
Holding Company (Holdinggesellschaft)
HD
Heavy Duty (schweres Nutzfahrzeug)
Hypothekenbesichert
Bezeichnung für ein – meist von einer staatlichen Agentur ausgegebenes oder garantiertes – Wertpapier, das mit einem Hypothekenpool besichert ist.
Hedgefonds
Ein spekulativer Investmentfonds, der zur Erreichung seiner Ziele mit Vermögenswerten mit hohem Risiko-Rendite-Profil handelt.
Handel (Scorecard)
Es wird ein Openness-Index verwendet, basierend auf der Summe der Im- und Exporte dividiert durch das BIP, um die Abhängigkeit einer Volkswirtschaft von globalen wirtschaftlichen Trends zu bewerten.
QE
Quantitative Easing (quantitative Lockerung). Eine unkonventionelle Geldpolitik, mit der die Zentralbanken die Wirtschaft ankurbeln wollen. Die Zentralbanken kaufen dabei am Markt Wertpapiere, in der Regel Staatsanleihen, indem sie die Geldmenge erhöhen. Das neue Geld, das die Zentralbanken nutzen, um die Wirtschaft mit Liquidität zu versorgen, wird nicht unbedingt gedruckt. Es kann auch elektronisch geschaffen werden, indem es auf den Konten der Zentralbanken verbucht wird. Durch die quantitative Lockerung werden die Zinsen auf einem niedrigen Niveau gehalten. Die erhöhte Liquidität und die niedrigeren Finanzierungskosten begünstigen einen Anstieg der Wirtschaftstätigkeit. Theoretisch verbessert sich durch die quantitative Lockerung auch der Zugang zu Krediten, was wiederum für höheres Wirtschaftswachstum sorgt.
Q1, Q2, Q3, Q4
Q1 steht für 1. Quartal, Q2 für 2. Quartal, Q3 für 3. Quartal und Q4 für 4. Quartal.
QoQ
Quarter-on-Quarter (gegenüber dem Vorquartal) gibt an, dass ein Datenpunkt mit dem Datenpunkt für denselben Zeitraum im Vorquartal verglichen wird.
QR
Quick Ratio (Acid Test Ratio) (Liquidität 2. Grades)
YoY
Year-on-Year (gegenüber dem Vorjahr) gibt an, dass ein Datenpunkt mit dem Datenpunkt für denselben Zeitraum im Vorjahr verglichen wird.
YTW
Yield-to-Worst.
Y
1Y (1 Jahr) oder YoY (gegenüber dem Vorjahr).
YTM
Yield-to-Maturity (Rendite auf Verfall). Die erwartete Rendite einer Anleihe (oder eines Anleihenportfolios) unter der Annahme, dass die Anleihe bis zur Fälligkeit gehalten wird.
YCC
Yield Curve Control (Steuerung der Zinskurve).
YTC
Yield-to-Call (Call-Rendite).
YTD
Year-to-date (laufendes Jahr, lfJ), misst die jüngsten Daten im Vergleich zu jenen vom Jahresbeginn.
ABS
Asset-Backed Securities (forderungsbesicherte Wertpapiere) sind eine Finanzanlage, bei der die Vermögenswerte durch einen zugrunde liegenden Pool von Anlagen besichert sind.
Anleihe
Auch Schuldverschreibung, Obligation oder Bond.
Wertpapier, das von einer Regierung oder Kapitalgesellschaft mit der Zusage ausgegeben wird, den Kapitalbetrag zuzüglich Zinsen bis zu einem bestimmten in der Zukunft liegenden Datum zurückzuzahlen.
Alpha
Die in Prozent ausgedrückte positive oder negative Differenz der Wertentwicklung eines Finanzinstruments gegenüber dem Exposure am breiteren Markt.
AM
Asset Management (Vermögensverwaltung)
Active Stewardship
Unter Active Stewardship versteht man gemeinhin, dass Fixed Income-Anleger in Dialog mit den Emittenten von Schuldtiteln treten, auch wenn sie nicht am Eigenkapital beteiligt sind.
ACT
Actual (tatsächlich)
ARPU
Average Revenue per User (durchschnittlicher Umsatz pro Kunde)
AV
Autonomous Vehicle (Autonomes Fahrzeug)
Anleihenfonds
Ein Anleihenfonds ist ein Anlageinstrument, mit dem Vermögensverwaltungsgesellschaften in Staats- und Unternehmensanleihen investieren, die anhand ihrer Rendite und Laufzeit ausgewählt werden. Zu unterscheiden sind kurzfristige Anleihenfonds, die Anlagen mit einer Restlaufzeit von bis zu zwei Jahren tätigen, und mittel-/langfristige Anleihenfonds, die für mehr als zwei Jahre investieren.
Asset-Allokation
Eine Strategie mit dem Ziel, die von den einzelnen Anlegern angestrebten Risiken und Renditevorstellungen in ein Gleichgewicht zu bringen. Durch die Festlegung einer Gewichtung der einzelnen Anlageklassen in einem Portfolio lässt sich mithilfe der Asset-Allokation der Anlageansatz des Portfolios auf die individuellen Ziele des Anlegers abstimmen. Bei der Asset-Allokation werden in der Regel die drei grossen Anlageklassen Aktien, Anleihen und Barmittel eingesetzt; durch ihre unterschiedliche Gewichtung lässt sich ein aggressiverer oder defensiverer Anlagestil realisieren.
ALM
Asset and Liability Management (Bilanzstrukturmanagement)
ASEAN
Association of Southeast Asian Nations (Verband Südostasiatischer Nationen)
Aktiviert
Bei exotischen Optionen bezieht sich dies auf eine Bedingung, bei deren Erfüllung die Option oder Auszahlung aktiviert wird (Kick-in, Kick-in at the End, Lock-in, One Touch).
ATM
At the money (am Geld). Eine Verkaufs- oder Kaufoption, bei der der Ausübungspreis und der aktuelle Marktwert des Basiswerts (fast) gleich hoch sind.
Asset-Backed Bond
Forderungsbesicherte Anleihe, d. h. der Rückzahlungsanspruch ist durch bestimmte zugrunde liegende Vermögenswerte abgesichert. Diese Vermögenswerte sind dabei rechtlich vom sonstigen Vermögen des Schuldners getrennt.
APEC
Asia-Pacific Economic Cooperation (Asiatisch-Pazifische Wirtschaftsgemeinschaft)
Anlagestrategien
Eine Anlagestrategie ist eine Kombination aus Asset-Allokation, Anlagestilen und der Auswahl bestimmter Sektoren und Regionen, in denen ein Investmentmanager Gelder investieren kann. Ein Finanzberater kann auf Basis von Informationen zu den Anlagezielen, den finanziellen Zielen, der Situation und der Risikobereitschaft des Anlegers eine massgeschneiderte Anlagestrategie entwickeln.
AT
Österreich
Ausgeübt
Aktion des Käufers zur Ausübung der Option, bei der Cashflows zum Ausübungspreis ausgelöst werden.
Artikel 6
Artikel 6 der EU-Offenlegungsverordnung (SFDR)
Advisory Focus List
Die Advisory Focus List (Empfehlungsliste für Advisory-Mandate) enthält eine taktische Empfehlung (für einen Zeitraum von rund drei Monaten) auf der Grundlage des internen Analystenratings.
Anlagebedürfnisse
Die Einschränkungen, die ein Anleger in Bezug auf den Stil seiner Anlagestrategien vorgibt, beispielsweise die Beschränkung auf sozial verantwortungsbewusste Anlagen oder der Ausschluss von Investments in bestimmten Ländern. Die genaue Kenntnis der Anlagebedürfnisse ist für die Anlageplanung unerlässlich.
Amortisation
Rechnungslegungsverfahren, bei dem die Kosten eines immateriellen Vermögenswerts über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer dieses Vermögenswerts verteilt werden. Wenn ein Unternehmen beispielsweise im Jahr 2015 für EUR 10000 eine Marke erwirbt und damit rechnet, sie zehn Jahre lang zu nutzen, nimmt es über einen Zeitraum von zehn Jahren eine jährliche Abschreibung von EUR 1000 vor.
Anlageziele
Die finanziellen Ziele oder Vorgaben, die ein Anleger mit seinen Investments erreichen möchte, zum Beispiel den Kauf eines Hauses oder Altersvorsorge. Informationen zur finanziellen Situation und den finanziellen Zielen des Anlegers sind notwendig, um die jeweiligen Anlageziele festzulegen.
Aktien
Wertpapiere, die das Eigentumsrecht an einem Teil eines Unternehmens gewähren. Je mehr Aktien eines Unternehmens ein Aktionär besitzt, desto grösser ist sein Einfluss auf die Unternehmensentwicklung. Es gibt verschiedene Arten von Aktien; die grösste Bedeutung haben Stamm-, Vorzugs- und Sparaktien sowie Aktien mit oder ohne Stimmrecht.
ACC
Accumulating (thesaurierend)
Anfälligkeit
Die Leistungsbilanz als Prozentsatz des BIP und das Verhältnis der kurzfristigen Auslandsverschuldung zu den Devisenreserven dienen als Indikator für die Anfälligkeit einer Währung gegenüber externen Schocks. Als Indiz für starke externe Puffer ist entweder ein grosser Leistungsbilanzüberschuss oder ein hoher Betrag an Devisenreserven erforderlich.
Absicherungstechniken
Eine Absicherung ist eine Anlage, die einer Versicherungspolice ähnelt und dazu dient, das potenzielle Risiko einer ungünstigen Kursentwicklung bei einem Vermögenswert zu verringern. Die gängigste Form der Absicherung ist der Einsatz von Derivaten. Dabei kauft ein Anleger einen Vermögenswert und die Option, den Vermögenswert später wieder zu verkaufen – oder umgekehrt –, um eine gewisse Rendite auf die Anlage zu garantieren. Ähnlich wie bei einer Versicherungspolice fallen beim Kauf von Optionen zusätzlich zu den eigentlichen Vermögenswerten geringe Kosten für die Absicherung der Anlagen an.
AT1
Additional Tier 1 (zusätzliches Kernkapital)
ANP
Annualisierte neue Prämie
Analystenrating
Analystenratings (Strong Buy, Buy, Hold, Caution, Sell) geben einen mittelfristigen Ausblick (für rund 12 Monate).
Anlageklasse
Eine Kategorie investierbarer Wertpapiere, die ähnliche Merkmale aufweisen. Die drei wichtigsten Anlageklassen sind Aktien (Aktien oder Anteile börsennotierter Unternehmen), festverzinsliche Wertpapiere (Anleihen oder Schuldtitel) und Barmittel. Darüber hinaus stellen alternative Anlagen eine weitere Anlageklasse dar, die unkonventionelle Vermögenswerte wie Hedgefonds, Private Assets, Rohstoffe, Derivate, Wein oder Kunst umfasst.
Absolute Return
Eine Strategie mit dem Ziel, mit einer Anlage positive reale Renditen zu erzielen, unabhängig davon, ob die Märkte steigen, fallen oder seitwärts tendieren.
American Barrier
Eine Option kann aktiviert oder deaktiviert werden, wenn die Schwelle (Barrier) zu irgendeinem Zeitpunkt während der Laufzeit der Option erreicht wird.
ACP
Affordable Connectivity Program, ein US-Programm für eine erschwingliche Breitbandverbindung.
Abzinsungssatz
Prozentsatz, der die Differenz zwischen dem Kassakurs bei Vertragsabschluss und dem potenziellen Nettokaufpreis des Basiswerts widerspiegelt.
ACWI
All Country World Index
Alternative Währung
Währung, in die die Anlagewährung unter bestimmten Umständen konvertiert werden kann.
Amerikanische Option
Bei amerikanischen Optionen kann das Optionsrecht zu jedem Zeitpunkt während der Vertragslaufzeit ausgeübt werden.
AUM
Assets under Management (verwaltetes Vermögen)
Ausgewogenes Portfolio
Eine Anlagestrategie, bei der das Vermögen in einem Portfolio im Allgemeinen zu gleichen Teilen in Aktien und festverzinsliche Anlagen investiert wird. Ziel ist dabei, sowohl Kapitalwachstum aus Aktien als auch Erträge aus festverzinslichen Anlagen zu erzielen und gleichzeitig das Risiko über zwei verschiedene Anlageklassen zu diversifizieren.
Alternative Anlagen
Ein Sammelbegriff für Vermögenswerte, bei denen es sich nicht um Aktien, Anleihen oder Barmittel handelt. Das Spektrum reicht von Hedgefonds, Private Assets (Private Equity, Private Real Estate und Private Debt), Managed Futures, Rohstoffen und Derivaten bis hin zu spezialisierten Anlagebereichen wie Wein und Briefmarken. Zusammen bilden diese Segmente eine eigene Anlageklasse.
ADAS
Advanced Driver-Assistance System (Fahrassistenzsystem)
Ausschlüsse
Der Begriff „Ausschlüsse“ bezieht sich auf die Vermeidung bestimmter Emittenten, Aktivitäten oder Branchen. Mögliche Gründe dafür können persönliche Wertvorstellungen oder ESG-Erwägungen sein. Bei Pictet wird zur Erreichung eines bestimmten Ergebnisses eher auf Engagement als auf Ausschlüsse gesetzt. In einzelnen Fällen (etwa bei nicht diversifizierbaren Risiken) eignet sich Engagement indes nicht als wirksames Instrument, und es müssen pauschale Ausschlüsse (z. B. für kontroverse Waffen, Kraftwerkskohle) vorgenommen werden. Bei Anwendung von Ausschlüssen werden Wertpapiere der ausgeschlossenen Emittenten veräussert bzw. wird künftig nicht mehr in diese Emittenten investiert. So wurden 2020 Investments in fossile Brennstoffe ganz aus unserem Portfolio ausgeschlossen. Die Ausschlüsse von Pictet sind Teil unserer Richtlinie für verantwortungsbewusstes Anlegen.
AFFO
Adjusted Funds from Operations (bereinigtes operatives Ergebnis)
Anlagewährung
Währung, auf die eine Anlage lautet.
Active Ownership
Active Ownership (aktive Ausübung von Aktionärsrechten)
IPT
Indicative Pricing Terms (indikative Preisangaben)
IWF
Internationaler Währungsfonds
Inflation (Scorecard)
Jährliche Veränderung der Gesamtrate der Teuerung. Signalisiert ein Indikator das Risiko einer hohen Inflation, wird dies als negativ für den Wert der Währung erachtet. Werte zwischen +1 und -1 gelten als neutral für eine Währung.
IOI
Indication of Interest (Interessenbekundung)
Intermediär
Eine Gesellschaft oder natürliche Person, die an den Finanzmärkten tätig ist und dabei Gegenparteien für Transaktionen zusammenführt. Ein Broker handelt im Namen Dritter, ohne selbst Positionen einzugehen. Ein Finanzintermediär ist eine Institution, die liquiditätsstarke und liquiditätsschwache Parteien, beispielsweise Investoren und Unternehmen, zusammenführt.
IT
Italien
Impulswelle
Siehe die Elliott-Wellentheorie
IASB
Financial Accounting Standards Board, ein privates international besetztes Gremium von Rechnungslegungsexperten
IB
Investment Banking
Information Ratio
Eine Methode zur Messung des Mehrwerts, den der Portfoliomanager im Vergleich zur Benchmark generiert. Die Information Ratio ist ein Mass für die risikobereinigte Rendite eines Portfolios. Zu ihrer Berechnung wird die aktive Rendite (Portfoliorendite minus Benchmarkrendite) durch den Tracking Error dividiert.
Idiosynkratische Faktoren (Scorecard)
Dieser Indikator wird herangezogen, um signifikante Gefahren oder Chancen zu verdeutlichen, die von anderen Indikatoren nicht erfasst werden. Ein typisches Beispiel ist das politische Risiko, das schwer zu messen ist, aber starken Einfluss auf die Währung eines Landes haben kann.
Investment/Anlage
Ein Vermögenswert, der in der Hoffnung erworben wird, dass er in Zukunft ein Einkommen erwirtschaftet oder sich zu einem höheren Preis mit Gewinn verkaufen lässt.
ICMA
International Capital Market Association (internationaler Verband für Kapitalmarktteilnehmer)
IPO
Initial Public Offering (Börsengang). Unter einem Börsengang versteht man den Prozess, mit dem ein Unternehmen seine Aktien an einer Wertpapierbörse notiert und so zu einem börsennotierten Unternehmen wird.
IG
Investment Grade
IRA
Inflation Reduction Act, ein US-Bundesgesetz, mit dem ein umfangreiches Investitionsprogramm beschlossen wurde.
IFRS
International Financial Reporting Standards (Internationale Rechnungslegungsstandards)
Inflation
Ein allgemeiner Anstieg der Preise für Güter und Dienstleistungen. Wird dieser Anstieg nicht durch steigende Löhne ausgeglichen, verlieren die Verbraucher an Kaufkraft.
ISIN
International Securities Identification Number (internationale Wertpapierkennnummer)
ISM
Institute for Supply Management
ITM
In the Money (im Geld). Eine Call-Option, deren Ausübungspreis niedriger ist als der aktuelle Wert des Basiswerts, oder eine Put-Option, deren Ausübungspreis höher ist als der aktuelle Wert des Basiswerts.
Ichimoku-Indikator
Der Ichimoku-Kinko-Hyo-Gleichgewichtsanalyse liegt das Konzept eines gleitenden Durchschnitts zugrunde, mit dem anhand des aktuellen Kurses ein Muster von Signalen (vergangene 26 Tage und künftige 26 Tage) generiert werden kann. Sie wird eingesetzt, um das kurzfristige Momentum, langfristige Trends und Kursziele zu ermitteln.
ICE
Internal Combustion Engine (Verbrennungsmotor)
Investmentfonds/Anlagefonds
Kollektive Kapitalanlagen zur Bündelung der Ressourcen von Anlegern. Die Anleger wiederum besitzen einen Anteil an der kollektiven Kapitalanlage, der ihrer Investition entspricht. Gewinne und Verluste werden den Anlegern somit auf der Grundlage der Anzahl der von ihnen gehaltenen Anteile zugewiesen. Die Anleger verwalten die Anlagen nicht direkt, sondern delegieren diese Aufgabe an eine darauf spezialisierte Vermögensverwaltungsgesellschaft, die die Anlagestrategien für den Fonds festlegt.
Immobilien
Immobilien können als Anlage gehalten werden, um Einkommen zu erzielen oder den Wert des ursprünglich investierten Kapitalbetrags zu mehren. Immobilien lassen sich in zwei Kategorien einteilen: Wohnimmobilien (Häuser und Wohnungen) und Gewerbeimmobilien (z. B. Bürogebäude und Fabriken).
IRR
Internal Rate of Return (interner Zinsfuss)
In cc
Constant Currency (bei konstanten Wechselkursen)
Immobilienfonds
Ein kollektiver Anlagepool, der in die Wertpapiere börsennotierter Immobiliengesellschaften investiert. Ein Real Estate Investment Trust ist ein Anlageinstrument, das wie ein Unternehmen agiert und Gewerbeimmobilien besitzt. Anteile am Trust werden an einer Börse angeboten. Der Trust schüttet die Mieteinnahmen aus seinen Immobilien in Form von Dividenden an seine Aktionäre aus.
ISS
Issuer’s Sustainability Strategy (Nachhaltigkeitsstrategie des Emittenten)
Venture Capital
Eigenkapitalinvestitionen zur Finanzierung der Start-up- oder Wachstumsphase von Unternehmen. In der Regel investiert dabei ein Risikokapitalfonds in technologisch innovative Start-ups oder Wachstumsunternehmen. Investiert wird dabei meist in Unternehmen mit hohen operationellen oder finanziellen Risiken.
Verfall
Datum und Zeitpunkt, zu dem das Instrument/Recht verfällt.
Vermögenswert
Ein Oberbegriff für materielle oder immaterielle finanzielle Ressourcen oder Posten. Im weitesten Sinne ist unter einem Vermögenswert alles zu verstehen, das einen wirtschaftlichen Wert besitzt. Der Begriff Unternehmensvermögen bezieht sich auf die Kombination von Gütern, Ausrüstungsgegenständen und Instrumenten, die für den Betrieb eines Unternehmens erforderlich sind und den Gesamtwert des Unternehmens ausmachen.
Vorzugsaktien
Vorzugsaktien ähneln in ihrer Funktionsweise den Stammaktien eines Unternehmens, bieten aber zusätzliche Vorteile. So haben Inhaber von Vorzugsaktien im Konkursfall oft einen bevorrechtigten Anspruch auf die Vermögenswerte und den Gewinn eines Unternehmens. Zudem werden ihre Dividenden in der Regel vor den Dividenden von Stammaktien ausgezahlt. Vorzugsaktien sind jedoch im Allgemeinen teurer und nicht mit Stimmrechten versehen.
VPI
Verbraucherpreisindex.
VtGK
Vertriebsgemeinkosten, die sich auf alle produktionsfremden Kosten beziehen.
V-Spike
Eine plötzliche und starke Bewegung des Preises eines Vermögenswertes – entweder nach oben oder unten. Der Begriff wird aber meistens für eine Aufwärtsbewegung verwendet. Technische Analysten nutzen das Auftreten von Spikes als Grundlage für Anlageentscheidungen, zum Beispiel, wenn der Spike von einer Zu- oder Abnahme des Volumens begleitet wird.
Volatilität
Die Volatilität ist eine Messgrösse für die erwarteten Kursschwankungen eines Vermögenswerts in einem bestimmten Zeitraum (implizite Volatilität). Quadratwurzel der Preisvarianz (historische/realisierte Volatilität).
Verbriefung
Eine Praxis, bei der Vermögenswerte gebündelt, verpackt und als Sicherheiten für die Emission von Anleihen am Markt verwendet werden.
3ML
3-Monats-Libor
1P-Reserven
Nachgewiesene Reserven
FI
Fixed Income (festverzinsliche Anlagen)
Fonds
Eine von einem professionellen Vermögensverwalter verwaltete kollektive Kapitalanlage, bei der die Gelder mehrerer Anleger gebündelt investiert werden.
Fondsmanager
Ein Fondsmanager ist dafür verantwortlich, die Anlagestrategie eines Fonds umzusetzen und die Handelsaktivitäten seines Portfolios zu steuern. Dies ermöglicht es den Anlegern, ihre Anlageentscheidungen von einem Experten treffen zu lassen. Für ihre Arbeit erhalten Fondsmanager ein Honorar, entweder in Form eines Prozentsatzes des durchschnittlich verwalteten Fondsvermögens (Assets under Management, AuM) oder in Form einer an die Wertentwicklung des Fonds gebundenen Gebühr.
FCF
Free Cash Flow (freier Cashflow)
FV
Fair Value (beizulegender Zeitwert)
FINRA
Federal Industry Regulatory Authority, US-Selbstregulierungsorganisation, die für die Regulierung von Akteuren der Wertpapierbranche verantwortlich ist.
FCC
Federal Communications Commission (US-Kommunikationsbehörde)
FINMA
Eidgenössische Finanzmarktaufsicht
Futures (Terminkontrakte)
Im weitesten Sinn sind Futures (Terminkontrakte) Verträge, in denen sich eine Partei gegenüber einer anderen Partei verpflichtet, ein Finanzinstrument, einen Rohstoff oder einen Vermögenswert zu bestimmten Bedingungen zu kaufen oder zu verkaufen. Diese Art von Verträgen wird häufig zur Absicherung von Risiken abgeschlossen, die sich aus künftigen Handelsgeschäften mit den zugrunde liegenden Finanzinstrumenten, Rohstoffen oder Vermögenswerten ergeben könnten. Ein Financial Future (Finanzterminkontrakt) ist eine besondere Art von Terminkontrakt, ein Derivat, dessen Wert stark vom Wert seines Basiswerts abhängt.
Fed/FOMC
Das Federal Reserve System, die Notenbank der Vereinigten Staaten von Amerika. Der Offenmarktausschuss (Federal Open Market Committee) ist ein Ausschuss innerhalb der Fed, der wichtige Zinsentscheidungen trifft.
Finanzielle Ziele
Die auch als Anlageziele bezeichneten Ziele, die ein Anleger mit seinen Investments erreichen möchte, zum Beispiel den Kauf eines Hauses oder Altersvorsorge. Informationen zur finanziellen Situation und den finanziellen Zielen des Anlegers sind notwendig, um die jeweiligen Anlageziele festzulegen.
FWA
Fixed Wireless Access, drahtloser Teilnehmeranschluss auf Mobilfunkbasis
FRTB
Fundamental Review of the Trading Book (grundlegende Überprüfung des Handelsbuchs)
FTTH
Fibre to the home, Glasfaser-Leitung bis in das Haus des Endverbrauchers
Fälligkeitsdatum
Das Datum, an dem der Emittent einer Anleihe das Kapital an den Anleiheninhaber zurückzahlen muss. Das Spektrum der Laufzeiten von Anleihen kann von kurzfristig (einige Monate) bis langfristig (über 30 Jahre) reichen.
FASB
Financial Accounting Standards Board, ein US-Rechnungslegungsgremium
Fibonacci-Zahlenreihe
Fibonacci-Retracement-Niveaus (23,6%, 38,2%, 76,4% und 100%)
FCA
Financial Conduct Authority (Finanzmarktaufsicht in Grossbritannien)
FCR
Fixed Charge Coverage Ratio (Fixkostendeckungsgrad)
FSB
Financial Stability Board (Finanzstabilitätsrat)
Forward (Termingeschäft)
Vereinbarung zwischen zwei Vertragsparteien, eine Währung per Termin zu einem bestimmten Preis in eine andere Währung umzutauschen.
Finanzielle Situation
Eine Beurteilung der Finanzlage eines Anlegers, bei der neben den aktuellen Barmitteln auch die langfristigen Vermögenswerte und die Prognosen für das künftige Einkommen des Anlegers berücksichtigt werden. Informationen zur finanziellen Situation sind notwendig, um die Grenzen des jeweiligen Anlageplans einschätzen zu können.
FTC
Federal Trade Commission, US-Wettbewerbs- und Verbraucherschutzbehörde
FFO
Funds From Operations (operatives Ergebnis)
FRN
Floating Rate Note (variabel verzinsliche Anleihe)
FR
Frankreich
Fiduciary (Treuhand)/MM (Geldmarkt)
Kurzfristige Geldanlage, für die der Kreditnehmer einen festen Zinssatz zahlt.
Fixing (oder Fixierung)
Beobachtung, die während der Laufzeit der Option als Referenz für die Feststellung dient, ob eine Ausübung erfolgen wird oder nicht (evtl. mit einer bestimmten Häufigkeit).
FX
Foreign Exchange (Devisen)
FDA
Food and Drug Administration (US-Lebens- und Arzneimittelbehörde)
FID
Final Investment Decision (finale Anlageentscheidung)
NBFC
Non-bank Financial Corporation (Nichtbanken-Finanzunternehmen)
NEER
Nominal Effective Exchange Rate (nominaler effektiver Wechselkurs)
Neu (Focus List)
Trades, die seit der letzten Publikation neu eröffnet wurden.
NATO
North Atlantic Treaty Organization (Nordatlantikpakt)
NL
Niederlande
NR (RATINGS)
Non-rated (Ohne Rating)
NPA
Non-performing Assets (notleidende Vermögenswerte)
NGN
New Global Note (neue Globalurkunde)
Nackenlinie
Siehe Doppel-Top/Doppel-Boden
NO
Norwegen
Norges Bank
Zentralbank Norwegens
NY Law
New Yorker Recht
ND/EBIT
Verhältnis von Nettoschulden (Net Debt) zu EBIT
NBFI
Non-bank Financial Institution (Nichtbanken-Finanzinstitut)
NOPAT
Net Operating Profit After Taxes (Nettogewinn nach Abzug der Ertragssteuern)
NNM
Net New Money (Nettoneugeld)
NII
Net Interest Income (Nettozinseinkommen)
NPV
Net Present Value (Kapitalwert)
NNB
Nuclear New Build (neue Kernkraftwerke)
NC
Non-Callable (nicht kündbar)
5NC3 bedeutet zum Beispiel Laufzeit von 5 Jahren, nicht kündbar in den nächsten 3 Jahren.
NAFTA
North American Free Trade Agreement (Nordamerikanisches Freihandelsabkommen)
Nennwert oder Kapital
Der Betrag, den der Emittent einer Anleihe dem Anleiheninhaber bei Fälligkeit zurückzahlen muss. Dieser Betrag wird oft als Nennwert oder Nominalwert der Anleihe bezeichnet.
NIIP
Net International Investment Position (Netto-Auslandsvermögensstatus).
NAV/NIW
Net Asset Value (Nettoinventarwert). Für die NAV-Berechnung wird der Gesamtwert des Vermögens eines Fonds (Barmittel + Kurs x Anzahl der Fondsanteile) durch die Anzahl der ausstehenden Anteile des Fonds dividiert. Der NAV ist der Preis, den ein Anleger für den Kauf weiterer Anteile des Fonds zahlen oder bei einem Verkauf solcher Anteile erhalten sollte. Bei einem Immobilienfonds entspricht der NAV der Differenz zwischen den Vermögenswerten und den Verbindlichkeiten.
Nachhaltig/Nachhaltigkeit
Der Begriff „Nachhaltigkeit“ beschreibt, inwieweit eine Aktivität auf Dauer in einem bestimmten Umfang oder auf einem bestimmten Niveau aufrechterhalten werden kann. Im Jahr 1987 definierte die Brundtland Kommission der Vereinten Nationen Nachhaltigkeit als „Erfüllung der Bedürfnisse der Gegenwart, ohne die Erfüllung der Bedürfnisse kommender Generationen zu gefährden“. Gegenwärtig gibt es nur sehr wenige wirtschaftliche Aktivitäten, die sich gemäss dieser Definition als wirklich nachhaltig bezeichnen lassen. Daher wird der Begriff „Nachhaltigkeit“ bei Pictet eher selektiv verwendet. Bevorzugt wird der Begriff „Verantwortung“, der sich eher auf unser Handeln als auf bestimmte Ergebnisse bezieht.
NEG (RATINGS)
Negativer Ausblick (laut Einschätzung der betreffenden Ratingagentur)
NSFR
Net Stable Funding Ratio (strukturelle Liquiditätsquote)
NPL
Non-performing Loans (notleidende Kredite)
NIM
Net Interest Margin (Nettozinsmarge)
Nachhaltigkeitsfaktoren
Nachhaltigkeitsfaktoren im Sinne der SFDR sind Umwelt-, Sozial- und Arbeitnehmerbelange, die Achtung der Menschenrechte und die Bekämpfung von Korruption und Bestechung.
ND/EBITDA
Verhältnis von Nettoschulden (Net Debt) zu EBITDA
NNA
Net New Assets (Nettoneuanlagen)
Nachhaltige Investitionen
Im Zusammenhang mit den Vorschriften der Europäischen Kommission ist eine „nachhaltige Investition eine Investition in eine Wirtschaftstätigkeit, die zur Erreichung eines Umweltziels oder sozialen Ziels beiträgt, vorausgesetzt, dass diese Investition keine Umweltziele oder sozialen Ziele erheblich beeinträchtigt und die Unternehmen, in die investiert wird, Verfahrensweisen einer guten Unternehmensführung anwenden“.
Die sechs Umweltziele sind die Eindämmung des Klimawandels, die Anpassung an den Klimawandel, die nachhaltige Nutzung und der Schutz von Wasser- und Meeresressourcen, der Übergang zu einer Kreislaufwirtschaft, die Vermeidung und Verminderung der Umweltverschmutzung und der Schutz und die Wiederherstellung der Biodiversität und der Ökosysteme. Die drei sozialen Ziele sind eine menschenwürdige Arbeit, angemessene Lebensstandards und das Wohlergehen von Endverbrauchern sowie inklusive und nachhaltige Gemeinschaften und Gesellschaften. Dabei werden unterschiedliche Methoden zur Messung der Wirkung angewandt, oft wird jedoch der prozentuale Umsatzanteil der betreffenden Aktivität nach dem Grundsatz der Vermeidung erheblicher Beeinträchtigungen (Do No Significant Harm, DNSH) zugrunde gelegt. Auf Wirtschaftstätigkeiten abzuzielen, die ökologisch und/oder sozial nachhaltig sind, impliziert, dass das vorrangige Ziel in nachhaltigem Anlegen liegt.
Bei Pictet wird das Konzept des verantwortungsbewussten Anlegens dem Begriff „nachhaltigen Investitionen“ vorgezogen. Es könnte jedoch hilfreich sein, nachhaltige Investitionen nicht als Synonym für verantwortungsbewusstes Anlegen, sondern als Bestandteil dieses Konzepts zu betrachten. Einige verantwortungsbewusste Anlageprodukte könnten beispielsweise zu 50% in nachhaltigen Anlagen investiert sein, andere dagegen zu 100%.
NCO
Net Charge-offs (Netto-Abschreibungen)
NPM
Net Profit Margin (Nettogewinnmarge)
Wedge (Keil)
Das Keilmuster ist ein Chartmuster, das dem symmetrischen Dreieck ähnelt, weil der Handel anfänglich innerhalb einer breiten Preisspanne verläuft, die immer enger wird. Allerdings sind Keilmuster anders als symmetrische Dreiecke Signale für eine Preisumkehr und sind tendenziell entweder stark bullish – bei fallendem Keil – oder bearish – bei steigendem Keil.
WAL
Weighted Average Life (gewichtete durchschnittliche Laufzeit). Ein Mass für das Kredit- und Liquiditätsrisiko, ausgedrückt als die durchschnittlich verbleibende Zeit bis zur Kapitalrückzahlung.
WACC
Weighted Average Cost of Capital (durchschnittliche gewichtete Kapitalkosten).
WB
Weltbank.
WAM
Weighted Average Maturity (gewichtete durchschnittliche Restlaufzeit). Ein Mass für das Zinsänderungsrisiko, ausgedrückt als durchschnittlich verbleibende Zeit bis zur Neufestsetzung des Zinssatzes.
Wertpapiere
Finanzielle Vermögenswerte jeder Art, die an den Finanzmärkten gehandelt werden. Unterschieden wird dabei zwischen Schuldtiteln wie Anleihen, Beteiligungspapieren wie Stammaktien und derivativen Wertpapieren wie Futures.
WTO
World Trade Organization (Welthandelsorganisation).
Wichtige Umkehrmuster
Ein eintägiges Handelsmuster, das damit beginnt, dass der Markt ein neues Hoch oder Tief erreicht, vorzugsweise ein sofortiges Hoch oder Tief, sodass ein Aufwärts- oder Abwärtstrend vorliegt. Anschliessend kehrt sich die Kursentwicklung um, und der Kurs liegt am Ende der Handelssitzung auf oder nahe dem tiefsten oder höchsten Punkt des Preisbalkens. Dieses Muster deutet auf eine drastische Änderung der Intraday-Marktstimmung hin und lässt auf eine hohe Wahrscheinlichkeit einer Trendumkehr schliessen.
WM
Wealth Management (Vermögensverwaltung).
Wertentwicklung in der Vergangenheit
Die historische Performance (Wertentwicklung) eines Finanzinstruments, auch Track Record genannt. Die Wertentwicklung in der Vergangenheit ist nützlich, um die Wertschwankungen eines Finanzinstruments unter früheren Marktbedingungen zu analysieren, sollte aber nicht als Indikator für die künftige Wertentwicklung verwendet werden.
Welle
Siehe Elliott-Wellentheorie.
Widerstand
Niveau, das als Signal für eine Trendunterbrechung gedeutet wird, die eine erhöhte Verkaufsaktivität auslösen könnte.
Wachstum
Mit Anlagen werden in der Regel zwei wesentliche Ziele verfolgt: regelmässige Erträge und Steigerung des Kapitals des Anlegers im Laufe der Zeit. Die Anlage von Geld auf Sparkonten bringt potenziell zwar Zinserträge, liefert aber nur dann Kapitalwachstum, wenn die erwirtschafteten Zinsen wieder angelegt werden. Eine bessere Möglichkeit, Kapital zu vermehren, wäre eine Anlage in Wertpapieren, z. B. in Aktien. Ist der Anleger mit dem erzielten Wachstum seiner Anlage zufrieden, kann er sie mit Gewinn verkaufen, und der ursprünglich investierte Betrag fliesst zuzüglich Gewinn an den Anleger zurück.
Währung und Währungsschwankungen
Eine Währung ist eine Form von Fiatgeld, die als Tauschmittel verwendet wird. Währungen sind meist länderspezifisch und werden von der Regierung des jeweiligen Landes ausgegeben. Der Wechselkurs ist der Preis, zu dem die Währung eines Landes in die Währung eines anderen Landes umgetauscht werden kann. Wechselkurse werden verwendet, um die Werte der einzelnen Währungen in eine Beziehung zu setzen. Da sich die Wechselkurse laufend ändern und Aktien ausländischer Unternehmen häufig in der jeweiligen Landeswährung erworben werden, können die Erträge der Anleger durch Wechselkursschwankungen beeinflusst werden.
Wachstum (Scorecard)
Monatliche wachstumsbezogene Indikatoren. Je höher der Indikator, desto besser für die Wachstumsaussichten und die Währung. Der Bereich zwischen +1 und -1 ist neutral.
Widerstandslinie
Eine Widerstandslinie ergibt sich aus den Widerstands-Pivot-Punkten, an denen die Aufwärtsbewegung des Basiswerts in der Vergangenheit gestoppt wurde. Sie dient zur Festlegung von Einstiegs-/Ausstiegspunkten.
GPU
Graphic Processing Unit (Grafikprozessor)
Gleitender Durchschnitt
Durchschnitt einer definierten Anzahl von Kurspunkten (in der Regel für einen Zeitraum von 50, 100 oder 200 Tagen), die durch eine Linie verbunden sind. Er wird zur Ermittlung kurzfristiger Schwankungen und/oder längerfristiger Trends herangezogen, da der Markt davon ausgeht, dass die Kurse an Extrempunkten tendenziell wieder zum mittleren Kurs zurückkehren. Es gibt zwei Arten: einen einfachen und einen exponentiellen gleitenden Durchschnitt.
GJ
Geschäftsjahr
Gewichtete durchschnittliche Marktkapitalisierung
Die Marktkapitalisierung der in einem Portfolio enthaltenen Unternehmen
GR
Griechenland
GW
Gigawatt
GAAP
Generally Accepted Accounting Principles, US-Rechnungslegungsvorschriften.
GWP
Gross Written Premiums (gebuchte Bruttoprämien)
Gewinn
Der finanzielle Gewinn aus dem Verkauf eines Produkts, nach Abzug der ursprünglichen Kosten des Produkts und der mit seinem Verkauf verbundenen Ausgaben wie Gebühren, Steuern oder Löhnen.
Gewichtetes durchschnittliches Kreditrating
Ein Mass für das Gesamtkreditrisiko eines Anleihenfonds. Zu seiner Berechnung werden die durchschnittlichen Kreditratings der im Fonds gehaltenen Anleihen entsprechend dem prozentualen Anteil jeder Anleihe am Fondsvermögen gewichtet.
GCP
General Corporate Purposes (allgemeine Unternehmenszwecke)
G10
Gruppe der zehn führenden Wirtschaftsnationen
Geschlossener Fonds
Ein Investmentfonds mit einer festen Anzahl von Anteilen, die sowohl von institutionellen als auch von Privatanlegern erworben werden können. Im Gegensatz zu offenen Fonds, deren Anteile jederzeit verkauft werden können, können Anleger Anteile an geschlossenen Fonds nur zu einem vorher festgelegten Fälligkeitsdatum veräussern. Die Laufzeit eines geschlossenen Fonds beträgt in der Regel 10 bis 15 Jahre.
Geschlossen (Focus List)
Trades, die seit der letzten Publikation geschlossen wurden oder abgelaufen sind.
GB
Grossbritannien
OPEC
Organization of the Petroleum Exporting Countries (Organisation erdölexportierender Länder)
Zwischenstaatliche Organisation mit 14 Mitgliedsländern (Ölproduzenten).
Oberes Band
Höhere Trendlinie des Trendkanals (siehe Trendkanal)
Oz
Die Unze (oz) ist eine Masseinheit des nichtmetrischen Masssystems, die heute gemeinhin zur Messung der Masse oder des Gewichts von Edelmetallen verwendet wird. Eine Feinunze entspricht genau 31,1034768 Gramm.
Optionen
Optionen sind derivative Finanzinstrumente, die ihrem Inhaber gegen eine Prämie das Recht einräumen, einen Vermögenswert (den Basiswert) an einem bestimmten Datum zu einem im Voraus festgelegten Ausübungspreis zu kaufen oder zu verkaufen. Eine Option, die ihrem Inhaber das Recht einräumt, den betreffenden Vermögenswerte zu kaufen, wird als Kaufoption (Call-Option) bezeichnet. Der Inhaber der Kaufoption rechnet mit steigenden Kursen. Erwartet ein Anleger hingegen sinkende Kurse, kann er eine Verkaufsoption (Put-Option) erwerben, die ihm (gegen eine Prämie) das Recht einräumt, den Basiswert an einem bestimmten Datum zum Ausübungspreis zu verkaufen.
OECD
Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung
OSG
Organic Sales Growth (organisches Umsatzwachstum)
OpCo
Operating Company (operative Gesellschaft)
OPEX
Operating Expenditures (operative Ausgaben)
O&G
Öl und Gas
Oszillator
Ein Oszillator ist ein Instrument der technischen Analyse, das sich innerhalb einer Bandbreite (oberhalb oder unterhalb einer Mittellinie oder zwischen bestimmten Niveaus) bewegt. Oszillatoren werden verwendet, um Anlagechancen an überkauften/überverkaufte Märkten zu erkennen (gängige Oszillatoren: MACD, RSI, ROC).
OTM
Out of the money (aus dem Geld)
Eine Call-Option, deren Ausübungspreis höher ist als der aktuelle Wert des Basiswerts, oder eine Put-Option, deren Ausübungspreis niedriger ist als der aktuelle Wert des Basiswerts.
OPM
Operating Profit Margin (operative Gewinnmarge)
OTC
Over the Counter (ausserbörslicher Handel)
Ein nicht regulierter Markt, an dem Transaktionen nicht den Vorschriften der Finanzmarktaufsichtsbehörden unterliegen. Die Transaktionen werden direkt zwischen den beteiligten Parteien ausgehandelt.
OEM
Original Equipment Manufacturer (Erstausrüster)
Offen (Focus List)
Laufende, noch nicht fällige Trades.
OCF
Operativer Cashflow
OIS
Overnight Index Swap (Tagesgeldsatz-Swap)
Treasury Bonds, US-Treasuries
Anleihen, die das US-Finanzministerium begibt, um die erforderlichen Mittel zur Deckung seines Finanzierungsbedarfs zu beschaffen.
Titelselektion
Die Auswahl von Aktien, die als attraktive Anlagen eingestuft werden und in ein Portfolio aufgenommen werden sollen.
TR
Total Return (Gesamtertrag).
TER
Total Expense Ratio. Die Summe der Gebühren, die ein Anleger für einen Fonds zahlt, einschliesslich Managementgebühren, Performancegebühren und aller zusätzlichen Kosten, beispielsweise der Verwaltungskosten.
Tracking Error
Die Standardabweichung der aktiven Renditen (Portfoliorendite minus Benchmarkrendite). Diese Kennzahl ist ein Mass dafür, wie genau die Rendite eines Portfolios/Fonds der Benchmarkrendite entspricht.
Technischer Indikator
Historische mathematische Berechnung verschiedener Indikatoren (Kurs, Volumen, Open Interest).
TBTF
Too Big to Fail, bezieht sich auf systemrelevante Unternehmen.
Trendlinie
Eine Trendlinie lässt sich zwischen mindestens drei Punkten ziehen. Um als Trendlinie zu gelten, muss die Linie zwischen zwei Punkten gezogen und mindestens durch einen dritten Punkt getestet werden.
T (ABWICKLUNG)
Abwicklungsdatum einer Transaktion (z. B. Abwicklungsfrist T + 3: 3 Geschäftstage nach der Ausführung der Transaktion).
TMT
Technologie, Medien und Telekommunikation (Branchen).
TiO2
Titandioxid
TAM
Total Addressable Market (gesamter adressierbarer Markt).
Technische Analyse
Der Prozess der Analyse von Kurscharts mit dem Ziel, Muster auszumachen, die sich wahrscheinlich wiederholen, und auf dieser Basis die künftige Kursentwicklung vorherzusagen.
Trendkanal
Parallel verlaufende Trendlinien in einem Chart, die verschiedene Unterstützungs- und Widerstandsmarken anzeigen. Diese Linien können horizontal verlaufen, aufwärts oder abwärts gerichtet sein.
TBD
To be determined (noch festzulegen).
TLAC
Total Loss-Absorbing Capacity (gesamte Verlustabsorptionsfähigkeit).
TCO
Total Cost of Ownership (Gesamtbetriebskosten).
1M, 3M, 6M, 12M
1 Monat, 3 Monate, 6 Monate bzw. 12 Monate
1Y
1 year (1 Jahr)
D/E
Debt-to-Equity Ratio (Verschuldungsgrad)
DTH
Direct-to-home, die Verteilung von Fernsehdiensten über Satellit direkt in das Haus des Endverbrauchers.
Debentures
Langfristiges Schuldinstrument, das ausser der generellen Bonität des emittierenden Unternehmens keine Sicherheiten bietet.
DSO
Distribution System Operator (Verteilnetzbetreiber)
Durchbrochene Unterstützung / Durchbrochener Widerstand
Indikator für eine potenzielle weitere Abwärts-/Aufwärtskorrektur.
Diversifizierung
Die Diversifizierung ist eine Methode des Risikomanagements, bei der verschiedene Anlagen und Anlageklassen innerhalb eines Portfolios kombiniert werden. Durch Verteilung auf Anlagen, die auf bestimmte Marktszenarien unterschiedlich reagieren, soll das Risiko grosser, unerwünschter Wertschwankungen minimiert werden. Ergebnis ist ein Portfolio, das ein geringeres Risiko aufweist als der gewichtete Durchschnitt seiner einzelnen Positionen.
Digital One (Double) Touch
Ein fester Betrag (Payout) wird gezahlt, wenn der Marktwert des Basiswerts innerhalb eines festgelegten Zeitraums ein bestimmtes Niveau einmal erreicht oder durchbricht.
Dachfonds
Ein Fonds, der Anlagen in anderen Investmentfonds tätigt, statt direkt in Aktien, Anleihen oder andere Wertpapiere zu investieren. Durch Investments in verschiedene andere Fonds mit jeweils eigenen Portfoliopositionen können Dachfonds breite Diversifizierungsvorteile erzielen. Aufgrund der grösseren Anzahl beteiligter Fonds können die Gebühren jedoch in vielen Fällen höher sein als bei gewöhnlichen Anlagefonds.
Depreciation (Abschreibung auf Sachanlagen)
Die Abschreibung spiegelt die Wertminderung eines Vermögenswerts wider. Es handelt sich um ein Rechnungslegungsverfahren, bei dem die Kosten eines materiellen Vermögenswerts über die erwartete wirtschaftliche Nutzungsdauer des Vermögenswerts verteilt werden. Wenn ein Unternehmen beispielsweise im Jahr 2015 für EUR 10 000 eine Maschine erwirbt und damit rechnet, sie zehn Jahre lang zu nutzen, nimmt es über einen Zeitraum von zehn Jahren eine jährliche Abschreibung von EUR 1000 vor.
Dividenden
Eine Dividende ist ein Gewinnanteil eines Unternehmens, der am Ende des Geschäftsjahres an die Aktionäre dieses Unternehmens ausgeschüttet wird. Auf Vorschlag des Verwaltungsrats oder Vorstands können die Aktionäre entscheiden, ob Dividenden ausgeschüttet oder ob Gewinne einbehalten werden sollen, um künftige Investitionen zu finanzieren oder Verluste zu decken. Dividenden können in bar oder in Form von weiteren Aktien gezahlt werden. Im letzteren Fall erhöht der Aktionär seine Beteiligung am Unternehmen, erhält aber keine Barzahlung.
Depositen
Depositen (Einlagen) sind strukturierte Produkte ohne Kapitalschutz bei Fälligkeit. Der Anleger trägt das Kreditrisiko des Instituts, bei dem die Einlage getätigt wird.
Drittrangig
Eigenschaft besicherter Schuldtitel, bei denen der Rückzahlungsanspruch dritte Priorität hat. Drittrangige Schuldtitel bilden die dritte Kapitalschicht bei drittrangig besicherten Finanzierungen und werden in der Regel bei Leveraged Buyouts, Akquisitionsfinanzierungen oder Projektfinanzierungen eingesetzt. Drittrangige Schuldtitel haben gegenüber erst- und zweitrangigen Schuldtiteln Nachrang.
Due Diligence
Im Rahmen der Due Diligence werden Informationen über ein Unternehmen (oder einen Fonds) eingeholt, unter anderem zur Finanzlage, zum Betriebsergebnis und den Cashflows. Im Allgemeinen werden dabei mit Blick auf eine Akquisition alle Informationen über ein Unternehmen (oder einen Fonds) analysiert. Potenzielle Käufer sollten vor dem Erwerb eines Unternehmens (oder eines Fonds) stets eine Due-Diligence-Prüfung durchführen, um statt der theoretischen die tatsächlichen Bedingungen einer solchen Anlage zu ermitteln.
DK
Dänemark
Drawdown
Ein Indikator, der Informationen zur Wertentwicklung einer Anlage liefert. Der Drawdown zeigt die Verringerung des investierten Kapitals an und kann als absoluter Betrag oder Prozentwert berechnet werden. Im Grunde verdeutlicht der Drawdown die grösste Schwankungsbreite zwischen einem Höchststand und dem darauffolgenden Tiefststand zu einem bestimmten Zeitpunkt während der Laufzeit einer Anlage und gibt somit Aufschluss über die Strategie des Managers.
DENOMS
Denominations (Stückelung)
Digital (Double) No Touch
Ein fester Betrag (Payout) wird gezahlt, wenn der Marktwert des Basiswerts innerhalb eines festgelegten Zeitraums zu keinem Zeitpunkt ein bestimmtes Niveau erreicht oder durchbricht.
Duration oder durchschnittliche Duration
Die Sensitivität, mit der ein festverzinsliches Instrument auf Zinsänderungen reagiert.
DCF
Diskretionärer Cashflow
DCN
Dual Currency Note (Doppelwährungsanleihe). Eine kurzfristige Anlage mit dem Ziel, durch Ausnutzung des Währungsrisikos einen Ertrag zu erzielen.
Digital European
Ein fester Betrag (Payout) wird gezahlt, wenn der Marktwert des Basiswerts bei Ablauf der Option ein bestimmtes Niveau erreicht oder durchbricht.
Dividendenrendite
Gewichtete durchschnittliche Dividendenrendite, welche die für eine Aktie gezahlte Dividende als Prozentsatz des Aktienkurses angibt.
Devise Option
Eine Devisenoption ist ein Vertrag, der dem Käufer das Recht, aber nicht die Pflicht erteilt, eine bestimmte Währung an einem festgelegten Datum (europäische Option) oder vor einem festgelegten Datum (amerikanische Option) zu einem festgelegten Wechselkurs zu kaufen oder zu verkaufen. Der Käufer zahlt für dieses Recht eine Prämie.
DY
Distribution Yield (Ausschüttungsrendite)
DTV
Digitalfernsehen
DY
Dividend Yield (Dividendenrendite)
Durchschnittlicher Kupon
Der durchschnittliche Kupon gibt den preisgewichteten Gesamtkupon der in einem Portfolio enthaltenen Finanzinstrumente an.
DXY
US-Dollar-Index
Durchschnittsrendite
Die Durchschnittsrendite ist die preis- oder durationsgewichtete Gesamtrendite der in einem Portfolio enthaltenen Finanzinstrumente.
Dreieck(sformation)
Dreiecke sind Formationen, die sich aus einer Kontraktion der Kursspanne und konvergierenden Trendlinien ergeben und die Form eines Dreiecks bilden. Es gibt drei Kategorien von Dreiecken: Steigendes Dreieck (bei einem Aufwärtstrend, oft bullish, wenn er mit einem Volumenanstieg einhergeht); es wird erwartet, dass der Markt um den Betrag der grössten Dreiecksausdehnung steigt. Fallendes Dreieck (bei einem Abwärtstrend, oft bearish, wenn er mit einem Volumenanstieg einhergeht); es wird erwartet, dass der Markt um den Betrag der grössten Dreiecksausdehnung sinkt. Symmetrische Dreiecke sind Fortsetzungsmuster ohne klare, aus einem Trend abgeleitete Richtung. Wenn jedoch ein Ausbruch erfolgt, wird in der Regel eine grosse Bewegung ausgelöst, die mit einem hohen Volumen im Vergleich zu den richtungslosen Tagen vor dem Ausbruch einhergeht. Für gewöhnlich sollte mit einem Einstieg gewartet werden, bis sich ein Tagesschlusskurs über bzw. unter der Trendlinie ergibt.
Digitale Option
Digitale Optionen werden verwendet, um je nach Ausgestaltung verschiedene Markteinschätzungen zum Ausdruck zu bringen. Der Käufer erhält einen bestimmten festgelegten Betrag (Payoff), wenn die Markterwartungen erfüllt sind. Dafür zahlt der Käufer eine Prämie.
D/E
Debt-to-Equity Ratio (Verschuldungsgrad)
DIP
Debtor in Possession (Schuldner in Eigenverwaltung)
Derivate
Im weitesten Sinne ist ein Derivat ein Finanzinstrument, dessen Preis oder Wert in Bezug auf andere am Markt gehandelte Vermögenswerte oder Instrumente berechnet wird. Bei diesen als Basiswerte bezeichneten anderen Vermögenswerten oder Instrumenten kann es sich um Indizes, Zinssätze, Staatsanleihen, Aktien oder Rohstoffe wie Gold oder Erdöl handeln. Derivate gelten als spekulative Instrumente und sind äusserst volatil. Daher kann ihr Einsatz zu sehr hohen Gewinnen oder Verlusten führen. Aufgrund ihrer Merkmale können sie auch zur Absicherung gegen das Volatilitätsrisiko ihrer Basiswerte verwendet werden. Derivate werden weitgehend ausserbörslich gehandelt und unterliegen daher nicht den von den Marktaufsichtsbehörden erlassenen Standardregelungen; die Ausgestaltung des jeweiligen Vertrags und der Bedingungen werden von den beiden Vertragsparteien frei und direkt ausgehandelt. Zu den gängigsten Derivaten gehören Futures, Optionen, Optionsscheine, ETFs und Swaps.
DOJ
Department of Justice (US-Justizministerium)
Deflation
Ein allgemeiner Rückgang der Preise für Güter und Dienstleistungen. Das ist nicht unbedingt negativ, da die niedrigeren Preise bei einer Deflation in erster Linie ein Überangebot widerspiegeln. Ist die Deflation jedoch auf einen Nachfragerückgang zurückzuführen, ist dies ein Zeichen dafür, dass der Konsum stagniert und sich die Konjunktur abschwächt.
Darlehen
Zu einem festgelegten Zinssatz und über einen festgelegten Zeitraum ausgeliehener Betrag.
Deaktiviert
In exotischen Optionen enthaltene Bedingung, bei der die Option oder die Auszahlung (Payout) aufgrund eines bestimmten Ereignisses (Knock-Out, Lock-Out, No Touch, Kursziel erreicht, Häufigkeit) deaktiviert wird.
Doppel-Top/Doppel-Boden
Ein Trendumkehrmuster, das häufig am Ende eines steigenden Marktes (Top) oder fallenden Marktes (Boden) zu beobachten ist. Kennzeichnend für dieses Muster ist, dass zweimal hintereinander ein ähnliches Kursniveau erreicht wird, gefolgt von Rückschlägen (Pullbacks). Aus diesen Rückschlägen ergibt sich eine Nackenlinie, deren Durchbrechen den Beginn des neuen Trends bestätigt. Die beiden Höchststände (Top) leiten einen Abwärtstrend ein, nachdem die Nackenlinie durchbrochen wurde. Die beiden Tiefststände (Boden) leiten einen Aufwärtstrend ein, nachdem die Nackenlinie durchbrochen wurde.
DE
Deutschland
2P-Reserven
Nachgewiesene und wahrscheinliche Reserven
LCR
Liquidity Coverage Ratio (Liquiditätsdeckungsquote)
Letzter Kurs
Zuletzt notierter Kassakurs
Letzter Kassakurs
Der letzte Kassakurs vor dem Verfall der Option, zu dem der Optionsinhaber entscheiden kann, ob er die Option ausübt oder nicht.
LTM
Last 12 Months (letzte 12 Monate)
LME
Liability Management Exercises (Schuldenmanagementaktivitäten)
Leverage (Hebel)
Der Fremdkapitalbetrag, den ein Anleger seinen verfügbaren Mitteln hinzufügen kann, um ein Projekt oder einen Kauf zu finanzieren. Verwendet ein Anleger für einen Kauf beispielsweise Barmittel in Höhe von GBP 100 und Fremdkapital in Höhe von GBP 400, ergibt sich daraus ein Verschuldungsgrad (Leverage Ratio) von 4:1. Der Leverage wird eingesetzt, um die potenzielle Rendite einer Anlage zu erhöhen.
L12M
Last 12 Months (letzte 12 Monate)
Laufzeit
Dauer der Anlage/Strategie
LNG
Liquefied Natural Gas (Flüssigerdgas)
LLP
Loan loss provisions (Rückstellungen für Kreditausfälle)
LFL
Like-for-like-Wachstum
Eine Möglichkeit, das bereinigte Wachstum einer Komponente auf organischer Basis darzustellen.
LV
Light Vehicle (leichtes Nutzfahrzeug)
LEI
Legal Entity Identifier (Unternehmenskennung)
Libor
London Interbank Offered Rate
Der Zinssatz, den Banken in London für Interbankenkredite in Rechnung stellen. Er wird von einem Panel aus sechzehn Banken für Währungen wie den US-Dollar, den Euro, das britische Pfund, den Yen, den australischen Dollar, den kanadischen Dollar, den Schweizer Franken, den Neuseeland-Dollar und die schwedische Krone berechnet.
Long
Bezeichnet eine Situation, in der ein Anleger auf eine Aufwärtsbewegung des Basiswerts setzt. Dazu zählt auch der Kauf einer Option.
LTV
Loan-to-Value-Ratio (Beleihungsauslauf)
Long-Position
Eine Position, die mit dem Kauf eines Wertpapiers beginnt und mit dessen Verkauf endet. In der Regel geht ein Anleger eine Long-Position in einem Vermögenswert ein, wenn er von einem Kursanstieg ausgeht. Dagegen eröffnet ein Anleger eine Short-Position, wenn er mit einem Kursrückgang rechnet. Die Short-Position beginnt mit dem Verkauf eines Wertpapiers und endet mit dessen Kauf. Die Begriffe „long“ und „short“ können irreführend sein, da sie nichts mit der Haltedauer der Anlage zu tun haben.
LATAM
Lateinamerika
LTD
Long-term Debt (langfristige Schulden)
Lock-In
Das Merkmal eines strukturierten Produkts, mit dem sich ein Anleger einen Mindestrückzahlungsbetrag sichern kann, wenn eine im Voraus festgelegte Bedingung erfüllt ist.
LU
Luxemburg
Underperformance
Die geringere Performance eines Fonds im Vergleich zu seiner Benchmark.
UK
United Kingdom (Vereinigtes Königreich).
UOP
Use of Proceeds (Verwendung des Erlöses).
Upside/Downside Breakout
Ein Upside Breakout tritt ein, wenn der Preis die obere Begrenzung einer Handelsspanne durchbricht. Letztere wird durch zwei horizontale Trendlinien, die das Top und den Bottom markieren, begrenzt. Dieses Muster zeigt, dass Preise innerhalb von Tagen oder Wochen explosiv steigen können, wenn es zu einem abrupten Aufwärtstrend kommt. Ein Breakout aus einer längeren und engeren Handelsspanne stellt ein stärkeres und zuverlässigeres bullishes Signal dar. Demgegenüber kommt es zu einem bearishen Downside Breakout, wenn Preise die untere Grenze durchbrechen.
Unsecured (unbesichert)
Bezeichnung für Schuldtitel mit Rückzahlungsanspruch, der hinter Senior Unsecured und vor Junior Subordinated rangiert. Die Verbindlichkeit ist nicht durch Sicherheiten gedeckt.
Überkauft
Indikator, der eine mögliche Abwärtskorrektur signalisiert.
Überverkauft
Indikator, der eine mögliche Aufwärtskorrektur signalisiert.
USA
Vereinigte Staaten von Amerika.
Umtauschgebühr
Gebühr, die beim Umtausch von Anteilen einer Anteilsklasse in Anteile einer anderen Anteilsklasse anfällt.
Unterstützungslinie
Eine Unterstützungslinie ergibt sich aus den Unterstützungs-PivotPunkten, an denen die Abwärtsbewegung des Basiswerts in der Vergangenheit gestoppt wurde. Sie dient zur Festlegung von Einstiegs-/Ausstiegspunkten.
Unternehmensanleihe
Eine von einem Unternehmen begebene Anleihe. Unternehmensanleihen bieten in der Regel höhere Renditen als Staatsanleihen, da das Risiko, dass ein Unternehmen mit seinen Zinszahlungen in Verzug gerät, als höher angesehen wird. Je geringer die Bonität des Unternehmens ist, desto höher sind die gezahlten Zinsen, da auch das potenzielle Risiko höher ist.
Unteres Band
Untere Trendlinie des Trendkanals (siehe Trendkanal).
Unterstützung
Niveau, das als Signal für eine Trendunterbrechung gedeutet wird, die eine erhöhte Kaufaktivität auslösen könnte.
EPR
European Pressurised Reactor (Europäischer Druckwasserreaktor)
€STR
€STR steht für Euro Short-Term Rate. Dabei handelt es sich um den von der Europäischen Zentralbank ermittelten Referenzzinssatz für Finanzkontrakte in Euro. Die Berechnung erfolgt anhand der in der Geldmarktstatistik des Eurosystems zur Verfügung stehenden Daten. Der €STR löste 2019 den Euro OverNight Index Average (EONIA) ab und ist nun allgemein als risikofreier Euro-Zinssatz für alle Produkte und Kontrakte anerkannt.
Engagement
Das Engagement ist Bestandteil des Konzepts der aktiven Ausübung von Aktionärsrechten („Active Ownership“). Gemeint sind unter anderem Interaktionen zwischen einem Anleger (oder einem Anbieter von Engagement-Dienstleistungen) und Emittenten (Unternehmen/Staaten). Engagement ist nicht zwingend mit verantwortungsbewusstem Anlegen gleichzusetzen. Im Responsible-Investing-Kontext dient die aktive Einflussnahme über Engagement jedoch dem Zweck, ESG-Aspekte zu fördern, Einfluss auf Nachhaltigkeitsthemen zu nehmen oder die Transparenz zu verbessern. Engagement kann sich auch auf Stakeholder beziehen, bei denen es sich nicht um Emittenten handelt, z. B. politische Entscheidungsträger, Standardsetter oder im Fall von Immobilienanlagen Immobilienmanager und Mieter. Interaktionen, die nicht auf Veränderungen oder auf eine Verbesserung der Transparenz abzielen, gelten nicht als Engagement.
Die Kernthemen des Engagements von Pictet sind Klimawandel, Wasser, Ernährung und Langfristigkeit. Darüber hinaus werden weitere wesentliche emittentenspezifische ESG-Faktoren berücksichtigt. Engagement kann sowohl bilateral als auch gemeinschaftlich erfolgen. Bilaterales Engagement ist in der Regel dann ein wirksames Instrument, wenn ein Anleger eine erhebliche Eigen- oder Fremdkapitalbeteiligung des jeweiligen Emittenten hält. Gemeinschaftliches Engagement erfolgt in Zusammenarbeit mit anderen Anlegern. Beispiele dafür sind:
(1) Gruppen von Investoren, die ohne Beteiligung eines formellen Investorennetzwerks oder einer anderen Mitgliederorganisation zusammenarbeiten; oder
(2) Gruppen von Investoren, die mit Unterstützung eines formellen Investorennetzwerks oder einer anderen Mitgliederorganisation, z. B. Initiativen wie Climate Action 100+ und Valuing Water Finance, zusammenarbeiten; Pictet ist Unterzeichner beider Initiativen.
EM
Emerging Markets (Schwellenländer)
Erstinvestment
Das erste Investment in ein Finanzinstrument oder Portfolio.
EV
Electric Vehicle (Elektrofahrzeug)
ESG-Integration
Systematische und ausdrückliche Einbeziehung wesentlicher ESG-Faktoren (auch als Nachhaltigkeitsrisiken bezeichnet) in die Anlageanalyse und in Anlageentscheidungen, um das Risiko-Ertrags-Profil von Unternehmen / staatlichen Emittenten zu optimieren. Die Einbeziehung von ESG-Aspekten in den Anlageprozess reicht für eine Einstufung als verantwortungsbewusste Anlage nicht aus. Bei einem Anlageprozess mit ESG-Integration werden negative oder positive Externalitäten eines Emittenten nur insoweit berücksichtigt, als sie für sein Geschäft oder ihn selbst finanziell wichtig sind. Bei Pictet können die Investment- und Risikoteams über eine einheitliche ESG-Scorecard auf diese Daten zugreifen. Gegenstand der Analyse sind meist die Governance und betrieblichen Abläufe eines Unternehmens, das Produkt- und Dienstleistungsangebot und eventuell bestehende Kontroversen. In der EU bestehen für Anlagen, die ESG-Aspekte zur Optimierung ihres Risiko-Ertrags-Profils berücksichtigen (und keine ökologischen und sozialen Merkmale bewerben), Offenlegungspflichten gemäss Artikel 6 der Verordnung über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor (SFDR).
ESG-Bindung/ESG-Fokus
Anlagen, die Nachhaltigkeitsrisiken berücksichtigen und ökologische und soziale Merkmale bewerben. In der EU bestehen für Anlagen, die Nachhaltigkeitsrisiken berücksichtigen und ökologische und soziale Merkmale bewerben (aber keine nachhaltige Investition anstreben), Offenlegungspflichten gemäss Artikel 8 der Verordnung über nachhaltigkeitsbezogene Finanzdienstleistungssektor (SFDR).
EMEA-Region
Europe, Middle East and Africa (Europa, Nahost und Afrika)
EONIA
Euro OverNight Index Average, ein Zinssatz für 1-Tages-Kredite am Interbankenmarkt des Euroraums. Er wird von der EZB als gewichteter Durchschnitt der Tagesgeldsätze der wichtigsten europäischen Banken berechnet. Der EONIA dient auch als Referenzzinssatz für verschiedene derivative Finanzinstrumente. Der EONIA wurde 2019 eingestellt und durch den €STR ersetzt (siehe Definition zu €STR).
Erstrangig
Eigenschaft besicherter Schuldtitel, bei denen der Rückzahlungsanspruch höchste Priorität hat. Erstrangige Schuldtitel bilden die erste Kapitalschicht bei erstrangig besicherten Finanzierungen und werden in der Regel bei Leveraged Buyouts, Akquisitionsfinanzierungen oder Projektfinanzierungen eingesetzt. Erstrangige Schuldtitel haben gegenüber zweit- und drittrangigen Schuldtiteln Vorrang.
Exotische Option
Kauf- oder Verkaufsoption mit zusätzlichen Merkmalen (umfasst alle Optionen, die keine Standard-Kauf- oder Standard-Verkaufsoptionen sind).
EFTA
European Free Trade Association (Europäische Freihandelsassoziation)
Euribor
Euribor ist eine Abkürzung für Euro Interbank Offered Rate. Dabei handelt es sich um den durchschnittlichen Interbankenzinssatz, zu dem sich ein grosses Panel aus rund 60 Banken im Euroraum gegenseitig Geld leiht. An jedem Bankgeschäftstag um 11.00 Uhr legt das Euribor Panel Steering Committee auf der Grundlage der von den Panel-Banken erhaltenen Daten den Zinssatz fest und gibt ihn den Marktteilnehmern bekannt. Es gibt acht verschiedene Euribor-Sätze, die für Laufzeiten von einer Woche bis zu zwölf Monaten gelten.
EK
Europäische Kommission
Einkommen
Mit Anlagen werden in der Regel zwei wesentliche Ziele verfolgt: Steigerung des Kapitals des Anlegers im Laufe der Zeit und regelmässige Erträge. Einkommensorientierte Anlagen bieten eine gute Möglichkeit, andere Einkommensformen wie Löhne oder Renten zu ergänzen. Doch wie jede andere Anlageform bergen sie auch ein gewisses Risiko. Einkommen lässt sich aus verschiedenen Anlageklassen erzielen, in erster Linie aus Barmitteln, Anleihen, Aktien und Immobilien.
ETF
Exchange-Traded Funds (börsennotierte Fonds)
Eine spezielle Art von indexbasierten Anlagefonds, die wie Aktien an der Börse notiert sind. Im Gegensatz zu Aktien werden sie jedoch passiv verwaltet und sollen einen Index oder eine Kombination von Indizes nachbilden. Dadurch können Anleger von zwei wesentlichen Vorteilen profitieren: der Risikodiversifizierung (typisch für einen Fonds) und der Transparenz und Flexibilität eines Handels in Echtzeit (typisch für Aktien).
ECL
Expected Credit Loss (erwartete Kreditverluste)
ES
Spanien
Offenlegungspflichten im ESG-Due-Diligence-Fragebogen für Fonds
Der interne ESG-Due-Diligence-Fragebogen (ESG DDQ) von Pictet Wealth Management ist ein Formular zur Erfassung von Informationen, auf dessen Grundlage der ESG-Ansatz eines Fondsmanagers bewertet werden kann. Der ESG DDQ deckt vier Themenkomplexe ab: ESG-Engagement der Fondsgesellschaft, Anlageprozess, Überwachung und Berichterstattung sowie Active Ownership (aktive Ausübung von Aktionärsrechten).
EWU
Europäische Wirtschafts- und Währungsunion
EV/EBITDA
Verhältnis von Unternehmenswert zu EBITDA
European Barrier
Eine Option kann aktiviert oder deaktiviert werden, wenn der letzte Kassa- oder Fixingkurs zum Verfallstermin (Datum und Uhrzeit) an oder jenseits der Schwelle (Barrier) liegt.
EPS - Earnings per Share (Gewinn pro Aktie)
Kennzahl, bei der der Reingewinn für einen bestimmten Zeitraum durch die durchschnittliche Anzahl der ausstehenden Aktien dividiert wird.
EZB
Die Europäische Zentralbank (EZB) ist die Zentralbank der 19 Länder, die den Euro eingeführt haben. Die EZB hat die Aufgabe, die Preisstabilität im Euroraum zu gewährleisten und die Inflation knapp unter ihrem Zielwert von 2% zu halten. Sie legt geldpolitische Ziele fest, gibt Banknoten aus und interveniert an den Devisenmärkten. Die EZB ist eine unabhängige Institution, die vom EZB-Rat, dem Direktorium und dem Erweiterten Rat geleitet wird.
Erw
Erwartet
EPA
Environmental Protection Agency (US-Umweltschutzbehörde)
Europäische Option
Eine Option, die gemäss Vertragsbedingungen ausschliesslich am Verfallstermin ausgeübt werden kann.
ESG-Rating-Definitionen für Fonds
Rating 1
- Es gibt keine Richtlinie für verantwortungsbewusstes Anlegen (Responsible Investing, RI) bzw. nur eine Direktive, von der die Investmentteams keine Kenntnis haben.
- Keine obligatorische Anpassung von Anreizen zur Erreichung der RI-Ziele.
- Speziell dafür vorgesehene Mitarbeitende fehlen, sodass eine Einhaltung der RI-Richtlinie nicht durchgesetzt wird.
- Sehr niedriger Score im Vergleich zur Peer-Gruppe nach unserer eigenen RI-Rating-Methode.
Rating 2
- Die RI-Richtlinie ist nur ein oberflächliches Dokument und im Unternehmen nicht weit verbreitet.
- Speziell dafür vorgesehene Mitarbeitende fehlen oder verfügen über nicht ausreichende Befugnisse, um die Einhaltung der RI-Richtlinie durchzusetzen.
- Die Umsetzung der ESG-Kriterien in der Investment-Wertschöpfungskette bleibt eingeschränkt.
- Score liegt am unteren Ende der Peer-Gruppe nach unserer eigenen RI-Rating-Methode.
Rating 3
- Klar definierte RI-Richtlinie, die aber nicht konsistent im ganzen Unternehmen angewandt wird.
- Speziell dafür vorgesehene Mitarbeitende sind nur begrenzt vorhanden und haben nur beschränkt Einfluss.
- Bei der Umsetzung des ESG-Ansatzes über die Investment-Wertschöpfungskette hinweg fehlt es an Kohärenz und Konsistenz.
- Score entspricht dem Median der Peer-Gruppe nach unserer eigenen RI-Rating-Methode.
Rating 4
- Klar definierte RI-Richtlinie, die allerdings nicht in allen Fällen eingehalten wird.
- Speziell dafür vorgesehene und entsprechend befugte Mitarbeitende sollen die Einhaltung der Richtlinie sicherstellen und überwachen.
- Konsistente Einhaltung und Umsetzung der Richtlinie über den Grossteil der Investment-Wertschöpfungskette.
- Score liegt am oberen Ende der Peer-Gruppe nach unserer eigenen RI-Rating-Methode.
Rating 5
- Klar definierte und allgemein akzeptierte RI-Richtlinie.
- Konsistente Einhaltung und Umsetzung der Richtlinie über die gesamte Investment-Wertschöpfungskette hinweg und Abstimmung der Anreize zur Erreichung von RI-Zielen – in Einklang mit einem nachhaltigen Investmentansatz.
- Score übertrifft Peer-Gruppe nach unserer eigenen RI-Rating-Methode.
EWR
Europäischer Wirtschaftsraum
EBITDA
Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortisation (Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen)
Elliott-Wellentheorie
Die Wellentheorie von Elliott geht davon aus, dass die Marktbewegungen einem Muster folgen, bei dem sie in natürlichen Abfolgen zwischen Optimismus und Pessimismus wechseln (Massenpsychologie): als Impulswellen (1/3/5), die sich stets in fünf Subwellen untergliedern (1/2/3/4/5), und als Korrekturwellen (2/4), die sich in drei Subwellen untergliedern (a/b/c), beginnend mit einem Fünf-Wellen-Impuls entgegen der Trendrichtung, einer Korrektur (Retracement), und einem weiteren Impuls. Diese Wellen folgen bestimmten Regeln und sind miteinander durch Ziel- und Retracement-Ratios verbunden, die auf der Fibonacci-Zahlenreihe basieren. Die Merkmale jeder Welle sind ein wesentlicher Bestandteil des jeweiligen Abbilds der Massenpsychologie, das sie verkörpert. Regeln: Welle 2 korrigiert niemals mehr als 100% von Welle 1. Welle 3 darf nicht die kürzeste der drei Impulswellen (1/3/5) sein. Welle 4 überlappt in der Regel den Kursbereich von Welle 1 nicht (ausser bei einer diagonalen Dreiecksformation).
EV
Enterprise Value (Unternehmenswert). Der EV ist der Gesamtwert eines Unternehmens und entspricht dessen Eigenkapitalwert zuzüglich Nettoverschuldung und etwaiger Minderheitsanteile.
EBIT
Earnings before Interest and Taxes (Gewinn vor Zinsen und Steuern)
EU
Europäische Union
EMTN
Euro Medium-Term Notes
ESG
Als eigenständiger Begriff bezieht sich ESG (Environmental, Social and Governance) auf nichtfinanzielle Faktoren, insbesondere in Bezug auf die Themen Umwelt, Soziales und Governance.
5G, 4G, 3G
Mobilfunknetzgenerationen
Ratio
Eine Verhältniszahl, mit der der umgetauschte Betrag bei Verfall definiert wird. Strategien mit Ratio sind asymmetrisch; gewöhnlich wird Ratio (oder Leverage) angewendet, wenn der Umtausch auf einem ungünstigen Niveau im Vergleich zum Marktpreis stattfindet.
Retracement
Das Konzept des Retracements basiert auf der Beobachtung, dass der Kurs, nachdem sich sein Trend eine Zeit lang in eine Richtung bewegt hat, dazu tendiert, einen Teil (Prozentsatz) des vorherigen Trends zu korrigieren (Retracement), ehe der Trend seine ursprüngliche Richtung wieder aufnimmt. Es wird davon ausgegangen, dass Gegenbewegungen bei bestimmten vorhersagbaren Niveaus, die anhand einer Zahlenreihe berechnet werden (23,6%, 38,2%, 50%, 76,4% und 100%), stoppen. Wenn das Retracement von 50% überwunden ist, wird mit einer Trendfortsetzung gerechnet.
REITs
Real Estate Investment Trusts.
RAN
Radio Access Network (Funkzugangsnetz).
R&D
Research and Development (Forschung und Entwicklung).
Rendite
Als Prozentsatz ausgedrückter Ertrag.
Ratings M/S/F
Ratings von Moody’s/S&P/Fitch.
Rohstoffe
Rohstoffe jeder Art, die an einer organisierten Börse gehandelt werden. Jeder Rohstoff dient einem bestimmten Zweck, und aufgrund ihrer breiten Verwendung werden Rohstoffe oft als Basiswerte für Derivate verwendet. Agrarrohstoffe – wie Tee, Kaffee, Soja, Reis und Weizen – werden als Soft Commodities bezeichnet. Unter Hard Commodities versteht man hingegen Rohstoffe, die abgebaut werden, z. B. Gold, Silber, Platin, Aluminium und Erdöl.
RSI
Relative Strength Index (Relative-Stärke-Index). Der von J. Welles Wilder entwickelte Indikator misst die Geschwindigkeit der Preisbewegung eines Basiswerts, um überkaufte/überverkaufte Niveaus zu identifizieren (gezählt werden die Tage, die eine Kurssteigerung gegenüber dem vorherigen Schlusskurs aufweisen, und die Tage, die einen Kursrückgang gegenüber dem vorherigen Schlusskurs aufweisen). Der Index wird verwendet, um potenzielle Wendepunkte auszumachen und entsprechende Einstiegs/Ausstiegsentscheidungen zu treffen: Ein RSI-Wert unter 30 deutet auf einen überverkauften Markt hin und wird als Kaufsignal gewertet, wenn der Indikator die 30 von unten kreuzt. Ein RSI-Wert über 70 deutet auf einen überkauften Markt hin und wird als Verkaufssignal gewertet, wenn der Indikator die 70 von oben kreuzt.
RoW
Rest der Welt.
Risikoprofil
Jeder Anleger hat ein individuelles Risikoprofil, das seine Bereitschaft und f inanzielle Fähigkeit widerspiegelt, starke Wertschwankungen der Anlage zu verkraften. Bei der Ermittlung ihres Risikoprofils müssen Anleger zahlreiche Faktoren berücksichtigen, z. B. den Zeithorizont für ihre Anlagen, ihr Alter, ihre künftige Fähigkeit zur Erzielung von Einkommen und das Vorhandensein anderer Vermögenswerte, etwa eines Hauses oder einer Altersvorsorge. Ein Risikoprofil hilft bei der Konzeption eines geeigneten Anlageplans, der auf die Ziele und die Situation des jeweiligen Anlegers abgestimmt ist.
Referenzwährung
Die Währung, in der die Wertentwicklung eines Portfolios gemessen wird.
RV
Relative Value (relativer Wert).
RES
Renewable Energy Sources (erneuerbare Energiequellen).
REGS
Regulation S.
Retracement-Ratio
Das prozentuale Retracement wird auf der Grundlage der in einem Chart erfassten Extremwerte berechnet. Es dient zur Ermittlung von Unterstützungs- und Widerstandsniveaus und als potenzielles Signal für eine kurzfristige Umkehr, ehe sich der Trend fortsetzt.
r. / l. Skala
Rechte / linke Skala (bei Diagrammen).
ROE
Return on Equity. Kennzahl, bei der der Reingewinn eines Unternehmens ins Verhältnis zur Höhe des Eigenkapitals gesetzt wird.
ROIC
Return on Invested Capital (Rendite auf das eingesetzte Kapital)
Risiko
Das Risiko ist die Wahrscheinlichkeit, dass das tatsächliche Anlageergebnis vom erwarteten Ertrag abweicht. Bei Anlagen mit höherem Risiko steigt die Wahrscheinlichkeit, dass das Anlageergebnis die Erwartungen übertrifft oder aber hinter den Erwartungen zurückbleibt. Als Mass für das Risiko dient häufig die Standardabweichung, eine Kennzahl, die die Häufigkeit und das Ausmass der Abweichungen von der durchschnittlichen historischen Wertentwicklung misst. Vor einer Anlage müssen Anleger das damit verbundene Risiko kennen und verstehen.
RBNZ
Reserve Bank of New Zealand (Zentralbank Neuseelands).
Responsible Investing (RI, verantwortungsbewusstes Anlegen)
Es gibt keine branchenweit anerkannte Definition des Begriffs „Responsible Investing“. Bei Pictet beinhaltet verantwortungsbewusstes Anlegen mehr als die Integration von ESG-Aspekten (d. h. die Überwachung von Nachhaltigkeitsrisiken zur Optimierung des Risiko-ErtragsProfils von Unternehmen / staatlichen Emittenten). Es umfasst vielmehr auch die Förderung ökologischer und sozialer Merkmale oder strebt durch die Allokation von Kapital und/oder einen strategischen Ansatz für Active Ownership positive ökologische und/oder soziale Veränderungen in der Realwirtschaft an. Pictet verwendet den Begriff des verantwortungsbewussten Anlegens („Responsible Investing“ – RI), da darin sowohl die Breite der damit verbundenen Anlagechancen zum Ausdruck kommt als auch das vorrangige Ziel, nach objektiven Standards verantwortungsbewusst anzulegen. Im Rahmen des Responsible Investing von Pictet wird unterschieden zwischen Anlagen mit ESG-Fokus (siehe entsprechende Definition) und Positive Impact Investing (siehe entsprechende Definition).
RAB
Regulatory Asset Base (regulatorische Kapitalbasis).
Riksbank
Zentralbank Schwedens
RCF
Revolving Credit Facility (revolvierende Kreditfazilität).
Risikobereitschaft
Jeder Anleger hat eine individuelle Risikobereitschaft bzw. ein individuelles Risikoprofil. Die Risikobereitschaft sollte sowohl die Bereitschaft als auch die f inanzielle Fähigkeit widerspiegeln, starke Wertschwankungen der Anlage zu verkraften. Bei der Ermittlung der Risikobereitschaft eines Anlegers sind zahlreiche Faktoren zu berücksichtigen, z. B. der Zeithorizont für die Anlagen, das Alter des Anlegers und seine künftige Fähigkeit zur Erzielung von Einkommen sowie das Vorhandensein anderer Vermögenswerte, etwa eines Hauses oder einer Altersvorsorge.
ROTE
Return on Tangible Equity (Rendite auf materielles Eigenkapital).
REER
Real Effective Exchange Rate (realer effektiver Wechselkurs).
Risiko und Ertrag
Das Konzept „Risiko und Ertrag“ spiegelt die notwendige Erkenntnis wider, dass Anleger, die höhere Erträge erzielen wollen, dafür ein höheres Risiko eingehen müssen. Dies birgt wiederum die Gefahr eines teilweisen oder vollständigen Verlusts des ursprünglichen Anlagebetrags.
Reversal Pattern (Umkehrmuster)
Muster, das eine Trendumkehr (Reversal) signalisiert, wenn ein bestimmtes Niveau durchbrochen wird (siehe Doppel-Top oder Doppel-Boden).
ROA
Return on Assets (Gesamtkapitalrendite)
RBA
Reserve Bank of Australia (Zentralbank Australiens).
ROI
Return on Investment (Kapitalrendite)
ROAA
Return on Average Assets (Rendite auf das durchschnittliche Vermögen)
RRP
Reverse Repurchase Agreement (umgekehrtes Pensionsgeschäft).
RWA
Risk-weighted Assets (risikogewichtete Aktiva) werden verwendet, um die Höhe des Mindestkapitals zu bestimmen, das eine Bank gemessen an den mit ihren Kreditgeschäften und Aktiva verbundenen Risiken halten muss.
RBI
Zentralbank Indiens.
Rating
Eine Note, die Ratingagenturen vergeben, um ihre Einschätzung der Bonität eines Emittenten zum Ausdruck zu bringen.
Mio
Million(en)
MERCOSUR
Mercado Común del Sur, eine internationale Wirtschaftsorganisation in Lateinamerika.
MDA
Maximum Distributable Amount (ausschüttungsfähiger Höchstbetrag)
MiFID
Markets in Financial Instruments Directive (Richtlinie über Märkte für Finanzinstrumente)
MAS
Monetary Authority of Singapore (Zentralbank Singapurs)
MBS
Mortgage-Backed Securities (MBS) bzw. hypothekenbesicherte Wertpapiere sind Anlagen, die Forderungen auf Mittel aus einem Pool von Hypothekenkrediten verbriefen.
M&M
Metals and Mining (Metall- und Bergbausektor)
Mrd
Milliarde(n)
MREL
Minimum Requirement for Own Funds and Eligible Liabilities (Mindestanforderung an Eigenmittel und berücksichtigungsfähige Verbindlichkeiten)
Momentum
Die Änderungsrate (Rate of Change, ROC) zwischen zwei Schlusskursen (in der Regel zwischen dem aktuellen und dem Schlusskurs vor zehn Tagen). Als zweite Linie wird ein einfacher gleitender Durchschnitt (in der Regel fünf Tage) eingetragen. Das Momentum wird zur Ermittlung von Kaufsignalen (wenn die Momentumlinie den gleitenden Durchschnitt nach oben durchkreuzt) oder Verkaufssignalen (wenn die Momentumlinie den gleitenden Durchschnitt nach unten durchkreuzt) herangezogen.
MVNO
Mobile Virtual Network Operator (virtueller Mobilfunknetzbetreiber)
MACD Indikator
Moving Average Convergence/Divergence
(Zusammen/Auseinanderlaufen des gleitenden Durchschnitts)
Dieser Indikator wird verwendet, um Veränderungen im zugrunde liegenden Kurstrend zu erkennen. Er gibt Aufschluss über die Stärke, die Richtung, das Momentu m und die Dauer eines Trends. Die Berechnung basiert auf drei Zeitkonstanten, die sich aus den drei exponentiell gleitenden Durchschnitten ergeben (Unterschied zwischen Zeitpunkt a und b und der Signallinie, die den Mittelwert der Zeitreihe c bildet). Parameter werden gewöhnlich in Anzahl Tagen angegeben (in der Regel 12 (a), 26 (b) und 9 (c) Tage). Ein Balkendiagramm veranschaulicht die Abweichung zwischen den zwei Linien. Wenn sich (a) und (b) kreuzen, zeigt das Histogramm 0 (Überschneidungen über der Nulllinie stellen eine Veränderung des MACD von negativ zu positiv dar, was als Aufwärtstrend gilt, allerdings mit nachlassendem Momentum gegenüber einer Überschneidung der Signallinie). Es kann auch ein kurzfristiges Szenario mit 5,35 und 5 Tagen verwendet werden.
MTF
Multilateral Trading Facility (multilaterales Handelssystem)
MTM
Marked-to-Market (zum aktuellen Marktwert bewertet)
MoM
Month-on-Month (gegenüber dem Vormonat) gibt an, dass ein Datenpunkt mit dem Datenpunkt für denselben Zeitraum im Vormonat verglichen wurde.
MWC
Make-Whole Call (Klausel, die dem Emittenten einer Anleihe das Recht einräumt, die Anleihe vor der ursprünglichen Fälligkeit zu kündigen).
MTN
Medium-Term Note
MGT FEE
Management Fee (Verwaltungsgebühr)
M&A
Mergers & Acquisitions (Fusionen und Übernahmen)
Sammelbegriff für verschiedene Arten von Transaktionen, die zum Zusammenschluss verschiedener Unternehmen führen. Bei einer Fusion wird durch Zusammenschluss von zwei oder mehr Unternehmen eine neue Rechtseinheit geschaffen. Bei einer Übernahme hingegen wird ein Unternehmen auf ein anderes versch molzen. Dabei behält der Erwerber seine rechtliche Identität bei und absorbiert das übernommene Unternehmen.
MTD
Month-to-Date (seit Monatsbeginn bis dato)
Zweitrangig
Eigenschaft besicherter Schuldtitel, bei denen der Rückzahlungsanspruch zweite Priorität hat. Zweitrangige Schuldtitel bilden die zweite Kapitalschicht bei zweitrangig besicherten Finanzierungen und werden meist bei Leveraged Buyouts, Akquisitionsfinanzierungen und Projektfinanzierungen eingesetzt. Zweitrangige Schuldtitel haben gegenüber erstrangigen Schuldtiteln Nachrang, gegenüber drittrangigen Schuldtiteln jedoch Vorrang.
ZEV
Zero Emission Vehicles (emissionsfreie Fahrzeuge).
Zinsen
Die Gebühr, die für das Recht gezahlt wird, Geld zu leihen, in der Regel ausgedrückt als jährlicher Prozentsatz.
BOK
Bank of Korea (Zentralbank Koreas)
BGM
Bruttogewinnmarge
boe/d
Barrels of oil equivalent per day (Barrel Öläquivalent pro Tag)
Basing / Akkumulation
Eine Konsolidierung des Preises eines Wertpapiers, in der Regel nach einem Abwärtstrend, bevor eine Phase mit positiver Kursentwicklung beginnt. Das resultierende Kursmuster sieht flach oder leicht abgerundet aus.
Bullish (hausseorientiert)
Erwartung steigender Kurse
B2C
Business-to-Consumer (zwischen Unternehmen und Endverbraucher)
Bearish (baisseorientiert)
Erwartung sinkender Kurse
Blended Finance
Der Einsatz von katalytischem Kapital aus öffentlichen oder philanthropischen Quellen mit dem Ziel, die Investitionen des Privatsektors in die nachhaltige Entwicklung zu steigern. Dabei werden unter anderem Finanzmittel zu Vorzugsbedingungen und unter dem Marktniveau liegenden Zinsen bereitgestellt (z. B. von Entwicklungsbanken), um bestehende Lücken bei der Finanzierung durch privates Kapital für ein bestimmtes Ziel zu schliessen. Pictet bietet derzeit keine Blended-Finance-Lösungen an.
Bearish/Bullish Engulfing
Wird in der technischen Analyse verwendet, um eine Umkehr im Kursmuster zu erkennen. Wenn ein kleiner weisser Körper von der grossen schwarzen Kerze umschlossen wird, ist das Signal bearish. Wenn ein kleiner schwarzer Körper von der nachfolgenden grossen weissen Kerze umschlossen wird, ist das Signal bullish.
BRRD
European Bank Recovery and Resolution Directive (EU-Richtlinie zur Sanierung und Abwicklung von Kreditinstituten)
BIP
Bruttoinlandsprodukt.
Geld- oder Marktwert der in einem Zeitraum (Quartal oder Jahr) produzierten Güter und Dienstleistungen.
BoJ
Bank of Japan (Zentralbank Japans)
BMARK/BMK
Benchmark
BEV
Battery Electric Vehicle (batterieelektrisches Fahrzeug)
BE
Belgien
Bewertung
Die Abweichung des realen effektiven Wechselkurses von seinem 10-jährigen Durchschnittswert dient als Messgrösse für die Unter- oder Überbewertung einer Währung. Liegt die Abweichung mehr als 10% über dem Durchschnittswert, ist die Währung überbewertet, liegt sie mehr als 10% darunter, ist die Währung unterbewertet. Die Werte dazwischen signalisieren eine neutrale Bewertung.
Banxico
Zentralbank Mexikos
BM
Bruttomarge
BR
Banco de la República (Zentralbank Kolumbiens)
Bailout
Die Bereitstellung finanzieller Unterstützung für ein Land oder ein Unternehmen bei drohender Zahlungsunfähigkeit. Bei einem drohenden Staatsbankrott stellt eine unabhängige Institution – wie die Europäische Union, der Internationale Währungsfonds oder die EZB (die zusammen gemeinhin als Troika bezeichnet werden) – dem betroffenen Land Kredite zur Verfügung, die an die Bedingung geknüpft sind, Pläne für eine Umschuldung des Landes umzusetzen. Droht die Zahlungsunfähigkeit eines Unternehmens, springt der Staat oder eine Bank ein, um das Unternehmen vor dem Konkurs zu retten. Je nach Schweregrad der Situation wird im Allgemeinen versucht, dieses Ziel durch die Bereitstellung von Liquidität oder zinsgünstigen Ad-hoc-Darlehen oder die Einräumung von Steuervergünstigungen zu erreichen.
BCB
Zentralbank Brasiliens
Beta
Mass für die Schwankungsbreite von Fondserträgen im Vergleich zum Gesamtmarkt. Ein Fonds mit einem Beta über 1 bewegt sich im Durchschnitt stärker als der Markt, während sich ein Fonds mit einem Beta unter 1 durchschnittlich weniger stark bewegt als der Markt.
B&D
Billing and Delivery (Abrechnung und Lieferung)
BIS
Bank for International Settlements (Bank für Internationalen Zahlungsausgleich)
BoE
Bank of England (Zentralbank Grossbritanniens)
Bearishe/Bullishe Divergenzen bei Indikatoren (RSI, Stochastik, MACD)
Oszillatoren sind besonders nützlich und liefern die wertvollsten Handelssignale, wenn ihre Werte von den Kursen abweichen. Eine bullishe Divergenz entsteht, wenn Kurse auf ein neues Tief fallen, während ein Oszillator kein neues Tief markiert. Diese Lage zeigt, dass die Bären an Macht verlieren und die Bullen wieder die Kontrolle am Markt übernehmen – oftmals signalisiert eine bullishe Divergenz das Ende eines Abwärtstrends. Bearishe Divergenzen signalisieren potenzielle Abwärtstrends, wenn Kurse ein neues Hoch markieren, während der Oszillator kein neues Hoch erreicht. In dieser Situation verlieren die Bullen ihre Kontrolle über den Markt, die Kurse steigen nur aufgrund der Trägheit und die Bären übernehmen wieder die Kontrolle.
bbl/d
Barrels of oil per day (Barrel Öl pro Tag)
bbl
Barrels of oil (Barrel Öl)
Benchmark
Ein Index, der als Massstab dient, an dem die Performance eines Wertpapiers, eines Vermögenswerts oder eines Marktes gemessen wird. In der Vermögensverwaltung dienen Benchmarks dazu, das durchschnittliche Risiko und den Ertrag eines Fonds oder einer Anlage zu messen.
Bollinger-Bänder
Die von John Bollinger entwickelten Bänder werden unter Heranziehung der Standardabweichung eines einfachen gleitenden Durchschnitts errechnet. Sie werden verwendet, um Phasen niedriger/hoher Volatilität zu ermitteln.
B2B
Business-to-Business (zwischen Unternehmen)
Bp
Basispunkt(e)
BoC
Bank of Canada (Zentralbank Kanadas)
Broker
Ein Intermediär oder Berater, der Wertpapiere ausschliesslich für seine Kunden kauft und verkauft.
Junior Subordinated
Junior Subordinated
JBR
Joint Bookrunners
JAB
Joint Active Bookrunners
JGC
Joint Global Custodians
Joint Venture
Ein befristeter Vertrag zwischen zwei Unternehmen, der darauf ausgerichtet ist, ein bestimmtes Ziel zu erreichen. Die Absprachen, Regeln und Rollen der beiden Unternehmen werden in einer speziellen Vereinbarung festgelegt.
JLM
Joint Lead Managers
JGB
Japan Government Bonds (japanische Staatsanleihen)
SARB
South African Reserve Bank (Zentralbank Südafrikas).
Stakeholder
Stakeholder sind Personen oder Gruppen, die ein Interesse an einem Unternehmen haben. Das Konzept wurde 1963 vom Stanford Research Institute entwickelt, um den Kreis der Personen zu definieren, die ein Interesse an einem Unternehmen haben und für das Überleben dieses Unternehmens notwendig sind.
SFDR
Sustainable Finance Disclosure Regulation (Verordnung über nachhaltigkeitsbezogene Offenlegungspflichten im Finanzdienstleistungssektor). Diese EU-Verordnung soll die Transparenz am Markt für nachhaltige Anlageprodukte verbessern, Greenwashing verhindern und die Transparenz der Nachhaltigkeitsaussagen von Finanzmarktteilnehmern erhöhen. Sie schreibt umfassende Anforderungen an die Offenlegung von Nachhaltigkeitsdaten vor, die sowohl auf Unternehmens- als auch auf Produktebene ein breites Spektrum von ökologischen, sozialen und Governance-bezogenen Kriterien (ESG) abdecken. Die SFDR ist ein Grundpfeiler der EU-Agenda für nachhaltige Finanzen. Sie wurde von der Europäischen Kommission im Jahr 2018 als Kernbestandteil ihres Aktionsplans für ein nachhaltiges Finanzwesen verabschiedet, zu dem auch die Taxonomie-Verordnung und die Benchmark-Verordnung gehören. Zu beachten ist, dass die SFDR die Offenlegung und nicht die Produktkennzeichnung regelt.
Die SFDR definiert eine nachhaltige Investition als i) eine Investition in eine wirtschaftliche Tätigkeit, die zur Erreichung eines Umweltziels beiträgt, oder ii) eine Investition in eine wirtschaftliche Tätigkeit, die zur Erreichung eines sozialen Ziels beiträgt, iii) vorausgesetzt, dass diese Investitionen keines dieser Ziele erheblich beeinträchtigen und die Unternehmen, in die investiert wird, Verfahrensweisen einer guten Unternehmensführung anwenden, insbesondere bei soliden Managementstrukturen, den Beziehungen zu den Arbeitnehmern, der Vergütung von Mitarbeitern sowie der Einhaltung der Steuervorschriften.
In der EU bewerben Finanzprodukte, die unter Artikel 8 der SFDR fallen, unter anderem ökologische oder soziale Merkmale oder eine Kombination aus diesen Merkmalen, sofern die Unternehmen, in die investiert wird, Verfahrensweisen einer guten Unternehmensführung anwenden. Mit Finanzprodukten, die unter Artikel 9 der SFDR fallen, werden nachhaltige Investitionen angestrebt.
ST/STA (RATINGS)
Stabiler Ausblick (laut Einschätzung der betreffenden Ratingagentur).
Senior Unsecured
Bezeichnung für Schuldtitel, die beim Anspruch auf Vermögenswerte und Dividenden Vorrang vor anderen Anleihen haben, die aber nicht mit einer Sicherheit unterlegt sind, sondern nur durch die Kreditwürdigkeit des Schuldners besichert sind.
Spot
Kurs, zu dem eine Währung derzeit am Markt gehandelt wird.
Sharpe Ratio
Ein Indikator für die risikobereinigte Performance eines Portfolios. Zur Berechnung der Sharpe Ratio wird die Überschussrendite (Portfoliorendite minus risikofreie Rendite) durch die Volatilität dividiert.
Secured (besichert)
Bezeichnung für einen Rückzahlungsanspruch, der durch Vermögenswerte besichert ist und Vorrang vor unbesicherten Schuldtiteln hat. Bei einem Ausfall haben die Gläubiger einer besicherten Anleihe gegenüber den Gläubigern mit unbesicherten Schuldtiteln einen vorrangigen Anspruch auf die verpfändeten Vermögenswerte.
SMR
Small Modular Reactor (Miniatomkraftwerk).
Staatsanleihen
Anleihen, die von Staaten begeben werden. Sie gelten weithin als die sicherste Art von Anleihen, da sie staatlich garantiert sind. Allerdings erzielen sie meist niedrigere Renditen als Unternehmensanleihen. Staatsanleihen werden in der Regel in der Landeswährung ausgegeben und weisen je nach Wirtschaftslage des Landes verschiedene Risikoniveaus auf. Da ausländische Staatsanleihen oft auf die Währung des Emissionslandes lauten, schwankt ihr Ertrag in einer anderen Währung aufgrund von Wechselkursschwankungen.
SG
Singapur.
Subordinated (nachrangig)
Ein unbesicherter Rückzahlungsanspruch, der hinter Senior Subordinated und vor Junior Subordinated rangiert. Bezeichnet einen Schuldtitel, der bei der Zahlung von Dividenden oder der Verteilung von Vermögenswerten im Falle einer Liquidation oder Insolvenz gegenüber anderen Wertpapieren nachrangig ist.
Stop Loss
Auftrag, den Basiswert zu kaufen oder zu verkaufen, sobald ein festgelegtes Kursniveau erreicht wird. Bei Erreichen des Stop-Loss-Niveaus erfolgt die Ausübung im Allgemeinen zum nächsten verfügbaren Kurs (der vom ursprünglich festgelegten Kurs abweichen kann). Ein Kauf-Stop-Loss wird auf einem Niveau über dem aktuellen Kurs vereinbart, ein Verkaufs-Stopp-Loss wird auf einem Niveau unter dem aktuellen Kurs vereinbart.
SEC
Securities and Exchange Commission (US-Wertpapier- und Börsenaufsichtsbehörde).
SRRI
Synthetic Risk and Reward Indicator (synthetischer Risiko- und Ertragsindikator). Stellt das Risikoniveau eines Fonds auf einer Skala von 1 bis 7 dar. Das Risiko steht im Zusammenhang mit den währungsbedingten Preisschwankungen und der Art der vom Fonds getätigten Investments sowie der Strategie. Die angegebene Risikoklasse basiert auf historischen Daten und kann nicht als verlässlicher Hinweis auf das künftige Risikoprofil der Anteilsklasse herangezogen werden. Sie stellt weder ein Ziel noch eine Garantie dar und kann sich im Laufe der Zeit ändern. Die niedrigste Risikoklasse kann nicht mit einer risikofreien Anlage gleichgesetzt werden. Der Fonds bietet weder Kapitalgarantie noch schutz. Der Fonds kann verschiedenen Risiken ausgesetzt sein, die sich im synthetischen Risiko- und Ertragsindikator nicht angemessen widerspiegeln und die sich ungünstig auf den Wert des Fonds auswirken können.
Signal (Bearish/Bullish)
Ein Kaufsignal (Bullish) oder ein Verkaufssignal (Bearish) entsteht, wenn ein bestimmtes Indikatorniveau durchbrochen bzw. erreicht wird.
SONIA
Secured Overnight Index Average.
SBLC
Stand-by Letter of Credit (Stand-by-Akkreditiv).
Stimmrechtsvertretung
Aus Gründen der Einheitlichkeit und Klarheit wird von „Stimmrechtsvertretung“ gesprochen, statt nur den Begriff „Stimmabgabe“ zu verwenden, der für ein breites, nicht fachkundiges Publikum missverständlich sein kann. „Vertretung“ bezieht sich dabei auf die Tatsache, dass wir als Finanzunternehmen von unseren Kunden (den endgültigen Eigentümern der Wertpapiere) beauftragt werden, in ihrem Namen abzustimmen.
SE
Schweden
Senior Subordinated
Steht im Rang hinter vorrangigen Schuldtiteln, wenn Dividenden ausgeschüttet oder Vermögenswerte bei einer Liquidation oder Insolvenz verteilt werden, hat aber gegenüber Junior-Subordinated-Titeln Vorrang.
SOFR
Secured Overnight Financing Rate.
Senior Non-Preferred
Bezeichnung für vorrangige Schuldtitel, die bail-in-fähig, also im Fall einer Insolvenz mit Gläubigerbeteiligung nicht bevorrechtigt sind, im Rang zwischen Senior Preferred und bestehenden nachrangigen (Subordinated) Tier-2-Schuldtiteln. Ausgegeben von europäischen Finanzinstituten (z. B. BNP Paribas SA).
SRI
Summary Risk Indicator (Gesamtrisikoindikator) gemäss Definition in der PRIIPsVerordnung. Dieser Indikator wird verwendet, um das relative Risiko eines Produkts abzubilden, indem verschiedene Kennzahlen zum Markt- und Kreditrisiko kombiniert werden. In Bezug auf einen Fonds wird der SRI anhand des Anteilspreises und des Bonitätsratings des Emittenten berechnet. Für Fonds mit täglicher Berechnung des Schlusskurses werden die Werte von mindestens zwei Jahren und bei Fonds, deren Schlusskurse nicht täglich berechnet werden, die Werte aus bis zu fünf Jahren berücksichtigt. Auf dieser Grundlage wird ein Ranking von 1 bis 7 ermittelt, wobei 1 die Stufe mit dem geringsten Risiko und 7 die Stufe mit dem höchsten Risiko ist.
Senior Secured
Bezeichnung für Schuldtitel, für die der Emittent Vermögenswerte reserviert oder Sicherheiten gestellt hat, um pünktliche Zins- und Kapitalzahlungen zu gewährleisten. Senior Secured hat Vorrang vor anderen besicherten Schuldtiteln des Emittenten.
Steuern
Obligatorische Abgaben von Einzelpersonen und Unternehmen, die von Regierungen zur Finanzierung öffentlicher Dienstleistungen verwendet werden. Es gibt viele Formen von Steuern, darunter die Einkommensteuer, die Mehrwertsteuer oder die Grundsteuer.
SDGs
Sustainable Development Goals (Ziele für nachhaltige Entwicklung)
Die Agenda 2030 für nachhaltige Entwicklung, die im Jahr 2015 von allen Mitgliedstaaten der Vereinten Nationen verabschiedet wurde, ist ein gemeinsamer Plan für Frieden und Wohlstand für Menschen und den Planeten – jetzt und in Zukunft. Im Zentrum der Agenda stehen die 17 SDGs, die als Appell an Industrie- und Entwicklungsländer gleichermassen zu verstehen sind, auf globaler Ebene zusammenzuarbeiten. Diese Ziele erkennen an, dass zur Beseitigung von Armut und Elend Strategien entwickelt werden müssen, um Gesundheit und Bildung zu verbessern, Ungleichheit zu verringern und das Wirtschaftswachstum ankurbeln, gleichzeitig aber auch den Klimawandel zu bekämpfen und unsere Ozeane und Wälder zu schützen. Die Umsetzung der 17 globalen Ziele ist untrennbar mit den Zielen des Pariser Klimaabkommens verbunden.
Senior Preferred
Bezeichnung für vorrangige Schuldtitel, die nicht bail-in-fähig, also im Fall einer Insolvenz mit Gläubigerbeteiligung bevorrechtigt sind, im Rang zwischen SeniorPreferred-Anleihen und bestehenden nachrangigen (Subordinated) Tier-2-Schuldtiteln. Ausgegeben von europäischen Finanzinstituten (z. B. BNP Paribas SA).
Sektoren
Ein Klassifizierungssystem, in dem die Aktien von Unternehmen mit ähnlichen Produkten, Dienstleistungen oder operativen Merkmalen jeweils einer einheitlichen Kategorie – einem Sektor – zugewiesen werden. Jeder Sektor hat ein anderes Risikoprofil. Daher weisen Finanzexperten ihrem Anlagepool häufig unterschiedliche Sektorgewichtungen zu, um das Risiko zu diversifizieren.
Spread
Die Differenz zwischen dem Brief- und dem Geldkurs. Der Kreditspread hingegen ist die Differenz zwischen der Rendite einer Anleihe und der Rendite einer Referenzanleihe. Spreads werden auf der Grundlage der Handelsaktivität am Markt ermittelt. Die Renditen steigen und fallen – je nach dem Grad der Zuversicht der Anleger und Kreditgeber.
SNB
Schweizerische Nationalbank (Zentralbank der Schweiz).
Short-Position und Short-Selling (Leerverkauf)
Eine Short-Position wird aufgebaut, indem Wertpapiere geliehen und am Markt verkauft werden. Der Anleger besitzt diese Wertpapiere nicht, da er bei ihnen mit einem Kursrückgang rechnet. Die Position wird geschlossen, indem die Wertpapiere zu einem möglichst niedrigeren Kurs als ihrem Verkaufskurs zurückgekauft und an den Verleiher der Wertpapiere zurückgegeben werden. Die Begriffe „long“ und „short“ können irreführend sein, da sie nichts mit der Haltedauer der Anlage zu tun haben.
Sukuk-Anlage
Ein islamisches Finanzzertifikat, vergleichbar mit einer Anleihe an den westlichen Finanzmärkten, das den Regeln des islamischen Rechtssystems, der Scharia, entspricht.
Stochastischer Oszillator
Ein Momentum-Indikator, der einen bestimmten Schlusskurs eines Wertpapiers mit einer Reihe seiner Kurse über einen bestimmten Zeitraum vergleicht. Die Empfindlichkeit des Oszillators gegenüber Marktbewegungen kann durch Anpassen dieses Zeitraums oder durch Ermitteln eines gleitenden Durchschnitts des Ergebnisses verringert werden. Der stochastische Oszillator wird verwendet, um Handelssignale für überkaufte und überverkaufte Märkte zu generieren, wobei ein begrenzter Wertebereich von 0 bis 100 verwendet wird.
Strike (Ausübungspreis)
Der Kurs, zu dem eine Option ausgeübt werden kann.
SaaS
Software as a Service (Software als Dienstleistung).
Standardabweichung und annualisierte Volatilität
Für diese Kennzahl zur historischen Volatilität wird die Durchschnittsrendite einer Anlage mit der durchschnittlichen Abweichung von dieser Rendite verglichen.
Short
Bezeichnet eine Situation, in der ein Anleger auf eine Abwärtsbewegung des Basiswerts setzt. Dazu zählt auch der Verkauf einer Option.
CBR
Central Bank of Russia (Zentralbank Russlands)
CIO
Chief Investment Officer
Covered Bond (gedeckte Schuldverschreibung)
Eine bilanzielle Verpflichtung des emittierenden Instituts. Covered Bonds profitieren von ihrer rechtlichen Struktur, der Haftung ihres Emittenten und der Deckung durch hochwertige Vermögenswerte zur Absicherung des Ausfallrisikos. Daher handelt es sich um erstklassige Anleihen, die in der Regel ein Rating von AAA aufweisen.
CAGR
Compound Annual Growth Rate (durchschnittliche jährliche Wachstumsrate)
CFO
Cashflow from Operations (operativer Cashflow)
CAF
Corporación Andina de Fomento (Lateinamerikanische Entwicklungsbank)
CBO
Congressional Budget Office (Haushaltsbehörde des US-Kongresses)
CoCo
Contingent Convertible (bedingt wandelbar)
CIR oder C/I
Cost-to-Income Ratio (Aufwand-Ertrags-Verhältnis)
CR
Current Ratio (umsatzbedingte Liquidität)
CIB
Corporate and Investment Banking
CCY
Währung
Carry (Scorecard)
2-Monats-Einlagenzinsdifferenz gegenüber dem US-Dollar als Indikator für den Carry einer bestimmten Schwellenländerwährung im Vergleich zu einem Universum wichtiger Schwellenländerwährungen. In drei gleich grosse Teilbereiche segmentiert.
Cup-and-Handle-Muster
Das Cup-and-Handle-Muster ist ein Muster der Chartanalyse in Form einer Tasse mit Henkel, wobei die Tasse einen u-förmigen Boden hat und der Henkel leicht nach unten geneigt ist. Dieses Muster gilt als Signal für eine anhaltende Aufwärtsbewegung und wird verwendet, um Kaufgelegenheiten zu erkennen.
Chartmuster
In der technischen Analyse ist ein Chartmuster ein Muster in einer grafischen Darstellung (Chart), von dem angenommen wird, dass es sich im Laufe der Zeit wiederholt. Es wird zur Vorhersage künftiger Kursbewegungen herangezogen. Chartmuster werden entweder als Signal für eine Trendumkehr oder als Signal für eine Trendfortsetzung gedeutet.
CET1
Common Equity Tier 1 (hartes Kernkapital). Das harte Kernkapital ist eine Komponente des Kernkapitals (Tier 1) eines Finanzinstituts und umfasst hauptsächlich eigene Stammaktien.
Candlestick
Candlestick-Charts (Kerzencharts) wurden im 18. Jahrhundert in Japan entwickelt. Der Japaner Homma Munehisa erkannte, dass der Reispreis zwar vom Angebot und von der Nachfrage abhängig ist, die Märkte aber stark von den Stimmungen der Händler beeinflusst werden. Wie bei einem Balkendiagramm zeigt ein tägliches Kerzendiagramm den Eröffnungskurs, den höchsten, den niedrigsten und den Schlusskurs des Tages. Der breite Kerzenteil wird als „Real Body“ bezeichnet. Dieser Körper stellt die Preisbewegung zwischen dem Eröffnungs- und dem Schlusskurs an einem bestimmten Handelstag dar. Wenn der Real Body gefüllt oder schwarz ist, liegt der Schlusskurs unter dem Eröffnungskurs. Ist der Real Body leer, liegt der Schlusskurs über dem Eröffnungskurs. Die senkrechten Linien über und unter dem Kerzenkörper werden „Schatten“ oder „Docht bzw. Lunte“ genannt. Die Schatten zeigen die Differenz zum höchsten und tiefsten Kurs an diesem Handelstag. Wenn der obere Schatten einer nach unten gerichteten Kerze kurz ist, lag der Eröffnungskurs an dem Tag nahe dem Höchstkurs des Tages.
Contrarian
Contrarian-Investoren verfolgen einen den vorherrschenden Markttrends entgegengesetzten Anlagestil. Sie gehen davon aus, dass die Marktstimmung auf einer Massenmentalität beruht und einen übermässigen Einfluss auf die Kursbildung hat. Daher wird versucht, in Wertpapiere anzulegen, die sich scheinbar schlecht entwickeln. Dabei vertrauen Contrarian-Investoren darauf, dass diese Titel im Vergleich zu ihrem tatsächlichen Wert günstig sind und sie zu einem höheren Preis verkauft werden können, wenn sich die Stimmung ändert.
CH
Schweiz
CPI-ATE
Konsumentenpreisindex bereinigt um Steueränderungen und ohne Energieprodukte.
CGCT
Gas-und-Dampf-Kombikraftwerk
CRB-Index
Der ursprünglich vom Commodity Research Bureau (CRB) in den USA berechnete Index setzt sich aus Industrierohstoffen zusammen. Der Index gibt Aufschluss über den breiten Trend im Rohstoffsektor.
CV
Commercial Vehicles (Nutzfahrzeuge)
CRWA
Credit Risk Weighted Assets (kreditrisikogewichtete Aktiva)
CfD
Contract for difference (Differenzkontrakt)
CETA
Comprehensive Economic and Trade Agreement (Freihandelsabkommen zwischen der EU und Kanada)
CBOE
Cboe Global Markets ist ein US-Finanzunternehmen, das die Optionsbörse Chicago Board Options Exchange betreibt.
Cashflow
Differenz zwischen den Mittelzuflüssen und den Mittelabflüssen eines Unternehmens in einer Rechnungsperiode. Alternativ dazu entspricht der Cashflow der Summe von Reingewinn, Abschreibungen und sonstigen Rückstellungen.
CPU
Central Processing Unit (zentrale Recheneinheit)
Call-Option (Kaufoption)
Ein Vertrag, bei dem der Käufer der Call-Option das Recht, aber nicht die Pflicht hat, den Basiswert zum Ausübungspreis (Strike) zu kaufen. Der Käufer muss für dieses Recht eine Prämie zahlen. Der Verkäufer einer Call-Option hat die Pflicht, den Basiswert zum Ausübungspreis zu verkaufen, wenn der Käufer sein Recht ausüben möchte. Der Verkäufer erhält für das übernommene Risiko eine Prämie.
CapEx oder CAPEX
Capital Expenditure (Investitionsausgaben)
Composite Forwards
Diese generische Produktfamilie setzt sich aus mehreren exotischen Optionen zusammen, die es ermöglichen, den Basiswert zu einem günstigeren Preis als dem Terminkurs bei Kontraktabschluss zu kaufen oder zu verkaufen.
CoR
Cost of Risk (Risikokosten)
CoC
Change of Control (Änderung der Beteiligungsverhältnisse)
CPN
Kupon
CPIF
Konsumentenpreisindex bei konstanten Zinsen. Die Riksbank verwendet den CPIF für die Festlegung ihres Inflationsziels.
CFETS RMB Index
Der nach dem China Foreign Exchange Trade System benannte CFETS RMB Index wird von der chinesischen Zentralbank (People’s Bank of China, PboC) verwendet, um den Wert des Renminbi (RMB) gegenüber einem Korb von Währungen zu messen, die auf der Grundlage internationaler Handelsgewichte ausgewählt werden.
CMD
Capital Markets Day (Kapitalmarkttag)
CFTC
Commodity Futures Trading Commission (Behörde zur Regulierung des Handels an den US-amerikanischen Terminbörsen)