Weekly house view

Weekly house view | Gewinne im Fokus

Wöchentlicher CIO-Kommentar.

Wochenrückblick

Das US-Beschäftigungswachstum hat im Dezember stärker nachgelassen als erwartet, aber die Arbeitslosenquote ist auf 4,4% gesunken – am Arbeitsmarkt gilt das Motto „low hire, low fire“. Laut Beschäftigungsbericht gab es kaum Bewegung, und nur wenige Sektoren zeigten sich stark. Angesichts der sinkenden Arbeitslosenquote und der soliden Kündigungsrate im jüngsten JOLTS-Bericht (Job Openings and Labor Turnover Survey) dürfte die Fed die Zinsen vorerst unverändert lassen.

Um die Hypothekenzinsen zu senken, hat Präsident Donald Trump angekündigt, dass die staatlich geförderten Unternehmen Fannie Mae und Freddie Mac zusätzliche Hypothekenanleihen im Wert von USD 200 Mrd. aufkaufen werden. Dies ist im Grunde eine quantitative Lockerung durch den Fiskus, an den die Fed alle Gewinne abführt, und betrifft damit die Gesamtbilanz der öffentlichen Hand, die sich die Fed und der Fiskus mit Fannie Mae und Freddie Mac teilen („One Big Beautiful Balance Sheet“). Mit derselben Stossrichtung, die dem Motto „Make America Affordable Again“ folgt, forderte Trump eine einjährige Begrenzung der Kreditkartenzinsen auf 10% ab 20. Januar. Einzelheiten dazu nannte er nicht.

Der S&P 5001 legte letzte Woche 1,6% (in USD) zu. Diese Woche werden die Unternehmensgewinne im 4. Quartal die Richtung des Marktes bestimmen.

China hat erklärt, sein Verbot des Exports von Dual-Use-Gütern nach Japan werde nur Rüstungsfirmen betreffen. Dies trug zur Zerstreuung der Befürchtungen bei, dass Peking wegen Tokios Äusserungen zu Taiwan die für Japans Autoindustrie wichtige Lieferung seltener Erden einschränken könnte.

Zitat der Woche

Fed-Chef Jay Powell sagte, die Staatsanwaltschaft habe Ermittlungen im Zusammenhang mit der Renovierung des Fed-Gebäudes eingeleitet. Nach Powells Worten ist „diese beispiellose Aktion im breiteren Kontext der Drohungen und des anhaltenden Drucks der Regierung“ für niedrigere Zinsen zu sehen. Trump sagte zu der Massnahme der Justiz: „Ich weiss nichts darüber, aber er macht seine Sache bei der Fed sicher nicht sehr gut“. Für den USD ist diese Nachricht negativ, für Edelmetalle positiv.

Zentrale Daten

Der ISM-Einkaufsmanagerindex für den US-Dienstleistungssektor ist den dritten Monat in Folge gestiegen, von 52,6 im November auf 54,4 im Dezember, den höchsten Stand seit Oktober 2024. Der ISM-Index für das verarbeitende Gewerbe fiel auf ein 14-Monats-Tief.

Im Euroraum ging die Jahresinflation von 2,1% im November auf 2,0% im Dezember zurück. Die Auftragseingänge der deutschen Industrie zogen stark an. In der Schweiz stieg die Inflation im Dezember leicht auf 0,1%, und mit einem allmählichen Anstieg auf weiterhin niedrigem Niveau wird gerechnet.

1) Quelle: Pictet WM AA&MR, Thomson Reuters. Performance in der Vergangenheit, S&P 500 Composite (12-Monats-Nettorendite in USD) – 2021: 28,7%; 2022: -18,1%;2023: 26,3%; 2024: 25%; 2025: 17,9%.
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