Weekly House View | Märkte nervös wegen verwirrender Daten

Weekly House View | Märkte nervös wegen verwirrender Daten

Wöchentlicher CIO-Kommentar.

Wochenrückblick

Durch den Government Shutdown in den USA, den mittlerweile längsten der Geschichte, sind die Märkte bei der Beurteilung der Wirtschaftslage auf private Daten angewiesen. Letzte Woche bekamen sie einen Schreck. Einem Bericht von Challenger, Gray & Christmas zufolge haben Arbeitgeber in den USA im Oktober mehr als 150 000 Arbeitsplätze abgebaut, so viele wie in keinem anderen Monat seit 2003. Dies führte zu einem neuen Volatilitätsschub an den Aktienmärkten, die auch wegen der Bewertungen im Technologiesektor nervös wurden. Der S&P 5001 verlor im Verlauf der Woche 1,6% (in USD). Einen Dämpfer versetzte den Märkten auch eine Umfrage der University of Michigan, wonach die US-Verbraucherstimmung Anfang November so schlecht war wie zuletzt vor dreieinhalb Jahren. Nach der Anhörung der Argumente vor dem Supreme Court wächst die Wahrscheinlichkeit, dass die von US-Präsident Donald Trump unter Berufung auf den International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) erhobenen Zölle für rechtswidrig erklärt werden könnten. Wenn es dazu kommt, kann die Regierung andere Zollbehörden nutzen, um sich die Einnahmen zu sichern, doch der Präsident hätte weniger Möglichkeiten, Zölle nach Belieben zu verhängen. Der Supreme Court entscheidet also nicht, ob Trump Zölle erheben kann, sondern nur wie. Derweil konnte Trumps Ex-Verbündeter Elon Musk bei einer Aktionärsabstimmung über seinen USD 1 Bio. schweren Vergütungsplan bei Tesla einen entscheidenden Sieg einfahren, der ihm das zweite Jahr in Folge ein rekordhohes Aktienpaket beschert. Auf der anderen Seite des Atlantiks beliess die Bank of England nach einer knappen 5:4-Entscheidung den Leitzins bei 4% und signalisierte damit eine dovishe Haltung.

Zitat der Woche

„Unsere Zeit ist gekommen, New York“, schrieb Zohran Mamdani nach seiner Wahl zum neuen Bürgermeister der Stadt – einem Sieg, der Kritik an früheren Kommentaren von ihm hervorrief, darunter: „Besteuerung ist kein Diebstahl. Kapitalismus schon.“

Zentrale Daten

Die Arbeitgeber in den USA haben von Anfang des Jahres bis Ende Oktober mehr als 1 Million Stellenstreichungen bekannt gegeben, heisst es in dem Bericht von Challenger, Gray & Christmas. Die ausstehenden Kreditkartensalden sind in den USA im 3. Quartal gestiegen. Die Umfrage der University of Michigan hat Hinweise auf eine K-förmige Wirtschaft bestätigt, in der es einkommensstarken Haushalten gut geht, während einkommensschwache zu kämpfen haben. Die Aktivität im US-Dienstleistungssektor hat im Oktober zugenommen, während die Produktion im verarbeitenden Gewerbe geschrumpft ist, wie das Institute for Supply Management (ISM) mitteilte. In China stieg der Verbraucherpreisindex im Oktober gegenüber dem Vorjahr um 0,2% und damit stärker als erwartet. 

Nur zu Illustrationszwecken. Diese Seite kann Informationen über Finanzinstrumente oder Emittenten enthalten, stellt aber keine direkte oder stillschweigende Empfehlung irgendeiner Art dar (weder generell noch individuell).
[1] Quelle: Pictet WM AA&MR, Thomson Reuters. Performance in der Vergangenheit, S&P 500 Composite (12-Monats-Nettorendite in USD) – 2020: 18,4%; 2021: 28,7%; 2022: -18,1%; 2023: 26,3%; 2024: 25%.
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