Weekly House View | Operation Epic Fury gestartet
Wochenrückblick
Der iranische Oberste Führer Ajatollah Ali Khamenei und 40 Spitzenfunktionäre wurden am Samstag bei gemeinsamen Angriffen der USA und Israels getötet. Teheran reagierte mit Vergeltungsschlägen im gesamten Nahen Osten. Mit der Operation Epic Fury zielt US-Präsident Donald Trump auf einen Regimewechsel und einen kurzen Konflikt. Um Trump zu einer Lösung zu drängen, droht Iran mit der Sperrung der Strasse von Hormus, durch die etwa ein Fünftel der weltweiten Öltransporte geht. Der Ausbruch des Konflikts erfolgte nur wenige Tage nachdem sich der Kriegsbeginn in der Ukraine das vierte Mal jährte und Pakistan nach der Bombardierung afghanischer Städte den „offenen Krieg“ erklärte – Entwicklungen, welche die zunehmende geopolitische Instabilität verdeutlichen.
Trotz dieser Spannungen, stark steigender US-Erzeugerpreise und der hawkishen Protokolle der Fed lag die Rendite zehnjähriger US-Treasuries letzte Woche unter 4%. Grund dafür waren Sorgen um Private Credit, genährt durch Verluste aufgrund der Insolvenz des britischen Hypothekenfinanzierers MFS. Die rückläufigen Treasury-Renditen trugen dazu bei, dass die 30-jährigen US-Hypothekenzinsen zum ersten Mal seit 2022 unter 6% fielen. Im Technologiesektor gelang es Nvidia nicht, die Märkte mit starken Ergebnissen zu beeindrucken, was auf Bedenken hinsichtlich der Entwicklung der KI-Wirtschaft hindeutet, obwohl OpenAI nach eigenen Angaben USD 110 Mrd. für die KI-Entwicklung aufgebracht hat. Der S&P 500i verlor im Verlauf der Woche 0,4% (in USD).
Zitat der Woche
„Dies ist die grösste Chance für das iranische Volk, sein Land zurückzuerobern“, sagte Trump.
Zentrale Daten
Die Preise, die an US-Produzenten gezahlt werden, stiegen im Januar stärker als prognostiziert, was vor allem auf den Dienstleistungssektor zurückzuführen ist und auf anhaltenden Inflationsdruck hindeutet. Der Erzeugerpreisindex stieg um 0,5% und damit so stark wie seit September nicht mehr. Im Dezember hatte der korrigierte Wert +0,4% betragen.
Das deutsche BIP wuchs im 4. Quartal gegenüber dem Vorquartal um 0,3%, nachdem es im 3. Quartal stagniert hatte, was die ursprüngliche Schätzung bestätigte. Dabei war der Wachstumsbeitrag der Binnennachfrage mit 0,7 Prozentpunkten der höchste seit dem 1. Quartal 2022. Frühindikatoren (wie Einkaufsmanagerindizes und der ifo-Geschäftsklimaindex) deuten darauf hin, dass sich die Dynamik im 1. Quartal fortgesetzt hat.