Weekly house view | SpaceX-traterrestrial ambitions
Wochenrückblick
SpaceX hat Pläne für das womöglich grösste IPO der Geschichte vorgelegt, und sein potenzielles Gesamtmarktvolumen erreicht mit USD 28,5 Bio. fast die Grösse der gesamten US-Wirtschaft. Diese Umsatzmöglichkeiten – von Trägerdiensten bis Weltrauminfrastruktur – sind Teil der Mission von SpaceX, „das Leben multiplanetar zu machen“. Am meisten dürften Private-Equity-Investoren profitieren.
Besonders im Auge zu behalten sind die Governancestrukturen und die Kontrollkonzentration. Robustes US-Wachstum, Preisdruck und Haushaltssorgen führten letzte Woche zudem zu einem Anstieg der Anleihenrenditen. Die Rendite 30-jähriger US-Treasuries kletterte über die Marke von 5,1% auf den höchsten Stand seit 2007. Auf Aktien hat sich die Entwicklung an den Anleihenmärkten bisher nicht ausgewirkt. Der S&P 500 stieg um 0,9%.
Vermittler haben ihre Bemühungen um eine Verlängerung des Waffenstillstands zwischen den USA und dem Iran verstärkt, doch den Anleihenmärkten wird ein Deal kaum helfen, weil der Krieg zu strukturell höherer Inflation führt. Je länger der Konflikt andauert, desto weniger wichtig wird die Strasse von Hormus, weil Alternativrouten erschlossen werden. Die Vereinigten Arabischen Emirate etwa sind mit dem Ausbau einer Pipeline schon halb fertig. Einen neuen Beleg für die These, dass künstliche Intelligenz – zumindest kurzfristig – den Inflationsdruck verstärkt, hat Samsung mit einer Lohnvereinbarung geliefert, die für einige Mitarbeitende in der Speicherchipproduktion Prämien bis zur Höhe des achtfachen Grundgehalts vorsieht.
Zitat der Woche
„Ich wäre dafür, den Begriff ‚Lockerungstendenz‘ aus unserer geldpolitischen Erklärung zu streichen, um deutlich zu machen, dass eine Zinssenkung in Zukunft nicht wahrscheinlicher ist als eine Zinserhöhung“, sagte Fed-Gouverneur Christopher Waller.
Zentrale Daten
Die US-Wirtschaft zeigt sich nach wie vor robust: Der sektorübergreifende Flash-Einkaufsmanagerindex (PMI) für Mai lag unverändert bei 51,7. Die USA sind weniger anfällig für Energiepreisschocks als Europa, und Investitionen im KI-Bereich stützen die Wirtschaft zusätzlich.
Europa beginnt die Auswirkungen des Irankonflikts zu spüren. In der Eurozone fiel der sektorübergreifende PMI auf den niedrigsten Stand seit Oktober 2023.
Auch China spürt die Auswirkungen: Auf Jahresbasis sank das Wachstum der Industrieproduktion von 5,7% im März auf 4,1% im April, und die Einzelhandelsumsätze stiegen um magere 0,2%. Lediglich die chinesischen Exporte zeigten sich stark und legten im April auf Jahresbasis um 14,1% zu.