Weekly House View

Weekly House View | Zum TACO gehören zwei

Wöchentlicher CIO-Kommentar.

Wochenrückblick

Die Strasse von Hormus ist weiterhin geschlossen, und das iranische Regime scheint auf Zeit zu spielen und mit seiner Strategie auf maximale wirtschaftliche Disruption zu setzen. Dies stellt die so genannte TACO-Theorie in Frage, wonach Trump immer einen Rückzieher macht (Trump Always Chickens Out). Sie geht davon aus, dass der US-Präsident aggressive Massnahmen abschwächt oder rückgängig macht, sobald die Märkte negativ reagieren, wie nach der Einführung seiner Zölle am „Liberation Day“ 2025. Doch diesmal gehören zum TACO zwei, wie es scheint. Angesichts der weltwirtschaftlichen Bedeutung der Öltransporte durch die Strasse von Hormus kommt es nicht nur darauf an, wann der Krieg endet, sondern auch wie.

Rund 90% der iranischen Ölexporte, die durch die Meerenge gelangen, werden in China verbraucht. Noch kann das Öl, das sich auf dem Transport und in Tanklagern befindet, die Lücke stopfen. Länger als zwei bis drei Monate kommt die Weltwirtschaft jedoch nicht ohne Ölnachschub aus dem Persischen Golf aus. Nach dem Willen von US-Präsident Donald Trump hat sollen europäische und asiatische Länder, darunter China, helfen, die Meerenge zu öffnen.

Rohöl der Sorte WTI verteuerte sich letzte Woche um 8,6%. Der S&P 500 sank um 1,6%1 (in USD). Aufgrund der gestiegenen Inflationserwartungen erreichten die Renditen zehnjähriger deutscher Bundesanleihen letzte Woche den höchsten Stand seit Oktober 2023.

Der Irankonflikt hat am Ölmarkt zu verstärkter Volatilität geführt, mit Preisschwankungen zwischen fast USD 120 und knapp über USD 80. Thailand und Südkorea haben bereits Obergrenzen für Kraftstoffpreise angekündigt. In den USA würde ein Anstieg der Benzinpreise um 30% den fiskalischen Impuls durch höhere Steuerrückerstattungen in Höhe von rund USD 100 Mrd. neutralisieren.

 

Zitat der Woche

Der indische Aussenminister S. Jaishankar erklärte, er habe mit dem Iran Gespräche darüber geführt, den Schiffsverkehr durch die Strasse von Hormus wieder zu ermöglichen. „Ich bin derzeit im Gespräch mit ihnen, und es gibt auch bereits Ergebnisse“, sagte er der Financial Times. „Die Gespräche dauern aber noch an.“

Zentrale Daten

In den USA wurde das BIP für das 4. Quartal von 1,4% auf 0,7% nach unten korrigiert. Die Kern-VPI, ohne die volatilen Lebensmittel- und Energiepreise, lag im Februar, wie schon im Januar, auf Jahresbasis bei 2,5%. Der Konsumklimaindex der University of Michigan sank laut dem vorläufigen März-Bericht um 1,1 Punkte auf 55,5.

China verzeichnete im Januar/Februar mit USD 214 Mrd. den höchsten Handelsbilanzüberschuss aller Zeiten (erwartet worden waren USD 179 Mrd.). Chinas Kern-VPI stieg im Februar 2026 um 1,8% auf Jahresbasis und damit auf den höchsten Stand seit März 2019.

1Quelle: Pictet WM AA&MR, Thomson Reuters. Performance in der Vergangenheit, S&P 500 Composite (12-Monats-Nettorendite in USD) – 2021, 28,7%; 2022, -18,1%; 2023, 26,3%; 2024, 25%; 2025, 17,9%.
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