Energieunabhängigkeit und Zugang zu Rohstoffen im Zeitalter der Elektrifizierung
Zuletzt wurde die Anfälligkeit der globalen Lieferketten durch Krisen (vom Russland-Ukraine-Konflikt bis hin zu pandemiebedingten Lieferkettenunterbrechungen) offengelegt. Das hat Regierungen dazu veranlasst, ihre Abhängigkeit von externen Energie- und Rohstoffquellen zu hinterfragen.
Mit dem Voranschreiten der Energiewende von fossilen Brennstoffen hin zur Elektrifizierung kommt es zu einer grundlegenden strukturellen Veränderung bei der globalen Rohstoffnachfrage – mit weitreichenden Folgen, nicht nur für die wirtschaftliche Resilienz und die Inflationsentwicklung in aller Welt, sondern auch für den geopolitischen Einfluss der einzelnen Länder.
Quelle: Pictet Wealth Management; IEA (2025), Global Critical Minerals Outlook.
Regionen wie Europa stehen aufgrund der ungleichen Verteilung kritischer Rohstoffe vor besonderen Herausforderungen. Geopolitische Spannungen, darunter der Konflikt am Persischen Golf, stellen kurzfristig eine Gefahr für die industrielle Produktion dar, doch in Energie importierenden Volkswirtschaften könnte das die Energiewende beschleunigen.
Das Fundament der Energieunabhängigkeit
Energie und Rohstoffe sind die Lebensadern moderner Volkswirtschaften. Ihre Verfügbarkeit und Preisstabilität haben unmittelbaren Einfluss auf die Industrieproduktion, die Teuerung und die nationale Sicherheit. Die Internationale Energieagentur (IEA) verweist in ihrer Definition von Energiesicherheit („ununterbrochene Verfügbarkeit von Energiequellen zu einem erschwinglichen Preis“) ausdrücklich auf die Faktoren Versorgungssicherheit und wirtschaftliche Effizienz. Dieses Doppelziel erzeugt häufig ein Spannungsfeld zwischen Marktintegration und Selbstversorgung auf nationaler Ebene.
Durch die Abhängigkeit von Energieimporten sind Volkswirtschaften geopolitischen Risiken und Preisschocks ausgesetzt. Schwankungen der Rohstoff- preise können sich – insbesondere bei Nettoimporteuren – stark auf die Gesamtwirtschaft auswirken und die Inflation sowie die Stabilität des Wachstums beeinflussen. Mindern lassen sich diese Risiken durch Energieunabhängigkeit, denn sie senkt das Risiko von Versorgungsunterbrechungen, stärkt die Verhandlungsmacht an den internationalen Märkten und stabilisiert die Inlandspreise. Vollständige Unabhängigkeit ist oft jedoch weder erreichbar noch effizient, denn die meisten Volkswirtschaften sind immer noch Teil der globalen Energiemärkte. Hier ist das vorrangige Ziel nicht Selbstversorgung, sondern Diversifizierung.
Spannungsfeld Effizienz – Resilienz
Aus wirtschaftstheoretischer Sicht führen Spezialisierung und Handel zu Effizienzsteigerungen. Doch eine übermässige Abhängigkeit von externen Lieferanten bringt systemische Risiken mit sich. Die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) stellt dazu fest, dass Massnahmen zur Stärkung der Resilienz zwar kurzfristig auf Kosten der Effizienz gehen können, langfristig jedoch die Anfälligkeit verringern. In der Energiepolitik ist dieses Spannungsfeld heute von zentraler Bedeutung, denn Regierungen müssen die Kosten durch globale Beschaffung minimieren und zugleich die Risiken durch inländische Kapazitäten oder Diversifizierung mindern.
Energieunabhängigkeit und ein gesicherter Zugang zu Rohstoffen sind in den 2020er-Jahren zu zentralen Anliegen der Wirtschaftspolitik geworden.
Breitere Definition von strategischen Rohstoffen
Der Begriff der strategischen Rohstoffe umfasst nun über fossile Brennstoffe hinaus auch kritische Mineralien wie Lithium, Kobalt und Seltene Erden sowie Agrarrohstoffe (etwa Weizen und Düngemittel) und industrielle Vorprodukte (z. B. Halbleiter). Insbesondere für den Ausbau der erneuerbaren Energien sind diese Rohstoffe unverzichtbar. Der Weltbank zufolge könnte die Nachfrage nach kritischen Mineralien sprunghaft steigen. Zur Deckung des Bedarfs an sauberen Energieformen könnte demnach die Produktionsmenge von Mineralien wie Graphit, Lithium und Kobalt bis 2050 um knapp 500% erhöht werden.
Das Vorkommen vieler strategischer Rohstoffe ist geografisch konzentriert. Die Verarbeitung Seltener Erden, einer Untergruppe der kritischen Mineralien, erfolgt überwiegend in China. Diese Konzentration verursacht Schwachstellen in den Lieferketten und erhöht das Risiko von Versorgungsunterbrechungen durch politische Instabilität, Handelsbeschränkungen oder Umweltauflagen.
Massnahmen für mehr Energie- und Rohstoffsicherheit
Regierungen nutzen verschiedene Tools, um die Energieunabhängigkeit zu fördern und den Zugang zu Rohstoffen zu sichern. Zu den Massnahmen, mit denen die Energieerzeugung im Inland gefördert wird, zählen Subventionen, steuerliche Anreize und regulatorische Unterstützung. So soll etwa mit Investitionen in die Infrastruktur für erneuerbare Energien die Abhängigkeit von importierten fossilen Brennstoffen verringert werden. Viele Länder streben keine vollständige Unabhängigkeit, sondern eine Diversifizierung ihrer Lieferanten an.
Quelle: Pictet Wealth Management; IEA (2025), Global Critical Minerals Outlook; Weltbank (2020), Minerals for Climate Action.
Ein wesentlicher Bestandteil von Energiesicherheitskonzepten sind strategische Vorräte an Öl, Gas und kritischen Rohstoffen zur Überbrückung kurzfristiger Versorgungsengpässe. Zur Sicherung des Zugangs zu kritischen Rohstoffen werden zunehmend auch Exportkontrollen, Zölle sowie Local-Content-Vorgaben eingesetzt, auch wenn solche Massnahmen zur Fragmentierung des globalen Marktes beitragen können.
Die Energiewende: Von Brennstoffen zu anderen Rohstoffen
Der Umstieg von fossilen Brennstoffen auf Strom ist nicht nur ein Technologiewechsel, sondern führt auch zu grundlegenden Veränderungen bei der globalen Rohstoffnachfrage. In herkömmlichen Energiesystemen werden vorwiegend Brennstoffe mit hoher Energiedichte (Öl, Gas und Kohle) verwendet, für deren Gewinnung, Transport und Verbrauch vorab ein vergleichsweise geringer Materialaufwand anfällt. Im Unterschied dazu werden für elektrifizierte Systeme im Vorfeld grosse Mengen an Metallen benötigt.
Der IEA zufolge müssen für saubere Energietechnologien deutlich mehr Mineralien eingesetzt werden:
- Für Elektrofahrzeuge werden etwa sechsmal mehr Mineralien benötigt als für Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.
- Stromnetze erfordern grosse Mengen an Kupfer und Aluminium.
- Für die Permanentmagnete in Windkraftanlagen werden Seltene Erden benötigt.
Das heisst, es kommt zu einer strukturellen Verschiebung weg von Primärrohstoffen, die verbraucht werden (Öl und Gas), hin zu Sekundärrohstoffen (in der Infrastruktur verbaute Metalle).
Konzentration des Angebots: eine strukturelle Schwachstelle
Ein Merkmal der für die Energiewende benötigten Mineralien ist ihre sehr hohe geografische Konzentration im Vergleich zu fossilen Brennstoffen:
- Drei Länder kontrollieren etwa 86% der Raffineriekapazität für wichtige Mineralien (2024).
- Raffinierung von Lithium: ~96% unter der Kontrolle der drei führenden Länder
- Raffinierung von Seltenen Erden: ~97% unter der Kontrolle der drei führenden Länder
Mit dem Voranschreiten der Energiewende von fossilen Brennstoffen hin zur Elektrifizierung kommt es zu einer grundlegenden strukturellen Veränderung bei der globalen Rohstoffnachfrage.
Bei der Raffinierung der meisten kritischen Mineralien steht China an der Spitze, bei der Förderung von Kobalt die Demokratische Republik Kongo und bei Nickel Indonesien. Auf das Angebotswachstum bezogen ist die Konzentration sogar noch höher als in der bestehenden Produktion: Bei mehreren Mineralien entfällt fast das gesamte Wachstum auf das jeweils führende Lieferland.
Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und Mineralien im Vergleich
Durch die Energiewende wird das Thema Abhängigkeit nicht gelöst, sondern nur verlagert.
Systeme auf Basis fossiler Brennstoffe setzen eine kontinuierliche Versorgung voraus, ausschlaggebend für die Preisvolatilität sind geopolitische Faktoren und liquide globale Märkte.
Für elektrifizierte Systeme sind hingegen folgende Faktoren kennzeichnend: eine hohe Materialintensität vorab, lange Projektvorlaufzeiten (die Einrichtung von Bergwerken dauert 10–15 Jahre), begrenzte Substituierbarkeit und weniger flexible Lieferketten. Metalle sind in der Infrastruktur verbaut und können recycelt werden (was langfristig von Vorteil ist); kurz- bis mittelfristig sind sie jedoch nur begrenzt verfügbar.
Quelle: Pictet Wealth Management; Seltene Erden: IEA (2023), Critical Minerals Market Review; Erdöl-Raffinierung: IEA (2019), Share of top producing countries in total processing of selected minerals and fossil fuels.
Angebotsausweitung und Nachfragewachstum: ein fragiles Gleichgewicht
Die aktuelle Angebotssteigerung wird durch strukturelle Faktoren gebremst:
- Batteriemetalle werden inzwischen doppelt so schnell abgebaut wie Ende der 2010er-Jahre, doch das Investitionswachstum in diesem Sektor verlangsamte sich 2024 auf etwa 5%.
- Die Nachfrage hingegen wächst exponentiell, und neue Angebotskapazitäten werden nur langsam und mit hohem Kapitaleinsatz aufgebaut.
- Das Ergebnis ist eine bekannte Dynamik: In kurzen Phasen des Überangebots verfallen die Preise (so stürzten etwa die Lithiumpreise nach ihrem Höchststand im Jahr 2022 um etwa 80% ab). Darauf folgen Phasen, in denen sich die Investitionsrückgänge bemerkbar machen und mittelfristig Engpässe drohen.
Eine neue geopolitische Ressourcenökonomik
Durch die Elektrifizierung kommt es zu einer Verschiebung der globalen wirtschaftlichen Kräfteverhältnisse:
- Länder stehen nun im Wettbewerb um die Sicherung von Abbaurechten, den Aufbau von Raffineriekapazitäten und die Kontrolle über nachgelagerte Lieferketten.
- Mehr als die Hälfte der wichtigsten für die Energiewende benötigten Mineralien unterliegen Exportbeschränkungen. Strategische Vorratshaltung und industriepolitische Massnahmen gewinnen weltweit an Bedeutung.
- Dies könnte zur Blockbildung bei den Lieferländern, zu Effizienzverlusten an den globalen Märkten und zu Kostenerhöhungen führen.
Quelle: IEA (2025), Global Critical Minerals Outlook.
Im Zuge der Energiewende verringert sich die Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen, zugleich entstehen jedoch neue strategische Abhängigkeiten von kritischen Mineralien. Angesichts der anhaltenden bzw. zunehmenden Spannungen zwischen Angebot und Nachfrage sowie der hohen Angebotskonzentration sind wir langfristig optimistisch hinsichtlich der Rohstoffpreisentwicklung.
Allerdings sind die Länder den genannten Herausforderungen nicht im gleichen Masse gewachsen. Staaten mit begrenztem Zugang zu Primärrohstoffen – etwa in Europa – sind besonders anfällig, da sie zur Deckung ihres Bedarfs auf Importe zurückgreifen müssen.
Weiter verkompliziert wird der Ausblick durch den Konflikt am Golf, der sich kurzfristig negativ auf die Industriekonjunktur auswirken könnte. Dennoch dürften solche Störungen die Energiewende beschleunigen, insbesondere in Energie importierenden Volkswirtschaften, die bestrebt sind, ihre Resilienz zu stärken und ihre Anfälligkeit gegenüber externen Schocks zu verringern.
Für eine erfolgreiche Bewältigung dieses Wandels braucht es nicht nur technologische Innovationen, sondern auch koordinierte industriepolitische Massnahmen, eine Diversifizierung der Lieferländer und internationale Zusammenarbeit, damit nicht eine Form der Abhängigkeit durch eine andere ersetzt wird.
Horizonte 2026
Makroökonomie · 8. Sept. 2026
Horizonte 2026 – Der Wettlauf um Ressourcensouveränität
Wir stehen am Beginn eines neuen Zeitalters. Die von regel-basiertem Multilateralismus geprägte Nachkriegsära wird abgelöst durch eine Zeit, die bestimmt ist von multipolarer Rivalität und einem daraus resultierenden Anstieg geopolitischer Spannungen in einer zunehmend unsicheren Welt. Im Zentrum dieser multipolaren Rivalität steht der Kampf zwischen den USA und China um die Vorherrschaft. Dabei geht es in erster Linie um die Technologieführerschaft – insbesondere im Bereich künstliche Intelligenz (KI). Der Kampf der Supermächte um die digitale Vormachtstellung umfasst auch den Wettbewerb um die Ressourcen, die für den Aufbau der KI-Wirtschaft benötigt werden. Der fragile Waffenstillstand im Handelskonflikt deutet auf ein hochgradig angespanntes Umfeld hin, in dem die „Ressourcensouveränität“ zum entscheidenden Faktor wird.
Makroökonomie · 21. Sept. 2026
Stablecoins versus digitaler Euro
Durch die rasante Digitalisierung im Finanzbereich sind Stablecoins und digitale Zentralbankwährungen (Central Bank Digital Currencies, CBDC) zu einem wichtigen Thema in der globalen Wirtschaft geworden. Stablecoins, also digitale Assets, die darauf ausgelegt sind, einen stabilen Wert zu halten, haben ein explosionsartiges Wachstum verzeichnet. Dies erfordert neue Regulierungskonzepte und wirft gewichtige Fragen nach den Auswirkungen auf Finanzstabilität, Geldpolitik und das internationale Währungssystem auf. Gleichzeitig prüfen Zentralbanken die Einführung digitaler Währungen, um ihre Währungssouveränität zu wahren und auf Veränderungen in der Zahlungsverkehrslandschaft zu reagieren.
Makroökonomie · 23. Sept. 2026
Das grosse Ringen um Ressourcen
Die zunehmende Fragmentierung der Welt führt zu einem Wettlauf um die Sicherung der Ressourcensouveränität. Angesichts von Konflikten, Handelsbarrieren und Klimawandel bemühen sich Regierungen in aller Welt um Energiesicherheit und den Zugang zu wichtigen Rohstoffen.
Makroökonomie · 23. Sept. 2026
Von unabhängiger Geldpolitik zu fiskalischer Dominanz?
In früheren Ausgaben von Horizonte haben wir mehrere strukturelle Trends mit prägendem Einfluss auf die Wirtschaft beleuchtet, darunter Demografie, Deglobalisierung, Dekarbonisierung, Verschuldung und Digitalisierung. Durch die Serie von Krisen – etwa die Coronapandemie, den Krieg in der Ukraine, den Handels krieg und den jüngsten Konflikt im Nahen Osten – haben sich diese Trends noch verschärft.
Makroökonomie · 25. Sept. 2026
Energieunabhängigkeit und Zugang zu Rohstoffen im Zeitalter der Elektrifizierung
Energieunabhängigkeit und ein gesicherter Zugang zu Rohstoffen sind in den 2020er-Jahren – geprägt von geopolitischer Unsicherheit und Marktvolatilität sowie der Notwendigkeit für eine globale Klimawende – zu zentralen Anliegen der Wirtschaftspolitik geworden.
*Topographies of Fragility
Kommentar der Künstlerin
Die Serie Topographies of Fragility dokumentiert meine anhaltende Suche nach Orten in der Natur, an denen ich in mich gehen, die Stille geniessen und mich auf das Wesentliche besinnen kann; Landschaften, die vom Menschen unberührt erscheinen. Doch im Laufe der Jahre wurde mir immer bewusster, wie stark das Spannungsfeld zwischen scheinbarer Beständigkeit und tatsächlicher Verwundbarkeit dieser Landschaften ist.
Beim Versuch, Platz in meinem Atelier zu schaffen, knüllte ich einige alte Abzüge von Fotografien genau dieser Landschaften zusammen, um sie wegzuwerfen. Was als unbewusste Tat begann, wurde mehr und mehr zum Spiegelbild unseres Umgangs mit der Natur – als wäre Natur etwas, das man nutzen, verbrauchen und wegwerfen kann. Da die Fotografien auf holzhaltiges Papier gedruckt sind, steht der manuell bearbeitete Abzug sinnbildlich für die direkte Beziehung zwischen Material, Motiv und Umwelt. Indem ich die Fotografie physisch verändere, verändere ich metaphorisch auch die Landschaft selbst und erinnere so an die Spuren, die der Mensch in der Natur hinterlässt. Wir verändern die Natur, und im Gegenzug verändert die Natur uns.
Bildnachweis
Die argentinische Künstlerin Ingrid Weyland beschäftigt sich in ihren Werken mit der fragilen Beziehung zwischen Mensch und Natur und bedient sich dabei einer speziellen Technik, bei der sie Fotos manipuliert und erneut fotografiert. Sie stammt aus einer Familie von Bildhauern und Architekten und entwickelte schon früh ein Gespür für Form, Raum und Materialität – Einflüsse, die ihr Schaffen bis heute prägen. Ausgangspunkt ihrer Arbeit ist die intensive Auseinandersetzung mit abgelegenen Landschaften, die sie fotografisch festhält und diese Fotografien anschliessend durch physische Eingriffe verändert, um der Fragilität der Natur, der Geschichte und den Spuren menschlichen Handelns Ausdruck zu verleihen.
Für ihre Werke, die weltweit ausgestellt werden, wurde sie mehrfach im Rahmen von Auszeichnungen, Ausstellungen und Publikationen gewürdigt. Unter anderem erhielt sie den Saatchi Art for Change Prize (Americas Winner), den Ashurst Emerging Artist Photography Prize sowie den Aesthetica Art Prize, sie wurde für den Prix Pictet nominiert und zählt zu den Finalisten des Kunstwettbewerbs Hasselblad Masters 2026.