Häufig gestellte Fragen zum Thema Nachhaltigkeit
Pictets Nachhaltigkeitsansatz im Überblick: SBTi-validierte Klimaziele für Investitionen und Geschäftsbetrieb, Maßnahmen zur Senkung der betrieblichen Emissionen, Strategie zur Beseitigung bzw. zum Ausgleich von Kohlenstoffemissionen, Wassermanagement-Praktiken, Leitlinien für Lieferanten, Bürogebäude-Management sowie verantwortungsbewusste Anlageprodukte und Stewardship.
Welche Klimaziele verfolgt Pictet?
Der überwiegende Teil unserer Emissionen entsteht im Rahmen unserer Anlagetätigkeit durch finanzierte Emissionen, die mehr als 99% unserer Treibhausgasemissionen ausmachen. Daher kommt Zielen mit Bezug auf das von uns verwaltete Vermögen in unserem Klimaaktionsplan von 2022 ein besonders hoher Stellenwert zu. Mit diesen Zielen, die von der unabhängigen Science-Based Targets Initiative (SBTi) validiert wurden, soll sichergestellt werden, dass Pictet einen Beitrag zur Begrenzung der Erderwärmung auf 1,5°C bis zum Ende des Jahrhunderts leistet.
Ziele werden sowohl in Bezug auf unsere Anlagetätigkeit als auch für unseren Geschäftsbetrieb formuliert:
- Aktien börsennotierter Unternehmen und Unternehmensanleihen: Erhöhung des Anteils mit validierten, wienschaftlich fundierten Zielen auf 40% der von uns verwalteten Vermögen bis Ende 2025, 60% bis Ende 2030 und 100% bis Ende 2040. In den verwalteten Vermögen nicht enthalten sind die Beratungstätigkeit, die reine Ausführung und das Depotgeschäft, da die Basiswerte nicht direkt von Pictet verwaltet werden. Für unser Ziel wird das Engagement in sämtlichen Einzelinvestitionen mit SBTi-validierten 1,5°-Zielen als Anteil an den aktiv und passiv gehaltenen, langfristig verwalteten börsennotierten Aktien und nicht verbrieften Unternehmensanleihen im diskretionären Portfoliomanagement (PAM und PWM) gemessen. Ebenso erfasst werden der Treasury-Bestand an Unternehmensanleihen und Aktienzertifikate in unserer Bilanz. Staatspapiere und Beratungsmandate sind ausgenommen. Fonds von Drittanbietern innerhalb derselben Anlageklassen sind in den Zielen für 2030 und 2040 enthalten.
- Geschäftsbetrieb: Senkung unserer absoluten Scope-1- und Scope-2-Emissionen um 55% bis Ende 2030 (in CO2-Äquivalenten, Basis: 2019). Dieses Ziel bezieht sich auf alle wichtigen Treibhausgase (CO2, CH4, N2O, FKW, PFC, SF6 und NF3). Den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen entsprechend handelt es sich um ein Bruttoziel für Treibhausgasemissionen, Pictet stützt sich zum Erreichen seines Emissionsziels nicht auf Emissionszertifikate.
Diese Ziele werden laufend und zumindest alle fünf Jahre überprüft.
Inwieweit verpflichtet sich Pictet zur Reduzierung der betrieblichen Emissionen?
Die von Pictet formulierten Ziele zur Emissionsreduzierung wurden von der Science Based Targets initiative (SBTi) validiert, um sicherzustellen, dass sie klimawissenschaftlich fundiert sind. Pictet strebt an, die absoluten Scope-1- und Scope-2-Emissionen bis 2030 um 55% gegenüber dem Stand von 2019 zu senken.
Wie reduziert Pictet die betrieblichen Emissionen?
Pictet setzt auf eine umfassende Strategie zur Reduzierung der betrieblichen Emissionen. Der Ansatz umfasst u. a. folgende wichtige Aspekte:
Verbesserung der Energieeffizienz im Betrieb
Umstellung von mit fossilen Brennstoffen betriebenen Heizsystemen auf energieeffizientere Alternativen und Verbesserung der Gebäudestandards zur Senkung des Energieverbrauchs.
Umstellung auf erneuerbare Energien
Soweit möglich, kauft Pictet Grünstromzertifikate (Energy Attribute Certificates, EACs), um zu gewährleisten, dass die genutzte Energie aus erneuerbaren Quellen stammt.
Bau von kohlenstoffarmen Gebäuden
Mit dem Bau des neuen Hauptsitzes, dem Campus Pictet de Rochemont, sollen durch die angestrebte deutliche Senkung der CO2-Emissionen neue Maßstäbe in Sachen Energieeffizienz und nachhaltiges Bauen gesetzt werden.
Reduzierung der Emissionen im Zusammenhang mit Pendlerverkehr und Geschäftsreisen
Förderung nachhaltiger Alternativen für Pendler und weniger Flugreisen durch Maßnahmen, die klimafreundlichere Transportmittel und die Nutzung alternativer Kraftstoffe begünstigen.
Wie steht Pictet zur CO2-Kompensation?
Pictet verfolgt bei der CO2-Kompensation einen sorgfältig strukturierten Ansatz, bei dem erstklassige Projekte zur CO2-Entfernung und -Sequestrierung den Schwerpunkt bilden. Die wichtigsten Elemente sind:
Übergang von Emissionsvermeidung zu CO2-Entfernung
Anstelle von Emissionszertifikaten setzt Pictet seit 2021 zunehmend auf die Finanzierung von Projekten, bei denen Kohlenstoff aus der Atmosphäre entfernt wird.
Fokus auf Scope-1- und Scope-2-Emissionen
Diese werden von Pictet durch die Finanzierung technologiebasierter Projekte kompensiert, etwa im Bereich Biokohleproduktion, bei der CO2 aus der Atmosphäre entfernt und langfristig gespeichert wird.
Diversifizierter Ansatz zur Sequestrierung von Scope-3-Emissionen
Für diese Emissionen verfolgt Pictet eine Multi-Offset-Strategie, die sowohl Projekte an Land wie Auf- und Wiederaufforstung als auch maritime Projekte wie Blue-Carbon-Initiativen umfasst, sodass verbesserte Kohlenstoffsenken zu Land und zu Wasser gefördert werden.
Auswahl hochwertiger Projekte
Die von Pictet ausgewählten Projekte werden von international anerkannten Anbietern durchgeführt, und sie werden strengen Due-Diligence-Prüfungen unterzogen, um ihre Wirksamkeit und Zuverlässigkeit sicherzustellen.
Anpassung an Marktveränderungen
Als Reaktion auf Kontroversen im freiwilligen Kohlenstoffmarkt achtet Pictet verstärkt auf die Auswahl weniger fehleranfälliger CO2-Entnahmezertifikate, damit das Vertrauen in die Ausgleichskäufe erhalten bleibt.
Generell unterstützt Pictet sowohl technologische als auch naturbasierte Lösungen zum Ausgleich der Restemissionen und leistet zugleich einen Beitrag zur Entwicklung innovativer Methoden zur Entnahme von CO2, denn diese sind unerlässlich für die Erreichung ihrer langfristigen Ziele.
Hat Pictet eine Unternehmensstrategie für das Wassermanagement?
Pictet hat keine spezielle Wasserstrategie, und der aktuelle Aktionsplan für den Zeitraum 2020 bis 2025 sieht keine Wassersparmaßnahmen vor. Gleichwohl überwacht Pictet den Wasserverbrauch wo immer möglich (z. B. durch Wasserzähler am Hauptsitz) und hat in den Toiletten Strahlregler und Zwei-Mengen-Spülungen installiert.
Hat das Unternehmen eine verantwortungsvolle Beschaffungspolitik?
In ihrer Strategie 2025 hat sich die Pictet-Gruppe verpflichtet, im Beschaffungsprozess bei der Auswahl von Produkten und Lieferanten verstärkt ökologische, soziale und Governance-bezogene Kriterien zu berücksichtigen. Unsere Beschaffungspolitik stützt sich auf ein Rahmenwerk der für Pictet wichtigen ESG-Kriterien. Seit Juni 2024 umfasst der Beschaffungsprozess auch einen Verhaltenskodex für Lieferanten (Supplier Code of Conduct), um ESG-Konformität zu gewährleisten.
Berücksichtigt Pictet Nachhaltigkeitsstandards beim Gebäudemanagement?
Ja, Pictet berücksichtigt bei der Verwaltung der Bürogebäude Nachhaltigkeitsstandards. Pictet hat eine vereinfachte Scorecard entwickelt, um eine Bewertung der Gebäudeperformance von Büros in Bezug auf Energieeffizienz, Transport, Verbrauch und Inklusion vornehmen zu können. Dies ermöglicht fundierte Entscheidungen, wenn über einen Umzug nachgedacht wird, und trägt dazu bei, bis 2030 die direkten Treibhausgasemissionen in Einklang mit unserer SBTi-Verpflichtung um 55% gegenüber 2019 zu senken.
Aktuell machen zertifizierte Gebäude 70 000 m2 der Gesamtfläche von 133 000 m2 aus (rund 53%):
- Hauptsitz Genf: BREEAM Sehr gut
- Luxemburg BHK, OBH und Belval: BREEAM Sehr gut
- London Moor House: BREEAM Sehr gut
- Hongkong Chater House: BREEAM Herausragend
- Tokio Marunouchi: DBJ Platin 5 Sterne
- New York: LEED Gold
Welche Produkte und Dienstleistungen bietet Pictet im Bereich Responsible Investing an?
Pictet bietet hier ein breites Spektrum an Anlagemöglichkeiten. Die Integration von ökologischen, sozialen und Governance-bezogenen Kriterien (Environmental, Social and Governance, ESG) gilt für all unsere Produkte als Mindeststandard. Bei verantwortungsbewussten Anlagen gehen wir noch einen Schritt weiter – diese müssen zusätzlich zumindest noch ökologische oder soziale Merkmale bewerben und/oder eine Wirkung erzielen, wobei das Erreichen eines sozialen Ziels Vorrang vor der finanziellen Rendite hat.
Als aktiver Investor sind wir bestrebt, unsere Auswahl im besten Interesse unserer Kunden zu treffen. Bei der Geschäftsleitung von Unternehmen, in die wir investieren, setzen wir uns für nachhaltige Geschäftspraktiken ein. Dieser Dialog kann entweder direkt oder in Zusammenarbeit mit anderen erfolgen. Unser Ziel ist es, eine Verbesserung der langfristigen ESG-Performance zu erwirken und den Wert der Anlagen unserer Kunden zu schützen oder zu steigern.
Pictet hält sich an die UN-Prinzipien für verantwortungsbewusstes Investieren und die UN-Prinzipien für verantwortungsbewusstes Bankwesen und arbeitet zudem mit Organisationen zusammen, die sich für Nachhaltigkeit einsetzen, darunter Swiss Sustainable Finance, die Klimastiftung Schweiz und die Internationale Energieagentur.