Weekly House View | Green Deal
Wochenrückblick
Beim Weltwirtschaftsforum in Davos hat US-Präsident Donald Trump dem „Rahmen eines künftigen Deals“ zu Grönland zugestimmt und seine Drohung zurückgenommen, mehrere europäische Länder wegen der zu Dänemarkt gehörenden Insel mit neuen Zöllen zu belegen. Durch die Aussicht auf eine Einigung entspannte sich die Lage an den Märkten, nachdem Trump zuvor dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron wegen dessen Weigerung, an seiner Initiative für einen „Friedensrat“ zur Lösung von Konflikten teilzunehmen, 200% Zoll auf französische Weine und Champagner angedroht hatte. Angesichts der geopolitischen Unsicherheit über Grönland und die Zukunft der NATO verzeichnete Gold seine beste Woche seit 2008 und schloss die Woche bei USD 4987 pro Unze. Silber schloss zum ersten Mal überhaupt bei über USD 100. Der US-Dollar verlor im Laufe der Woche 1,7%, während der Euro um 2% und der Schweizer Franken um 3% zulegten.
Der S&P 500i sank um 0,3% (in USD). Japans Premierministerin Sanae Takaichi weckte mit ihrem Vorschlag, die Verbrauchsteuer auf Lebensmittel auszusetzen, bei den Anlegern Zweifel an der Haushaltsdisziplin der Regierung und verstärkte damit die Verkaufswelle bei japanischen Staatsanleihen (JGBs). Zum ersten Mal seit ihrer Einführung im Jahr 2007 stieg daher die Rendite 40-jähriger JGBs auf über 4%.
Zitat der Woche
„Wir befinden uns in einem Bruch, nicht in einem Übergang“, sagte der kanadische Premierminister Mark Carney in Davos in seiner Rede über die Weltordnung.
Zentrale Daten
Der US-Index der privaten Konsumausgaben (PCE), die wichtigste Kennzahl für Prognosen der Fed, lag für November bei 2,8%, sowohl für die jährliche Gesamt- wie auch Kerninflation.
Im Euroraum lag der sektorübergreifende Flash-Einkaufsmanagerindex (PMI) im Januar unverändert bei 51,5 und damit leicht unter den Erwartungen.
In China wuchs die Wirtschaft im 4. Quartal erwartungsgemäss um 4,5% und im Gesamtjahr 2025 um 5,0%.
In Japan schrumpfte die Wirtschaft im 3. Quartal auf Jahresbasis um 2,3% und damit stärker als erwartet, was auf ein stagflationäres Umfeld hindeutet.