Weekly House View | Fed und Detailhandel im Fokus
Wochenrückblick
Ein auf 60 Tage befristetes Memorandum of Understanding zwischen den USA und dem Iran lief am Montag (17. August) aus – ohne die darin avisierte umfassendere Einigung über eine Beendigung des Krieges. Die Angriffe wurden zwar ausgesetzt, doch die Gespräche sind festgefahren, und es gibt keine unmittelbaren Anzeichen für eine Lösung, was die Ölpreise stützt.
Die US-Inflationsdaten für Juli fielen etwas schwächer aus als erwartet und dürften es der Fed erlauben, die Zinsen bei ihrer Sitzung im September unverändert zu lassen. Letzte Woche war es an den Märkten ruhig: Der S&P 5001, der im Wochenverlauf um 0,4% zulegte, verzeichnete am Mittwoch die geringste tägliche Schwankungsbreite seit Jahresbeginn.
Die Unternehmensgewinne fallen durchweg hervorragend aus, und das 2. Quartal verspricht für US-Firmen eines der besten Quartale aller Zeiten zu werden. Intel beschaffte sich mit einer aufgestockten Stammaktienemission zusätzliche Mittel in Höhe von USD 20 Mrd. für seinen Vorstoss in die Chip-Auftragsfertigung. Nvidia schloss mit sechs grossen Finanzinstituten eine Allianz zur Lancierung von Finanzierungsplattformen für Rechenleistung, mit denen über USD 500 Mrd. an Drittkapital für den Aufbau einer unabhängigen Finanzierungsplattform für KI-Fabriken beschafft werden sollen. Dies würde dazu beitragen, die Zirkularität des KI-Ökosystem zu reduzieren. Zudem gab Nvidia eine Beteiligung an SpaceX in Höhe von fast USD 21 Mrd. bekannt.
In Europa verzeichnen Unternehmen beim Gewinn je Aktie die stärkste Dynamik seit dem Post-Corona-Aufschwung.
Zitat der Woche
„Die USA haben die volle Kontrolle über die Strasse von Hormus. Ich denke, wir werden sie behalten“, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social.
Zentrale Daten
Der US-Verbraucherpreisindex (VPI) stieg im Juli um 0,1%, nachdem er im Juni um 0,4% gesunken war – der erste Rückgang seit sechs Jahren. Der Kern-VPI stieg im Monatsvergleich um 0,2%. Der US-Produzentenpreisindex (PPI) blieb im Juli unverändert, während Prognosen von einem Anstieg um 0,2% im Monatsvergleich ausgegangen waren.
Der vorläufige Konsumklimaindex der University of Michigan für August fiel auf 51,0 und blieb damit hinter der Konsenserwartung von etwa 54,2 bis 54,5 zurück.
Die US-Detailhandelsumsätze gingen im Juli um 0,6% zurück, nachdem Amazon seinen allsommerlichen Prime Day vom üblichen Termin Mitte Juli in den Juni vorverlegt hatte.