Weekly House View

Weekly House View | Gute Arbeitsmarktdaten verschrecken Märkte

Wöchentlicher CIO-Kommentar.

Wochenrückblick

Ein unerwartet starker US-Arbeitsmarktbericht hat an den Märkten Ende letzter Woche Verunsicherung ausgelöst, die Erwartung befeuert, dass die Fed die Leitzinsen anhebt, und die Aktienkurse auf Talfahrt geschickt. Der Arbeitsmarktbericht war der jüngste Beleg dafür, dass die US-Wirtschaft nach wie vor stark ist – trotz des Irankonflikts, der am Wochenende mit einem Abtausch von Luftangriffen zwischen Israel und dem Iran wieder aufflammte.

Zur Verkaufswelle beigetragen hat auch eine Mitteilung von S&P Dow Jones Indices, dass SpaceX nicht beschleunigt in den Blue-Chip-Index S&P 500 aufgenommen wird. Passive Investmentfonds, die den Index nachbilden, hätten die Aktie sonst kaufen müssen und damit die Nachfrage verstärkt. Der S&P 5001 fiel um 2,5%.

Nach dem Abtausch von Luftschlägen am Wochenende im Nahen Osten drehte der Ölpreis nach oben. Die OPEC+ beschloss, ihre Produktion im Juli um 188 000 Barrel pro Tag zu erhöhen, doch wegen der Schifffahrtsbeschränkungen in der Strasse von Hormus werden sich die Auswirkungen auf die globalen Märkte in Grenzen halten. Führungskräfte von Exxon und Chevron erklärten, die Lagerbestände seien sehr niedrig und der Ölpreis könne auf USD 150 pro Barrel steigen. Obwohl Moskau durch höhere Ölpreise mehr Einnahmen hat, warnten hochrangige russische Regierungsvertreter Präsident Wladimir Putin, dass die Ausgaben für den Krieg in der Ukraine ein untragbares Ausmass annehmen.

Zitat der Woche

US-Präsident Donald Trump hat bestätigt, den israelischen Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu in einem vor Kraftausdrücken strotzenden Telefonat als „verrückt“ bezeichnet zu haben. „Das stimmt“, sagte Trump im Podcast „Pod Force One“. „Ich würde nicht wütend sagen. Ich war nur etwas beunruhigt wegen seiner ständigen Kämpfe mit dem Libanon.“

Zentrale Daten

Die US-Wirtschaft hat im Mai 172 000 neue Stellen geschaffen, weit mehr als die erwarteten 85 000. Die Angaben zu Neueinstellungen im März und April wurden nach oben korrigiert. DieZahl der offenen Stellen stieg im April auf ein Zweijahreshoch.

Ein weiterer Beleg für die unverändert robuste Verfassung der US-Wirtschaft war, dass die Auftragseingänge für US-Industriegüter im April den grössten Anstieg seit fast einem Jahr verzeichneten. Der jüngste Redbook-Index der flächenbereinigten Einzelhandelsumsätze zeigte eine Beschleunigung des Umsatzwachstum an. Das verarbeitende Gewerbe in den USA legte im Mai so schnell zu wie zuletzt vor vier Jahren.

1 Quelle: Pictet WM AA&MR, Thomson Reuters. Performance in der Vergangenheit, S&P 500 Composite (12-Monats-Nettorendite in USD) – 2021, 28,7%; 2022, -18,1%; 2023, 26,3%; 2024, 25%; 2025, 17,9%.
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