Pictets Einsatz für verantwortungsbewusste Unternehmensführung
Unsere Geschäftstätigkeiten haben unmittelbare Auswirkungen auf die Umwelt. Zur Begrenzung der wichtigsten Effekte konzentriert sich der Aktionsplan von Pictet zum Schutz der Umwelt auf vier Bereiche: Infrastruktur, Mobilität, Verbrauch und Umweltgesundheit.
Engagement für den Klimaschutz
Im Rahmen unseres Klimaaktionsplans haben wir uns dazu verpflichtet, unsere absoluten Scope-1- und Scope 2-Emissionen bis 2030 um 55% gegenüber dem Stand von 2019 zu reduzieren. Für die Restemissionen, die nicht gesenkt oder vermieden werden können, unterstützen wir hochwertige Klimaprojekte, mit denen Kohlenstoff aus der Atmosphäre entfernt wird.
Effiziente Infrastruktur
Seit Mitte der 2000er-Jahre verfolgt Pictet beim Infrastrukturmanagement das Ziel, den Energieverbrauch und die Emissionen in allen Geschäftsbereichen zu senken. Uns ist bewusst, wie wichtig die Modernisierung unserer Gebäude und Systeme für unseren ökologischen Fußabdruck und die Umsetzung unserer langfristigen Klimaziele ist.
Effizienzsteigernde Maßnahmen für unsere Infrastruktur
Investitionen in umweltfreundliche Lösungen
Thermische Solaranlagen und Wärmeübertragungssysteme: An unserem Standort in Genf werden dank der Installation von thermischen Solaranlagen und Wärmeübertragungssystemen jährlich 250 Tonnen CO₂-Äquivalente eingespart und zugleich die Betriebskosten gesenkt.
Photovoltaik-Module: Unsere Photovoltaik-Module auf einer Fläche von mehr als 600 Quadratmetern produzieren jährlich rund 40 MWh für den Eigenverbrauch.Umrüstung auf LED-Beleuchtung: Durch die Umstellung auf LED-Beleuchtung an unserem Hauptsitz in Genf werden 30 MWh pro Jahr eingespart.
Campus Pictet de Rochemont: Unser neuer Hauptsitz, derzeit in Bau, ist als hochmodernes, kohlenstoffarmes Gebäude konzipiert, das – gemäß unserer Zielsetzung, die Umweltbelastung zu minimieren – den anspruchsvollsten LEED-Normen entsprechen soll.
Bezug von Strom aus erneuerbarer Energie
Wo immer es möglich ist, bezieht Pictet Strom aus erneuerbarer Energie über Direktverträge mit Versorgern, die Ökostromtarife anbieten.
An Standorten, wo solche Tarife nicht verfügbar sind, erwerben wir Energieattribut-Zertifikate (EAC), mit denen wir die Erzeugung einer unserem Verbrauch entsprechenden Menge Grünstrom gewährleisten.
Obwohl Pictet nicht Mitglied der RE100-Initiative ist, halten wir uns an ihre Grundprinzipien – so stellen wir etwa sicher, dass die EAC aus Anlagen stammen, die an dasselbe Stromnetz angeschlossen sind wie unsere Büros.
Verantwortungsbewusste Mobilität
Welche Verkehrsmittel unsere Mitarbeiter auf dem Weg zur Arbeit oder auf Geschäftsreise nutzen, hat einen erheblichen Einfluss auf unseren ökologischen Fußabdruck. Daher umfasst unser Einsatz für den bewussten Umgang mit Mobilität nicht nur Initiativen zur Senkung der verkehrsbedingten Emissionen, sondern auch Maßnahmen, mit denen wir umweltfreundliche Verkehrsmittel für unsere Mitarbeiter besser verfügbar und attraktiver machen.
Förderung nachhaltiger Mobilität
Anreize für verantwortungsbewusstes Pendeln
Kostenlose Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel: An unserem Standort in Genf stellen wir allen Mitarbeitenden Gratistickets für die öffentlichen Verkehrsmittel zur Verfügung; das dient als Anreiz für die Nutzung umweltfreundlicher Pendeloptionen und verringert den Einsatz von Privatfahrzeugen.
Ladestationen für Elektrofahrzeuge: Um den Umstieg auf Elektromobilität zu fördern, bieten wir an unserem Hauptsitz in Genf mehr als 130 Ladestationen für Elektrofahrzeuge.
Fahrräder: Wir stellen unseren Mitarbeitenden E-Bikes zur Verfügung, die sie tagsüber und für private Fahrten kostenlos nutzen können. Als weiteren Anreiz für aktive und CO2-arme Fortbewegung haben wir 20 Kfz-Parkplätze in 130 Stellplätze für Fahrräder umgebaut.
Neuausrichtung bei Firmenwagen und Geschäftsreisen
Elektrifizierung des Fuhrparks: Bei der Verlängerung von Leasingverträgen für unsere Firmenwagenflotte steigen wir derzeit auf 100% Elektrofahrzeuge um. Damit lassen sich die Emissionen durch betriebliche Mobilität deutlich senken.
Richtlinie für Geschäftsreisen: Für Geschäftsreisen innerhalb der Schweiz sind ausschließlich Bahnfahrten vorgesehen. Darüber hinaus wird bei einer Reisedauer von unter vier Stunden ausdrücklich empfohlen, den Zug statt dem Flugzeug oder dem Auto zu nehmen.
Verbrauchsmanagement
Pictet verpflichtet sich zur effizienten Nutzung von Ressourcen und zur Minimierung von Abfall in allen Geschäftsbereichen. Durch kontinuierliche Verbesserungsmaßnahmen konnten wir sowohl das Abfallaufkommen als auch den Ressourcenverbrauch deutlich senken. Darüber hinaus setzen wir in allen Geschäftsbereichen Prinzipien der Kreislaufwirtschaft um.
Gezielte Initiativen für nachhaltigen Verbrauch
Verzicht auf Einwegplastik: Dank unseres Engagements konnte die Pictet-Gruppe den Verbrauch von Einwegplastik bis 2019 um 90% senken.
Vermeidung von Lebensmittelabfällen: An unserem Hauptsitz in Genf werden übrig gebliebene Mahlzeiten aus der Cafeteria zu reduzierten Preisen verkauft, sodass möglichst keine Lebensmittel weggeworfen werden.
Wiederverwendbares Geschirr: Um Einwegartikel zu vermeiden, werden an unserem Hauptsitz in Genf Tassen und Lebensmittelbehälter am Ende jedes Tages gesammelt, gespült und am Tag darauf erneut verwendet.
Wiederverwendung von IT-Hardware: Pictet bietet der Belegschaft funktionstüchtige Altgeräte zum Kauf an. Bisher konnte damit die Lebensdauer von 200 Laptops und 500 Smartphones bzw. Tablets verlängert werden. Das Prinzip der Wiederverwendung trägt dazu bei, Elektroschrott zu reduzieren.
Multifunktionsdrucker: Dank Multifunktionsdruckern konnten wir den Papierverbrauch senken, sodass nun jährlich umgerechnet etwa 250 Bäume nicht gefällt werden müssen.
Umweltgesundheit
Pictet ist bestrebt, ein umweltfreundliches und gesundes Arbeitsumfeld für Mitarbeiter und Kunden zu schaffen. Da uns der enge Zusammenhang zwischen Umweltqualität und Wohlbefinden bewusst ist, setzen wir weiterhin auf Maßnahmen, die beides fördern.
Bereits umgesetzte Initiativen
Verzicht auf Chemikalien bei der Reinigung: An unserem Hauptsitz in Genf und an unserem großen Standort in Luxemburg kommen chemiefreie Reinigungsmethoden zum Einsatz. Damit gelangt eine um mehrere Hundert Kilogramm geringere Menge an Phosphaten und anderen Chemikalien in die Umwelt, und zugleich wird die Belastung durch Chemikalien für Reinigungspersonal und Mitarbeitende deutlich reduziert.
Kooperation mit regionalen Betrieben: Dank der Zusammenarbeit mit regionalen und sozialen Unternehmen beziehen wir in unserem Kundenrestaurant in Genf unverarbeitete und entsprechend gekennzeichnete Produkte aus der Region. Das kommt der regionalen Wirtschaft zugute und zeugt von unserem Engagement im Bereich der verantwortungsbewussten Beschaffung.
CO₂- und Gesundheits-Scores: Um unsere Mitarbeiter zu einer bewussten und gesunden Ernährung anzuregen, haben wir in unseren Kantinen in Genf versuchsweise CO₂- und Gesundheits-Scores für die Mitarbeitermenüs eingeführt.
Berichterstattung zu Fortschritten und Klimaschutzmaßnahmen
Messung und Berichterstattung
Aussagekräftige und genaue Messungen sowie transparente Berichterstattung sind unverzichtbar für die Umweltstrategie von Pictet, denn echte Veränderung ist nur möglich, wenn sich die erzielten Fortschritte klar belegen lassen. Wir setzen auf international anerkannte Normen und ein robustes Datenmanagement, um die Umweltauswirkungen unserer Tätigkeiten zu überwachen und unsere Klimaziele zu erreichen. Zur Verbesserung der Genauigkeit und Effizienz unserer Datenerfassung und Berichterstattung nutzen wir ein spezielles Tool zur CO2-Bilanzierung. Mit unserer Emissionsberichterstattung gemäß dem Greenhouse Gas Protocol kommen wir unseren Zielsetzungen und Informationspflichten nach, etwa auch gegenüber der Science Based Targets initiative (SBTi) und dem CDP. Für die Berechnung der Emissionen werden bewährte Umrechnungsfaktoren von Quellen wie IEA, BEIS, IPCC und ExioBase herangezogen.
Per 2024 konnten wir unsere Scope-1- und Scope-2-Emissionen um insgesamt 45% gegenüber 2019 reduzieren. Damit sind wir auf dem besten Weg, unser von der SBTi validiertes Ziel einer 55%-igen Senkung bis 2030 zu erreichen.
Weitere relevante Daten dazu sind dem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht der Pictet-Gruppe zu entnehmen.
Ausgleich von Restemissionen
Zur Bekämpfung des Klimawandels ist es wichtig, die Entwicklung und den Einsatz zuverlässiger Verfahren zur Entfernung von CO2 zu unterstützen. Das ist Pictet bewusst. Wir konzentrieren uns zwar weiterhin darauf, Emissionen in erster Linie am Entstehungsort zu reduzieren, doch wir übernehmen auch Verantwortung für die Restemissionen, indem wir Projekte unterstützen, die eine echte, überprüfbare und dauerhafte Kohlenstoffbeseitigung ermöglichen. Dabei geht unser Ziel über positive Klimaeffekte hinaus – wir wollen auch unserer Verantwortung gegenüber Kunden, Gesellschaft und Umwelt gerecht werden, indem wir mit den Projekten die Menschen vor Ort unterstützen. Weitere Informationen über unseren Ansatz zum Ausgleich von CO2-Emissionen sind dem Abschnitt „Pictet’s carbon offsetting strategy” in unserem Nachhaltigkeitsbericht 2023 zu entnehmen.
In den Jahren 2023 und 2024 leistete Pictet einen Beitrag zu drei besonders effektiven Klimaschutz-Projekten in Indien, Mexiko und Ghana.
Der aktuelle Stand dieser Projekte ist auf Restor dokumentiert, die Galerie unten bietet erste Einblicke.
Zusätzlich zur Entfernung von CO2 schafft das Projekt Arbeitsplätze vor Ort, verdoppelt die durchschnittlichen Tageslöhne und erwirtschaftet Einkommen für die Gemeinschaft. Zudem tragen die verbesserten Methoden der Bodenbewirtschaftung zum Schutz der Wasser- und Bodenqualität bei.
Um den langfristigen Bestand der Mangroven zu sichern, werden mit den Einnahmen aus Emissionszertifikaten Maßnahmen in folgenden Bereichen finanziert: Wiederaufforstung, Schutz vor illegalem Holzeinschlag, Waldhygiene, Schaffung von Brandschneisen, Schädlingsbekämpfung, Bodenschutz und Umweltbildung.
Bei den mehr als 1000 entstandenen Arbeitsplätzen wird besonders auf die Gleichstellung der Geschlechter geachtet. 40% der Arbeitsplätze sind für Frauen reserviert, und 25% der Mischkulturflächen werden an weibliche Landwirte vergeben. Zur Unterstützung der umliegenden Dörfer wurde eine Wasserinfrastruktur geschaffen, und mehr als 6000 Hektar Land werden für die nachhaltige landwirtschaftliche Nutzung bereitgestellt.