Sieben Trends im Jahr 2026

Sieben Trends im Jahr 2026

Die wichtigsten Trends, auf die wir uns in den nächsten 12 Monaten – und darüber hinaus – in Wissenschaft, Technologie und Nachhaltigkeit einstellen sollten.

Gesundheit im Zeitalter des langen Lebens

Wir leben immer länger, was bedeutet, dass die Weltbevölkerung immer älter wird. Die Herausforderung besteht darin, dafür zu sorgen, dass diese zusätzlichen Jahre bei guter Gesundheit verbracht werden. In diesem Jahr werden die ältesten Babyboomer 80 Jahre alt – ein Zeitpunkt, an dem die Ausgaben für das Gesundheitswesen drastisch ansteigen. Wir gehen davon aus, dass die Gesundheitsvorsorge für Regierungen, Gesundheitsunternehmen und Privatpersonen immer stärker in den Fokus rücken wird. Dazu gehören die Nutzung von Daten, um besser vorhersagen zu können, wer anfällig für bestimmte Krankheiten ist, die Entwicklung umfassenderer und wirksamerer Screening-Programme für Krankheiten z. B. des Herz-Kreislauf-Systems sowie die Bekämpfung von Risikofaktoren wie Fettleibigkeit und Rauchen. Laut einer Studie von Deloitte könnte jeder US-Bürger durch proaktive Investitionen in die Krankheitsprävention 15 Jahre länger gesund bleiben.1 Wir erwarten auch Innovationen bei Therapeutika und in der Medizintechnik – die KI wird dazu beitragen, die Arzneimittelentdeckung und Diagnostik zu beschleunigen.

Produktivität mit KI steigern

Die Alterung der Bevölkerung treibt das Wachstum im Gesundheitswesen voran, belastet aber auch die Produktivität. Die letzten geburtenstarken Jahrgänge erreichen nun das Rentenalter, und der Arbeitskräftemangel wird in den kommenden Jahren noch zunehmen. Die Technologie spielt eine Schlüsselrolle bei der Schliessung dieser Lücke – dank der Entwicklung agentenbasierter KI, bei der Maschinen selbstständig Ziele setzen und Aufgaben ohne menschliches Eingreifen ausführen können. Agentische KI wird bereits in grossem Massstab eingesetzt: KI-Coding-Assistenten beispielsweise haben die Produktivität von Softwareentwicklern in Unternehmen um 20–40% gesteigert. Der Kundensupport ist ein weiterer Bereich, in dem KI dazu beiträgt, die Effizienz zu verbessern und Prozesse zu straffen.

Aufstieg der Roboter

2026 könnte das Jahr sein, in dem die Robotertechnologie einen revolutionären Sprung macht. Generative KI hat die Art und Weise, wie Roboter mit ihrer Umgebung interagieren, verändert, vor allem im Verbraucherbereich. Weitere Entwicklungen im Bereich der KI verkürzen den Forschungs- und Entwicklungszyklus für Robotik und Automatisierung. 2026 dürften weltweit rund 575.000 Industrieroboter installiert werden (im Vorjahr waren es 555.000).2 Wir sehen auch ein starkes Wachstum bei kollaborativen und humanoiden Robotern, die in geschlossenen Arbeitsumgebungen wie Autofabriken und Rechenzentren (ihnen macht Hitze nichts aus und sie brauchen auch kein Licht) und in autonomen Fahrzeugen immer beliebter werden. In diesem Jahr werden voraussichtlich mehrere neue autonome Fahrzeugmodelle auf den Markt kommen und auf den Strassen Londons werden die ersten Robotaxis unterwegs sein.3

Wir sehen ein starkes Wachstum bei kollaborativen und humanoiden Robotern, die in geschlossenen Arbeitsumgebungen wie Autofabriken und Rechenzentren (ihnen macht Hitze nichts aus und sie brauchen auch kein Licht) und in autonomen Fahrzeugen immer beliebter werden.

Clean Eating

Bei der Ernährung heisst der Trend: „Back to basics“. Natürliche und lokale Zutaten werden immer beliebter, da die Menschen eine gesündere und nachhaltigere Lebensweise anstreben. Das Bewusstsein für die Risiken von hochverarbeiteten Lebensmitteln ist gestiegen, wie Basisbewegungen wie Make America Healthy Again (MAHA) und immer strengere staatliche Vorschriften über zulässige Zutaten, Lebensmittelkennzeichnung und Werbung zeigen. Die Verbreitung von Medikamenten zur Gewichtsreduktion, wie GLP-1, scheint eine entscheidende Rolle zu spielen. Eine Studie, die Anfang dieses Jahres veröffentlicht wurde, hat ergeben, dass die Verbraucher ihr Verhalten beim Kauf von Nahrungsmitteln zugunsten nährstoffreicher, naturbelassener Produkte wie Joghurt und Eier ändern, wenn sie Appetitzügler einnehmen.

Energiespeicherung

Die Energiewende-Revolution schreitet voran: Energie aus nichtfossilen Quellen, wie erneuerbare Energien und Kernkraft, macht mittlerweile 41% der weltweiten Stromerzeugung aus.4 Ein Hindernis für noch grössere Fortschritte ist die Unbeständigkeit der Erzeugung von Wind- und Solarenergie; wir müssen bessere Wege finden, die Energie zu speichern, um kalte, wolkenverhangene und windstille Tage zu überstehen (die sogenannte „Dunkelflaute“). Für dieses Jahr erwarten wir weitere Fortschritte bei der Entwicklung von Energiespeichersystemen. Diese Systeme reichen von Grossbatterien, die mit Wind- und Solaranlagen gekoppelt werden können, bis hin zu kleinen und zunehmend bezahlbaren Batterien, die an private Solaranlagen auf dem Dach angeschlossen werden können. Laut Bloomberg NEF wächst die weltweite Energiespeicherkapazität jährlich um 23%. Innovationen betreffen die Verlängerung der Speicherdauer von Lithium-Ionen-Batterien (von sechs auf acht Stunden) sowie die Entwicklung von Lösungen auf Wasserstoffbasis.

Auf dem Weg zur Resilienz

Wir müssen nicht nur versuchen, den Klimawandel aufzuhalten, sondern auch widerstandsfähiger gegen seine Auswirkungen werden. Die immer häufiger auftretenden extremen Wetterereignisse zwingen die Regierungen dazu, Investitionen in eine resiliente Infrastruktur, Katastrophenvorsorge und nachhaltige Anpassungsstrategien zu priorisieren. Allein im letzten Jahr gab es weltweit mehr als 150 extreme Wetterereignisse, die globale wirtschaftliche Verluste von schätzungsweise 320 Mrd. US-Dollar verursachten – 40% mehr als der Durchschnitt in den vergangenen zehn Jahren.6 Da die Auswirkungen des Klimawandels und die Umweltzerstörung zunehmen, ist klar, dass Investitionen in Anpassung und Resilienz, das heisst konkrete Schritte wie die Installation von Regenwasserpumpstationen, die Nachrüstung bestehender Gebäude mit effizienten Kühltechnologien oder die Einführung von Frühwarnsystemen für Überschwemmungen und Waldbrände, ebenso wichtig sind wie Massnahmen zur Eindämmung des globalen Temperaturanstiegs.

Maschinelles Lernen von Maschine zu Maschine

Je mehr wir grosse Sprachmodelle verwenden – auf der Arbeit oder zu Hause –, desto sensibler werden die Daten, die wir in die Welt senden, und desto wichtiger wird es, diese Informationen sicher zu speichern. Gleichzeitig ermöglicht agentische KI immer raffiniertere Cyberattacken. Generische Phishing-E-Mails, in denen es von Rechtschreibfehlern wimmelt, sind leicht zu erkennen. Aber eine echt aussehende Nachricht von der Personalabteilung oder eine realistische Sprachnotiz kann selbst die Vorsichtigsten unter uns täuschen. Maschinen, die Maschinen hacken, sind ein neues Problemfeld für den Datenschutz. All das stellt die Cybersicherheitsbranche vor eine grosse Herausforderung – eröffnet aber auch eine grosse Chance für Sicherheitsunternehmen, die sich das Potenzial der KI für den Schutz von Unternehmen und Verbrauchern zunutze machen. Alle 39 Sekunden dringt ein Hacker ein, und jeden Tag werden Millionen von Datensätzen durch Sicherheitsverletzungen gestohlen.https://deepstrike.io/blog/how-many-cyberattacks-happen-every-dayEs überrascht daher nicht, dass die weltweiten Ausgaben für Cybersicherheit laut Gartner um fast 14% jährlich ansteigen dürften. Die Herausforderung besteht darin, Maschinen und Software zu entwickeln, die uns vor anderen Maschinen schützen können.

[1] https://www.deloitte.com/us/en/insights/industry/health-care/proactive-care-medicare-savings.html
[2] World Robotics, 2023
[3] https://www.theguardian.com/technology/2025/oct/15/driverless-taxis-from-waymo-will-be-on-londons-roads-next-year-us-firm-announces
[4] https://ember-energy.org/latest-updates/world-surpasses-40-clean-power-as-renewables-see-record-rise/
[5] https://about.bnef.com/insights/clean-energy/global-energy-storage-boom-three-things-to-know/
[6] https://www.munichre.com/en/company/media-relations/media-information-and-corporate-news/media-information/2025/natural-disaster-figures-2024.html
[7] https://deepstrike.io/blog/how-many-cyberattacks-happen-every-day

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