Unverhoffte Vorteile durch saubere Energie
| 06. April 2010 |
Ein Wachstumsbereich mit vernünftigen PreisenChina und Amerika vollziehen eine politische Kehrtwende in Sachen saubere Energie zu einem Zeitpunkt, da zahlreiche Gesellschaften dieses Sektors an der Börse sehr attraktiv bewertet sind. |
![]() Philippe de WeckSenior Investment Manager |
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"Wir werden die Energie von Sonne, Wind und Erde nutzen, um unsere Autos und Fabriken zu betreiben." So äusserte sich Präsident Obama am 20. Januar 2009 in seiner Amtsantrittsrede zu seiner Energiepolitik. Kurz vor dem Kopenhagener Gipfel gab er auf der Basis der Zahlen von 2005 ein konkretes CO2-Reduktionsziel von 17% auf amerikanischem Boden bis 2020 bekannt.
Gleichzeitig kündigte China eine 40-50%ige Verminderung seiner Kohlenstoffintensität bis zum Jahr 2020 an, ebenfalls ausgehend vom Jahr 2005. Peking nannte somit zum ersten Mal ein Ziel mit konkreten Zahlen im Kampf gegen die CO2-Emissionen.
Im Vergleich zum Kyoto-Klimagipfel von 1997, der vom mangelnden Willen Washingtons und Pekings gekennzeichnet gewesen war, hat in der Energiepolitik der beiden Weltmächte bereits eine Kehrtwende stattgefunden. Diese Haltungsänderung ist sehr wichtig, da sie für rund 40% des weltweiten Treibhausgaseffekts verantwortlich sind.
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Zu den meistversprechenden - sowohl unter dem Gesichtspunkt der Innovation als auch der Kapitalanlage - scheinen Sonnen- und Windenergie zu zählen. |
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Konkret liess die amerikanische Regierung ihre Absicht verlauten, in den kommenden zehn Jahren 150 Mrd. Dollar für Anlagen zur Herstellung sauberer Energie einzusetzen. Sie hat sich weiter für grüne Energien eingesetzt, indem sie in ihrem Konjunkturstimulierungsprogramm 118 Mrd. Dollar für diese Initiative vorsah. Im chinesischen Konjunkturprogramm beträgt der entsprechende Anteil 218 Mrd. Dollar . Auch Europa bleibt nicht zurück und wird in diesen Bereich investieren, um bis 2020 das Ziel eines 20%-Anteils an erneuerbaren Energien zu erreichen. |
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Da die Erhaltung der natürlichen Umwelt für künftige Generationen zur weltweiten Priorität wird, wird die anhaltende Zunahme des Energieverbrauchs unweigerlich mit einem immer höheren Anteil an sauberen bzw. erneuerbaren Energien einhergehen müssen. Überdies werden zwar immer noch neue Öl- oder Gasvorkommen entdeckt, doch ist ihre Erschliessung mit steigendem Kosten- und Energieaufwand verbunden. Zur Illustration dieses Phänomens reicht es, in Erinnerung zu rufen, dass im Jahr 1900 mit der Energie von einem Fass Öl 100 weitere gefördert werden konnten. Heute reicht die gleiche Energie infolge des immer schwierigeren Zugangs zu den Ölvorkommen lediglich zur Förderung von 15 Fässern aus. Laut verschiedenen Quellen reichen die weltweit nachgewiesenen Reserven bei Erdöl nur noch 42 Jahre, bei Erdgas 60 Jahre und bei Kohle 122 Jahre.
Optimierung von Stromerzeugung und -vertrieb und zur Steuerung von Angebot und Nachfrage zwischen Produzenten und Konsumenten. Beim Konsumenten zeigt sich das Smart Grid in Form eines intelligenten Stromzählers (bzw. Smart Meter), der angibt, wie viel Strom zu welcher Tageszeit verbraucht wird. Er ermöglicht dem Stromverbraucher, den Lieferanten mit dem besten Preis auszuwählen und den Verbrauch auf die Zeiten mit den besten Tarifen zu konzentrieren. Grosses Energieeinsparungspotenzial besteht auch im Bereich der Elektrizität, vor allem mit LED-Technologien.
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* Quelle: HSBC ** BP Statistical review of World energy, 2009 und “Potential Supply of Natural Gas in the United States”, American Gas Association, Juni 2009 |






