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Genfer Konjunktur: Eher nachhaltige als kurzfristige Erholung? Der vorlaufende LEA-PICTET-OCSTAT-Index für die Genfer Wirtschaft hat sich seit Anfang Sommer deutlich erhöht. Im Oktober 2009 stand er zwar immer noch 5% unter dem Vorjahresniveau, ist aber seit dem im Mai 2009 erreichten Tiefstand um 5,5% gestiegen. Obwohl die Oktoberzahlen noch nicht definitiv sind - und die Zahlen für das Herbstquartal fehlen - handelt es sich bei diesem Anstieg wahrscheinlich nicht um eine kurzfristige Bewegung, sondern vielmehr ume eine nachhaltige Erholung der Genfer Wirtschaft.
Einerseits handelt es sich dabei nicht um eine isolierte Bewegung. Die jüngsten Statistiken lassen oft eine Verbesserung der Wirtschaftslage weltweit und auch in Europa durchblicken. Andererseits verhält sich der Index grosso modo immer noch gleich wie zum Zeitpunkt früherer Konjunkturerholungen. Diesbezüglich gilt zu beachten, dass die gegenwärtig zu Ende gehende Rezession in Genf weniger tief und weniger lang war als diejenige, die den Kanton Genf in den Jahren 1990-1995 heimsuchte, gleichzeitig aber auch schlimmer als die in den ersten Jahren des 21. Jahrhunderts verzeichnete Verlangsamung. Die Krise von 90-95 erfasste zuerst den Bausektor, von dem direkt und indirekt zahlreiche Stellen abhängen, der in den letzten Monaten in Genf jedoch von der Krise relativ verschont blieb.
Der Finanzsektor und die Exportwirtschaft wiederum verzeichneten keine Verlangsamung, weil beide Sparten von den zahlreichen Massnahmen profitierten, die getroffen wurden. Die Genfer Wirtschaft scheint also definitiv auf dem Weg der Erholung zu sein…
Frühindikator LEA-Pictet-OCSTAT für Genf |